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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1868-01-07 · Heft 2 (7.1.1868) · p. Seite 34

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
32 (1868)
Issue
Heft 2 (7.1.1868)
Date
1868-01-07
Page
Seite 34 (sequence 14)
Language
German
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34 reich sanktionirt und in völkerrechtlichen Stipulationen aufrecht zu erhalten sich verpflichtet, nachdem er noch in dem kaiserlichen Patent vom 31. December 1851 erklärt hatte: „daß Wir jede ... anerkannte Kirche und Religionsgesellschaft in dem Rechte der gemeinsamen öffentlichen Religionsausübung, dann in der selbständigen Verwaltung ihrer Angelegenheiten ... erhalten und schützen wollen." Daß jene Zusagen an den Papst, weil sie wohlerworbene Rechte Dritter kränken, insbesondere die staatsrechtliche Stellung der andern Confessionen auf das Tiefste verletzen, von vornherein nichtig sind, bedarf allerdings keiner rechtlichen Ausführung. Allein in welche Staatsmaximen gewähren sie einen Einblick! Steht ein Land, das nach solchen Grundsätzen regiert wird, nicht außerhalb germanischer Cultur, nicht außerhalb der Civilisation Europa's? Die Kurie, mit dieser Verschreibung in der Hand, wird den kaiserlichen Bevollmächtigten mit Ruhe erwarten. Wir aber werden in Oesterreich nicht eher an die Möglichkeit der Besserung, an die Anfänge constitutioneller Freiheit glauben, bis die interconfessionellen Fragen befriedigend gelöst sind. Das allein ist der Punkt, wo sich zeigen muß, wer in Oesterreich stärker ist, der Geist des Conkordats oder derjenige der Verfassung. Schweiz. Gailingen, im Decbr. lN. B. L.) Es befindet sich hier eine interessante Einrichtung, die zur Nachahmung zu empfehlen ist. Ich meine die Luxus-Tilgungskasse, die seit etwa 20 Jahren besteht und ein Vermögen von 130,000 Gulden besitzt, das sich zu 7 Proc. verzinst. Die Israel. Bräute verzichten nämlich auf den Hochzeitsschmuck, der in goldenen Ketten, Uhren re. bestand und sehr kostspielig war. Ihre Bräutigame kaufen ihnen dagegen Aktien ü 100 Gulden das Stück, die sie in obiger Kasse einlegen, welche Darlehn-Geschäfte macht, so daß ihre Aktien zu den besten gehören. Der Rechner hat für seine Mühewaltung nur 150 Gulden. Anzeigen. Die zu Ostern 1868 vacant werdende Oberlehrer- Stelle an der hiesigen israelitischen Schule soll wieder besetzt werden. Die Emolumente betragen 240 Thlr. Gehalt, freie meublirte Wohnung und Feuerung. Sollte der Betreffende die Befähigung zur Uebernahme geistlicher Functionen besitzen, so wird ihm dafür eine entsprechende Gehaltszulage bewilligt werden. Seminaristisch gebildete Bewerber werden hierdurch aufgefordert, ihre Zeugnisse über Befähigung und über moralisch sittlichen Lebenswandel, baldmöglichst dem Vorstande der hiesigen israel. Gemeinde zukommen zu lassen. Elmshorn in Holstein, Decbr. 1867. Der Vorstand der israel. Gemeinde. Die Gemeinde Anschi Chesed dahier, sucht einen Chasan auf die Dauer von 2 Jahren mit dem Gehalte von 2000 Dollars. Derselbe muß einen tadellosen moralischen Charakter besitzen, tüchtig musikalisch gebildet, iw Stande sein, das Chor zu unterrichten unv zu leiten, sowie den Gottesdienst mit Orgelbegleitung und Chor vortragen zu können. Anmeldungen und Zeugnisse sind spätestens bis zum 28. April 1868 einzureichen bei Herrn S. Schuster, President, Nr. 69 Avenue 0. New-Aork. Für die hiesige jüdische Gemeinde wird ein Religionslehrer, der zugleich Vorbeter und Schächter ist, gesucht. Die Stelle bringt 400 Thlr. ein und kann zum I.März 1868 besetzt werden. Reflektanten wollen beim Vorstand Hierselbst ihre Anmeldung franco einsenden. Bärwalde i Pommern, d. 17. Decbr. 1867. Der Vorstand. Für die Gemeinde Dorstfeld b. Dortmund wird ein Lehrer und Cantor gesucht. Die Zahl der zu unterrichtenden Kinder beträgt > 5—20. Hierauf Reflectirende belieben ihre Anerbietungen an den Synagogen- Vorstand Herrn Herz-Baum in Huckarde b. Dortmund zu senden. Den I. April 1868 wird eine Lehrerstelle mit einem Jahrgehalt von 350 Thlr. an der hiesigen Synagogen- Gemeinde-Schule vacant. Reflectant, geprüfter Lehrer, muß gründlichen Unterricht in den Elementar-Gegenständen und im Hebräischen ertheilen können und wird außerdem noch der Unterricht in der lat. und franz. Sprache zur Vorbereitung für die unteren Klassen eines Gymnasiums verlangt. Bewerber wollen ihre Offerten franco einreichen. Myslowitz, d. 13. Decbr. 1867. Der Synagogen-Gemeinde-Vorstand. Schäfer.

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