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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1868-04-21 · Heft 17 (21.4.1868) · p. Seite 334

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
32 (1868)
Issue
Heft 17 (21.4.1868)
Date
1868-04-21
Page
Seite 334 (sequence 12)
Language
German
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Pest, am 3. März. (Privatm.) Die Deputation der Orthodoxen wurde heute vom Cultusminister empfangen. Grün aus Siebenbürgen führte die Fraction an und betonte, sowie man ebenso gelehrt als streng katholisch sein könne und dieser Mann Niemand anders sei als der Cultusminister Eötvös selbst, so wünsche er auch vollständige Anerkennung des orthodoxen'Judenthums. Der Minister entgegnete, daß er vollkommene Religionsfreiheit anerkenne, jedoch weder ein orthodoxes noch reformistisches Judenthum kenne und auch der Landtag nur Juden emancipirt habe. Im Uebrigen lassen sich Ueberzeugungen nicht aufdrängen und wünsche er vom Herzen, daß sich die Parteien verständigen.' Z. Holland Aus Holland, 16. März. (Privatmitth.) Herr S. Blocmendal in Maastricht, seit 41 Jahren Beamter in Königl. Holländischen Diensten, wurde dieser Tage vom Könige von Holland als Ritter des Ordens der Eichenen Krone'für seine langjährigen treuen Dienste ausgezeichnet, dabei ward hervorgehoben, daß der rc. Bloemendal als Jagdadministrator und in seiner Eigenschaft als Mitglied des Oberconsistoriums und wegen der vielen wichtigen Dienste, die derselbe den jüdischen Angelegenheiten seiner Vaterstadt und seinem Vaterlande während einer Reihe von Jahren gewidmet, sich verdient gemacht habe. Vor längeren Jahren schon erhielt Herr Bloemendal den holländischen Löwenorden. dern von ihr nur durch ausgezeichnete Kritiken in holländischen christlichen Zeitschriften erfahren. Um so mehr schleudern wir dem Pater seine Behauptung „wir hätten damit ein Geschäft gemacht" ins fromme Antlitz zurück. Wir haben für die Erlaubniß keiner einzigen Uebersetzung auch nur die geringste Entschädigung verlangt und erhalten. Diese Herren beurtheilen überhaupt jüdisches Schriftstellerthum nach einem Maßstabe, den sie wahrscheinlich in ihrer eigenen Seele tragen, der aber völlig unrichtig ist. Jüdische Autorschaft ist stets nur mit einer gewissen Entsagung verknüpft, denn in den Umständen liegt es, daß selbst im günstigsten Falle nur ein sehr mäßiger Lohn damit verbunden ist, in den meisten nichts als Aufopferung. Wir, die wir im vorigen Jahre unser vierzigjähriges Schriftstellerjubiläum hätten feiern können, können davon sprechen. Die Redaktion. Dän emark. Copenhage«, 20. März, lKleine Notizen.) Die in Nr. 11 dieser Zeitung besprochene englische Abhandlung über den Talmud ist iu's Dänische übertragen worden und hat auch hier eine gewisse Sensation erregt, so daß davon Auszüge in allen Tagesblättern erschienen. — Ueber eine in Fridericia vorgefallene Mortarageschichte, wovon in Hamburger Blättern berichtet, werden wir nach Beendigung der Discussion in den hiesigen Zeitungen und Abschluß der Affaire ausführliche Mittheilung machen. — Vom Deputirten aus Helsingör, David B. Adler, ist im Abgeordnetenhause folgende Interpellation angemeldet: „Glaubt der geehrte Justizminister, daß im Gesetze noch Etwas als Hinderniß bestehen sollte, einen Juden das Richteramt bekleiden zu lassen?" Diese Vorfrage ist vom Hause einstimmig zu stellen erlaubt worden, und werden wir uns baldigst nach officiellen Quellen den geehrten Lesern die Discussion darüber mitzutheilen erlauben. Großbritannien. London, im März. (Privatmitth.) Der außerordentlich günstige Erfolg, welchen die Abhandlung über den Talmud in der Quarlerly Review gehabt, läßt die Missionsgesellschaft nicht schlafen. Da sich diese nun einmal in die Idee verrannt hat: es gehöre zu ihren Aufgaben, den Talmud als ein Buch voller Scheußlichkeiten zu diskreditiren, fühlt sie sich durch jenen Aufsatz aufs Härteste geschlagen. Eine wirkliche Widerlegung ist ihr nicht möglich, und sie sucht daher ihr altes Mittelchen heraus, durch Hcrausreißung einzelner Stellen, die doch nur erst durch den Zusammenhang ihre Bedeutung und Tendenz erhalten, auf Schleichwegen zu erreichen, was sie im offenen Kampfe auf der Heerstraße nicht zu erreichen vermag. Bezeichnend ist, daß sie sich dabei der pseudonymen Unterschrift Nemo bedient. Einer Widerlegung bedürfen diese Kunststückchen nicht. Allerdings wäre es, wie Sie in Ihrem Leitartikel in Nr. 11. schon angedeutet haben, nützlich gewesen, wenn Herr Deutsch in jener Abhandlung solchen Versuchen schon zuvorgekommen wäre, ir auch aus in ihren dann dü hätte, w sunden ‘ Stammt noch ver immer i fassende an das! cher, aw der Miss gleichen, Borurth würdiget Mit kannt, d können, Weise be Es liegt sie vertr geistliche: Bauskes scher, st Schläge Welt für ihrer e\{ beanspru der ihr Ihnen! Wort ü General Das Sä des Bei ganz vo und der jede frü Seite a! welchem hat er > liche I, einschliei thümer,

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