Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 32 (1868)
- Issue
- Heft 17 (21.4.1868)
- Date
- 1868-04-21
- Page
- Seite 336 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Hud, seines Amtes entsetzt und den Rabbi Arjeh in Freiheit gesetzt hat. Hiermit ist die neuliche Interpellation des Abg. Dr. Laster im preuß. Abgeordnetenhause erledigt. Nachträge. Paris, 13. April. Noch immer ist die gemeldete Austreibung von 500 jüdischen Familien aus dem Districte Baken in Dunkel gehüllt, von der einen Seite aufrecht erhalten, von der anderen Seite entschieden abgeleugnet. Auf ein von Herrn Cremieux deshalb an den Minister des Auswärtigen in Paris gerichtetes Schreiben erhielt er folgende Antwort: Paris, 11. April. Mein Herr! Der Minister der äußeren Angelegenheiten hat das Schreiben erhalten, welches Sie gestern an ihn richteten, um ihm eine telegraphische Depesche der israelitischen Gemeinde von Jassy, Betreffs der Ausweisung von 500 israelitischen Familien aus dem Districte Bakeu, zu übermachen. Zur Zeit, wo Sie die Aufmerksamkeit des Ministers auf die ersten ähnlichen Klagen Ihrer Glaubensgenossen hinlenkten, beeilte sich der Marquis de Moustier, den französischen Agenten in Bukarest wie Jassy Schritte vorzuschreibcn, in Folge welcher er von der rumänischen Negierung die bestimmtesten Versicherungen und Erklärungen erhielt. Es lag also Grund vor, anzunchmen, daß die Administrativ-Maßregeln, welche Betreffs der Israeliten adoptirt worden waren und gegen welche er reclamirt hatte, aufgegeben wurden, und daß man wegen der Sicherheit Ihrer Glaubensgenossen in Rumänien nicht besorgt zu sein brauche. Der vor einigen Tagen signalisirte Zwischenfall von Bakeu war sofort auf die kategorischste Weise von der rumänischen Regierung und von den Journalen der Fürstenthümer dementirt worden, was hoffen ließ, daß er sich nicht bestätigen würde. Jndeß ließen den Minister der Brief und das Telegramm, welches er erhielt, befürchten, daß dem nicht so sei, und er hat mich beauftragt, Sie in Kenntniß zu setzen, daß er durch den Telegraphen unseren Agenten in den Fürstenthümern sofort Befehl ertheilt hat, sich auf's genaueste über die Thatsachen, welche vorgekommen sind, zu erkundigen, damit er im Staude sei, die Schritte zu beurtheilen, welche geschehen müssen. Genehmigen rc. Der Cabinetschef Graf de Saint Ballier. Pest, 10. April. Von hier schreibt man der ] „N. fr. Presse": „Auch der jüdische Ultramontanismus arbeitet fürchterlich, und dieser ist es, von dem wir eigentlich diesmal sprechen wollen. Wie bereits telegraphisch angezeigt, hat Minister Wenckheim aus Gründen der höheren Politik hiesigen intelligenten Juden nicht gestattet, eine Filiale der Alliance Israelite universelle zu gründen, und doch fördert dieselbe ausschließlich humane Zwecke. Baron Eötvös ist schon tveniger skrupulös. Er genehmigte die Statuten eines Vereines, der sich „Glaubenswächter" benamset und den Ujhelyer, Unghvarer und Preßburger Rebbe an seiner Spitze hat, die bekanntlich alle drei die festesten Säulen der Verfinsterungs-Theorie bei den ungarischen Juden sind. Zufällig kam mir dieser Statuten-Entwurf in die Hände, und ich wundere mich nur, wie Baron Eötvös die Sanctionirung desselben mit jenem seinem Ausspruche in Einklang bringen will, der da lautete: es sei sein sehnlichster Wunsch und sein größtes Bestreben, daß die verrotteten Zustände der ungarischen Judengemeinden geregelten Verhältnissen weichen sollen. Baron Eötvös, der Cultusminister, kennt offenbar die Leute nicht, denen er die Gründung von Vereinen im ganzen Lande gestattet hat, welche Vereine gute Pflanz- und Pflegestätten des jüdischen Obskurantismus und Jesuitismus sein werden. Wir schließen uns dieser Annahme an, weil doch der Philosoph Eötvös unmöglich schon in Gedanken vor dem Bann zittern mochte, mit dem ihn vielleicht in seiner stillen, einsamen Clause der Unghvarer Wunder-Rebbe belegt, falls er die Vereins-Statuten nicht genehmigt hätte. Im Schoße der hiesigen Judenschaft hat dieser Act des Cultusministers große Mißstimmung hervorgerufen, und macht man es ihm zum Vorwurf, daß er hiermit den jüdischen Jesuiten angesichts der nahe bevorstehenden Judencongreß-Wahlen ei» officielles von ihm gutgeheißenes Agitationsmittel in die Hände gegeben und so dem Obskurantismus Thür und Thor geöffnet hat. Anzeigen. I« Juli« jz« Fr« Haus!!portofr vr. Ja, Zum Schächters Wohnung I Reflectant der israel Es wird für die hiesige israelitische Gemeinde ein unverheiratheter Cantor und Schächter gesucht. Reflectanten mögen sich bald an den Unterzeichneten wenden. Zanow im Regierungsbezirk Cöslin. M« Crohn, Vorsteher. In ui i Chasan u heit unser worden. Geeignete Zeugnisse tofrci bei Cal! Die i thum Sä Lehrer, w jährliche Wohnunc j etwaige l von Priv I Senn msse einse & | Di % rers fo * flirten f Nebem | sich au | \>ortofi fjj* und m ßr zeichne! & werden % R ■$ Der Zum M besetze 150 Thli denzien 1 auch Sch Unve unter Ar frankirt e Bir!