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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1867-10-08 · Heft 41 (8.10.1867) · p. Seite 819

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
31 (1867)
Issue
Heft 41 (8.10.1867)
Date
1867-10-08
Page
Seite 819 (sequence 11)
Language
German
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819 es ist mir angenehm, daß Sie nach Rumänien gekommen sind, um sich zu überzeugen, daß eine religiöse Verfolung,1 von der Uebelwollende so viel Lärm gemacht, nicht existirt. Wo es vorgekommen ist, daß man die Juden beunruhigte, da stehen diese Fälle doch nur vereinzelt da, so daß die Regierung dafür die Verantwortlichkeit nicht übernehmen kann. Ich werde cs stets als eine Ehre betrachten, die religiöse Freiheit respektirt zu -sehen und werde ohne Unterlaß dadrüber wachen, daß die Gesetze, welche die Juden wie jeden anderen Rumänen persönlich und in seinem Eigcnthum schützen, beobachtet und ausgeführt werden. Empfangen Sie, Herr Baronet, die Versicherung meiner ausgezeichneten Hochachtung. Carl. Sir Moses Montefiore fügt diesem Briefe ein eigenes Schreiben bei, worin erbemerkt: „Ich habe das Vertrauen, daß es das aufrichtige Verlangen Seiner Hoheit ist, daß alle seine Unterthanen-glücklich und zufrieden sein möchten, und von dem schönen Charakter und der hohen Intelligenz des Prinzen und den Versicherungen, die er selbst und die Mitglieder seines Kabinetes mir gegeben, habe ich allen Grund zu hoffen, daß die Gesetze des Landes, die den Juden sowohl wie den übrigen Einwohnern Schutz versprechen, in ihrer vollen Ausdehnung ausgeführt werden." (Wie gern wir die Hoffnungen des hochherigen Sir Moses theilen möchten, brauchen wir nicht zu versichern. Sehen wir aber auf die uns zukommenden Berichte und vergleichen wir die Thatsachen mit den Auslassungen in den obigen Briefen, so können wir diese Hoffnungen nicht theilen. Auch wir bezweifeln die humane Gesinnung des Fürsten Carl keinen Au- R. Jose erzählte: Einst begab sich mein Vater Chalafta zu R. Gamliel dem Großen nach Tiberias, und traf ihn am Tische des Johanan Nasuf sitzen und die Uebersetzung des Buches Jjob lesen. Mein Vater sagte zu ihm: „Ich erinnere mich, daß dein Großvater Rabban Gamliel auf der Anhöhe des Tempelberges geweilt, der, als man ihm die Uebersetzung des BuchesJjob gebracht, ausrief: Lebonai! und sie unter die Mauersteine versenkte." Auch er verbarg sie auf Geheiß meines Vaters. Diese Uebersetzung wird hier zwar Targum genannt, welche Bezeichnung meist für's Chaldäische gebräuchlich ist; allein Chaldäisch und Samaritanisch sind so vergenblick. Aber die gemißhandelten Juden in Jassy und die ertränkten in Galacz sprechen zu laut, als daß wir eine Beruhigung für die Zukunft aus dem oben gegebenen Urtheile über die jüngste Vergangenheit ziehen könnten. Ja, in einer Beziehung halten wir die obigen Schriftstücke bei der höchsten Achtung vor deren Abfassern sogar für nachtheilig, um ein mildes Wort zu brauchen. Wenn die, nicht blos von den Betheiligten, sondern von sämmtlichen Consuln der europäischen Mächte in Rumänien zur allgemeinen Kunde gebrachten Klagen für unbegründet, für bloße „vereinzelte Beunruhigungen" erklärt werden, so wird man in Zukunft dem Hülseruse Verfolgter, woher diese kommen, kein Vertrauen, keine Beachtung mehr schenken; damit wird jede Verwendung in Zukunft Wegfällen, und ein unermeßlicher Schaden angerichtet sein. Mögen diese Betrachtungen wohl erwogen werden! Redakt. d. A. Z. d. I.) Abhandlungen verschiedenen Inhalts. Ansichten der Rabbiner über samaritanische Schrift. Bon Dr. Jakob Frankel, Obere, von Ober-Mel. (Schluß.) Nach dieser Auslegung wird es begreiflich, wie der Ausruf '«3ab einen so tiefen Eindruck auf R. Gamliel hervorbringen konnte, daß er die erhaltene samaritanische Uebersetzung des Buches Jjob schnell in die Mauer verbarg. Schabbat 115". «a«a nwa 'or 'an na« i«as?3i ,mnaub 'ama bs'baa 'an bas« nbfno «nsbn “iao rrai “pm' bo lanbio baiar rnnw '08 niOT ib na« *ia «mp «im mann ar« nbs>?3 aa br» niaia» mniü ff'a« 'a« b«'bm ■pna na«i ,mann ot« noo rasb i«“arn ,rran nna vbs mat «in £)« .ffarnn rinn inr>pw!'«aab OtMl wandte Idiome, daß R. Gamliel nicht sofort merken konnte, in welchem Dialekte sie abgefaßt sei. Auch war sie wahrscheinlich in samaritanischeu Charakteren geschrie- 41* \ l 1 t

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