Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 31 (1867)
- Issue
- Heft 40 (1.10.1867)
- Date
- 1867-10-01
- Page
- Seite 802 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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802 Laut Punkt 9 des Gesetzentwurfes über eine neue Proceßordnung (welche der Justizminister dem Reichstage bei seinem Zusammentritte vorlegen will) sollen tue aus dem ehelichen Verhältnisse entstehen könnenden Streitfragen, über die bisher geistliche Gerichte aburtheilten, — namentlich die Frage der Geburtslegitimität, die Gesuche streitiger Ehegenossen hinsichtlich des Unterhaltes der Kinder und die aus der Ehescheidung auftauchenden Vermögensausprüche — in den Rechtskreis der bürgerlichen Gerichte fallen; jedoch hinsichtlich der Processe bei gemischten Ehen — insofern sie die Giltigkeit des ehelichen Bandes und sei es die zeitweilige Trennung oder die endgültige Scheidung betreffen — bleibt die Competenz der geistlichen Gerichtsbarkeit unberührt. Ob wohl dieser noch stark nach dem Concordate riechende Punkt die Gutheißung des Reichstages erlangen wird? Ich schließe mit der erfreulichen Nachricht, daß der Szikszöer Fanatiker R. Hillel einem Rufe nach Kolomea in Galizien gefolgt, und so Oberungarn von seiner, jeden zeitgemäßen Fortschritt hemmenden Gegenwart befreit ist. Sal. Blum. '21 »zeige n. Die Synagogen-Gemeinde zu Sorau N.-L. sucht, da die bisherigen Anmeldungen zu keinem Resultate führen konnten, zum sofortigen Antritte, oder zum!. Januar 1853, einen geprüften Religionslehrer, der auch Schächter und Vorbeter ist, womöglich verheirathet, bei einem festen Gehalt von' 250 Thlrn. und einen: Nebeneinkommen von etwa 100 Thlrn. Reslectirende wollen sich unter Beifügung ihrer Atteste bei dem Unterzeichneten Vorstande in portofreien Briefen melden. Persönliche Vorstellung wäre erwünscht. Jonas Herrschet. S. C. Levy. Davidt Badt. Die an der hies. Synagogen-Gemeinde vacante Stelle eines Cantors, welcher auch geprüfter Lehrer sein muß, ist noch unbesetzt. Das jährliche Einkommen beträgt 400 Thlr. Gehalt, freie Wohnung und circa 100 Thlr. Nebeueinkünste. Reflectanten wollen sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse baldigst beim Unterzeichneten Vorstand melden. Bewerber mit der Befähigung Predigten zu halten, werden bevorzugt. Reisekosten werden nur dem Gewählten erstattet. Schlawe i Pommern, 14. September 1807. Der Vorstand Joseph Loepert. Für die hiesige israelitische Gemeinde wird zu tosn unn ein Religionslehrer, Schächter und Vorbeter gesucht. Die Stelle trägt Ion Thlr. ein, bei freier Station. Gadebusch in Mecklbrg., September 1 867. S. Franck, Vorsteher. Die Synagogen-Gemeinde Bunztau beabsichtigt einen geprüften Religiynstebrer der zugleich Vorbeter, Schächter und verheirathet ist, per!. Januar 1868 mit einem jährlichen Gehalt von 350 Thlr., bei freier Wohnung und einem Nebeneinkommen von circa 150 Thlr. zu engagiren. Besondere Berücksichtigung würde denjenigen zu Theil werden, welche gleichzeitig die Befähigung haben, deutsche Vorträge Hallen zu können. Qualisicirte Bewerber wollen sich möglichst bald in portofreien Briefen unter Beifügung von Abschriften ihrer Zeugnisse melden bei dem Vorsitzenden der Vorstands-Commission. S. Sachs. Die Gemeinde Segeberg iHolstein > wünscht sogleich einen Religiouslehrer, Schochet und Chasan. Gehalt nach Uebereinkommen. Bewerber wollen ihre Gesuche nebst Abschrift ihrer Zeugnisse portofrei einsenden an den Geistlichen der isr. Gemeinden Wandsbeck und Segeberg, Dr. D. Hanover in Wandsbeck. KL" Die Lehrerstelle der israel. Gemeinde zu Schotten ^Großherzogth. Hessen) -ist Zu besetzen, und wollen sich unverheirathete tüchtige Reflectanten wegen des Nähern an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Jacob Kaufmann. Zum 1. Januar 1868 soll in hiesiger Gemeinde die Stelle eines Cantors und Religionslehrers besetzt werden. Das fixine Gehalt beträgt 500 Thlr jährlich ohne Nebeneinnahmen. Musikalisch gebildete Bewerber, welche gründlichen Unterricht im Hebräischen zu geben vermögen, wollen unter Einreichung ihrer Zeugnisse sich bald an den Unterzeichneten Vorstand wenden. Groß-Glogau, 1. Septbr. 1867. Der Synagogen - Gemeinde - Vorstand. Ein israel. Philologe, welcher der lateinischen und griechischen Sprache mächtig ist, fertig franz. und engl, spricht, sowie in den Schulfächern gründlichen Unterricht ertheilt, sucht zum nächsten Januar eine gute Hauslehrerstelle. Franco-Offerten richte man gef. an die Expedition dieser Zeitung unter Chiffre 0. 45. Für ein Berliner Getreide-Commissionsgeschäft, welches Sonnabend geschlossen ist, wird ein Lehrling gesucht. Franco-Offerten sub R. 159 besorgt die Annoncen-Expedition von Rudolf Moste in Berlin.