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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1867-12-24 · Heft 52 (24.12.1867) · p. Seite 1032

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
31 (1867)
Issue
Heft 52 (24.12.1867)
Date
1867-12-24
Page
Seite 1032 (sequence 4)
Language
German
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1632 wand zunahetreten, da ja jede Ueberzeugung, wenn sie innerlich aufrichtig und nicht geheuchelt ist, ihre volle Berechtigung und für die Gesannntheit der Religionsgenosfenschaft ihren Nutzen hat. Das erste Zeichen der Heuchelei ist aber die lügnerische Verdächtigung anderer, die wühlerische Beförderung von Zerwürfnissen. So geht denn auch dieses Blatt mit Besonnenheit und Zuversicht in das neue bürgerliche Jahr hinüber, für welches es sich wieder ernste Aufgaben gestellt hat. Sein äußerlicher Umfang hat sich im abgelaufenen Jahre bedeutend vergrößert, so daß dieser Jahrgang 131 Druckbogen umfaßt. Es mußte deshalb der Preis erhöht werden; aber die Gunst des Publicums hat dies freundlich ausgenommen und sich damit vollständig befriedigt erwiesen. Mag uns die Anerkennung des Publicums auch auf unserem weiteren Wege begleiten. Literarischer Wochenbericht. Bonn, 16. December. Der Schluß des Jahrgangs erinnert uns lebhaft an die Schuld, die wir als gewissenhafter Redakteur noch auf uns lasten haben. Es haben sich in der jüngsten Zeit bei uns die neuesten Erscheinungen unserer Literatur angehäuft, ohne daß Zeit und Raum vorhanden gewesen um ihnen in diesen Blättern gerecht zu werden. Wir wollen daher noch vor Beginn des neuen Jahrgangs eine kurze Uebersicht der uns vorliegenden Schriften geben, mit dem Vorbehalte, pflichtgemäß auf die bedeutenderen derselben ausführlich zurückzukommen. — Außer den bereits in den bez. Correspondenzen erwähnten Trauer- und Gedächtnißreden auf den sel. Rapoport haben wir noch drei erhalten und zwar von Rabbiner Dr. Sonneschein, Prediger an der Neusynagoge in Prag, Rabbiner Dr. I. Kohn, Pred. der Klaussynagoge in Prag, und unter dem Titel: die drei Kronen von Dr. G. Kranz im israel. Tempel zu Krakau. — An neuen Schulbüchern kam uns zu: Die dritte (Stereotyp-)Auflage, „Nach den Ereignissen des Jahres 1866 umgearbeitet, berichtigt und vermehrt," des Haesters'schen „Lehr- und Lesebuch oder die Vaterlands- und Weltkunde für die Oberklassen der Volksschule, für israelitische Schulen bearbeitet von weil. Dr. Em. Hecht," Essen, Bädecker 1867. Die 2. und 3. Aufl. wurde von Herrn Lehrer Blumenfeld in Essen, welchem in der Entfernung aller, für die jüdische Schule unpassenden Stellen und Stücke und in der Hinzufügung der für dieselben angemessenen und nothwendigen Piecen ein großes Verdienst zuzuschreiben ist. Wir können unser früher gegebenes Urtheil über die Reichhaltigkeit und Zweckmäßigkeit des Inhalts und die Richtigkeit der Methode nur wiederholen und glauben, daß für die bezeichneten Klassen der jüdischen Volksschulen dieses Buch nur wenig zu wünschen übrig läßt. Die gute Ausstattung 1(618 S.) und der geringe Preis (16 Sgr.) machen es zur Einführung in Schulen um so geeigneter. — „Deutsches Lesebuch für israelitische Volksschulen. Auf Veranstaltung der kön. württ. israel. Oberkirchenbehörde herausgegeben. Stuttgart, Metzler'sche Buchhdlg. 1867." Wir können für die Veranstaltung dieses Lesebuches der betr. Behörde nur dankbar sein, müssen aber gestehen, daß uns die Bezeichnung „für israel. Volksschulen" zu weit gegriffen scheint, da das vorliegende Buch uns nur für die oberste Volksklasse einer verhältnißmäßig hochstehenden Volksschule angemessen erscheint. Die Wahl der Gegenstände und die Art ihrer Behandlung, so angemessen und würdig sie an sich sind, erfordern doch schon einen ziemlich entwickelten Geist der Jugend. — „Neue Lehrmethode für den hebräischen Lese- und Sprachunterricht in der ersten Klasse, von Wilhelm Singer, Hauptschullehrer. Pest, 1867. Wilhelm Lauffer." Dieses neue Lesebuch empfiehlt sich schon äußerlich durch die ausgezeichneten Typen, mit denen es gedruckt ist. — Von geschichtlichen Werken haben wir erhalten: „Das Volk Israel in der alttestamentlichen Zeit, von Dr. Georg Weber, Prof, und Schuldirektor in Heidelberg. Leipzig, Will). Engelmann 1867." Hierzu gehört als 2. Theil: „Judenthum und Christenthum im Zeitalter der apokryphischen und neutestamentlichen Literatur. Von Dr. Heinrich Holtzmann, Prof, der Theol. in Heidelberg. Leipzig, Engelmann 1867." Dieses Werk verdient sicherlich eine sorgfältige Beachtung unsrerseits, die wir ihm in der nächsten Zeit zukommen lassen werden. Hingegen wird es darauf ankonnnen, ob wir die Lust finden werden, uns mit einer negativen, hohlen und nicht selten lächerlichen Kritik zu beschäftigen, um auf folgende Schrift wieder zurückzukommen: „Alte Zeiten, von Johannes Mohr mann. Erster Band. Geschichte der Juden. Erster Theil. Hamburg, Fritz Schuberth. 1868." — Von Wichtigkeit dagegen erachten wir folgendes, soeben erschienene Werk: „Geschichte der biblischen Literatur und des jüdisch-hellenistischen Schriftthums. Historisch und kritisch behandelt von Dr. Jul. Fürst, Prof, ander Uni-

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