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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1868-01-07 · Heft 2 (7.1.1868) · p. Seite 28

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
32 (1868)
Issue
Heft 2 (7.1.1868)
Date
1868-01-07
Page
Seite 28 (sequence 8)
Language
German
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28 Literarischer Wochenbericht. Bonn, 26. Decebr. Schließlich ist uns noch eine Gedächtnißrede auf den verewigten Rapoport, nämlich von dem Rabbiner Dr. E. Hoff, Prediger der Pinkassynagvge in Prag (Prag 1868, Sander und Branders) zugekommen. — Nederlandsch-Israßlilisch Jaarhoekje voor 5628 (1867—1868); onder redactie van L. Börstel; Rotterdam, A. R. Hofsteede 1867. Außer dem Kalender bringt dieses Jahrbuch unter anderen Beigaben eine Liste der israelitischen Bevölkerung in den Niederlanden, aus welcher wir die Notizen ziehen, daß sie 1860 65,7 52 Seelen und 1865 68,669 Seelen betrug, so zwar, daß seit 1850 sie sich um 8985 vermehrte, hingegen in der Provinz Zeeland um 57 verminderte. Portugiesische Israeliten waren im Jahre 1860 hierunter 3578 Seelen, von denen 3045 in Nordholland, 438 in Südholland lebten, die übrigen in kleinen Gruppen in den übrigen 8 Provinzen, in Limburg gar keine. Die Gesammtbevölkerung betrug 1865: 3,629,108, so daß das Berhältniß der Israeliten zu derselben wie 1: 52 war. Aus Staatsmitteln erhielt der israel. Cultus einen Zuschuß von 38,866 Gulden. In den westindischen Kolonien wohnten a) in Curaeao 1288 Israeliten (1857 : 1017), b) in Surimam 693 niederländische und 670 portugiesische Israeliten. Das eigentliche Jahrbuch enthält unter dem Titel: Mengelwerk hebräische Gedichte mit holländischer Uebersetzung, eine holländische Uebersetzung der gereimten „Purimpredigt" aus unserem Bolksblatt von 1860, einen Aussatz des Herausgebers über das jüdische Kirchenjahr «dieses Mal die ersten vier Monaten, die metrische Uebersetzung der beiden erste» Kapitel von Jeremias' Klageliedern und noch andere Kleinigkeiten. — Die Jakobsonschule zu Seesen am Harze, von Dr. Arnheim, Direktor der Anstalt; Salzgitter 1866, Carl Witt. Das Heftchen enthält eine sehr würdig abgefaßte Biographie des Stifters genannter schönen Anstalt, und dann die Geschichte der letzteren von ihrer Gründung bis auf die neuere Zeit, der Motive und Prinzipien, die in derselben zur Ausführung kommen sollten und kamen, und der Männer, die an derselben wirksam waren. Hierauf folgt eine Besprechung des „gegenwärtigen Zustandes der Anstalt", welche auch vom pädagogischen Gesichtspunkte viel Interessantes enthält; ein ausführlicher Lehrplan ist hinzugefügt. Vom Jahre 1838 bis Ostern 1887 sind 711 Knaben im Hause erzogen und 733 außerdem in der Anstalt unterr ichet worden. Von diesen 1444 Schülern haben 710 der christlichen Confession angehört. Im Halbjahr von Ostern 1867 bis Michaelis d. I. waren 73 Haus- und 71 Stadtschüler, von denen 75 der christlichen Confesiion angehörten. An der Anstalt wirken jetzt außer dem Direktor noch 9 Lehrer. Wir empfehlen dieses Schriftchen der Aufmerksamkeit aller Pädagogen. — Samaritanische Studien; Beiträge zur samaritanischen Pentateuch-Uebersetzung und Lexikographie; von Dr. Samuel Kohn. Breslau, Schletter'sche Buchhandlung (H. Skutsch, 1868. Der Verf. hat seine, 1856—1857, in der Frankcl'schen Monatsschrift gegebenen Aufsätze hier zusammengestellt und will sie als Vorarbeiten zu einer kritischen, mit kurzer Anmerkung versehenen Edition der samaritanischen Paraphrase des Pentateuchs angesehen wissen. Er behandelt in dem vorliegenden Schriftchen besonders das Berhältniß der samaritanischen Paraphrase zur Uebersetzung des Onkelos, den Nachweis, daß jene von verschiedenen Verfassern herrühren müsse, die Beschaffenheit des uns vorliegenden Textes, die Abschreibefehler, die Glossen, den Mangel an Kenntniß der hebräischen Sprache, die Jnterpunktionirung des Textes, die eigenthümliche Religionsanschauung der Samaritaner, aus welcher die Mißhandlung des Textes oft hervorgeht, und Berichtigungen der bisherigen samaritanischen Lexikographie. Wir erkennen mit Dank die Umsicht, den Scharfblick und Fleiß des Verf. an, und wünschen ihm die Möglichkeit, seinen größer» Plan zur Ausführung zu bringen. Zeitungsnachrichten. Deutschland. Bonn, 26. Dec. (Privatmitth.) Wie bekannt, beruht die Nichtanstellung von Juden als Richter und Lehrer in Preußen auf einer bloßen Ministertalinterpretation, der Bestimmung der Verfassung und den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses zuwider. Da jetzt das Justizministerium neu besetzt worden, so käme es darauf an, zu erfahren, wie der neue Justizminister hierüber denkt. Denn die Sache liegt so , daß, wenn einmal jene Jnterpretatiou beseitigt und Juden als Richter — wie es bereits im benachbarten Hamburg geschehen — angeftellt worden, so kann selbst ein spä-

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