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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1867-10-01 · Heft 40 (1.10.1867) · p. Seite 795

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
31 (1867)
Issue
Heft 40 (1.10.1867)
Date
1867-10-01
Page
Seite 795 (sequence 7)
Language
German
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795 Wochenblatte: „Magyar Izraelita“ erscheint nun auch eine orthodoxe Zeitschrift unter dern Titel: „Magyar zsidö“ «ungarischer Jude). Der Redakteur des neuen Blattes, Albert Farkas lFarkasch), bisher ebenfalls als Publizist thätig, betrachtet es als seine nunmehrige Aufgabe, die nahezu 300,000 (?) orthodoxen Juden Ungarns für die magyarischen (ungarischen) Ideen und Interessen zu gewinnen, zu welchem Bestreben er, seiner Angabe nach, von seinen Parteigenossen aufgefordert wurde. Der geistreiche und liebenswürdige „Jtzig Spitzig" l!)r. med. Ägai), dessen ungarisch - jüdischer Kalender im vorigen Jahre binnen wenigen Wochen drei Auflagen erlebte, giebt nun Anfangs k. M. den 2. Jahrgang dieses seines witzigen und originellen „National- Buches" heraus. Sal. Blum. Zeitungsnachrichten. Deutschland. Berlin, 16. Sept. (Privatmitth., Das Juli-und Augustheft des „Ccntralblattes für die gesammte Unterrichtsverwaltung in Prenßen" enthält mancherlei für uns Interessantes. Zuerst eine Ministerialverfügung, welche bestätigt, daß zum Erwerb von Grundstücken durch die Synagogengemeinden es nur der Genehmigung der Regierungen bedarf. Dann Nr. 199: Berlin, den 19. Juli 1867. Auf den Bericht vom 2. d. M. erwiedere ich dem Königlichen Provinzial-Schul-Collegium, daß der Zulassung von Juden zu der Prüfung pro schola, sofern sie ihre Qualification vorschrittsmäßig Nachweisen, ein Bedenken nicht entgegensteht. Hiedurch erleiden aber die in Betreff der Anstellung von Juden im Ressort der Unterrichtsverwaltung bestehenden Bestünmungen keine Abänderung; insbesondere wird durch die Ablegung der in Rede stehenden Prüfling von Seiten jüdischer Examinanden die Berechtigung zur Anstellung als Lehrer an christlichen Schulen nicht erworben. Der Minister der geistlichen rc. Angelegenheiten. In Vertretung: Lehnert. An das Königliche Provinzial-Schul-Collegium zu N. U. 17320. (Bekanntlich sind nach der Ansicht des Herrn Ministers alle Schulen christlich, an denen-Direktor und Lehrer bis jetzt Christen waren!) Dann 260: Berlin, den 14. Juni 1867. Der Ober-Präsident von Möller zu Cassel hat darauf angetragen, daß die Begünstigung, der Militairpflicht durch eine sechswöchentliche Dienstleistung bei einem Infanterie - Regiment« zu genügen, auch den Zöglingen des israelitischen Schullehrer-Seminars in Cassel zngestanden werde, welche durch die Königliche Prüfungs-Commission mit einem Befähigungs-Zeugnisse versehen werden. Das genannte Seminar ist mit Genehmigung der Landcs-Regierung von der Judenschaft der vormaligen Provinz Niederhessen zur Ausbildung israelitischer Elementarlehrer dauernd begründet. Es hat zwar den Charakter einer Privat-Lehranstalt, steht aber unter Aufsicht und Leitung der Staatsbehörde, und die letztere hat zur Prüfung der in der Anstalt ausgebildeten Abiturienten eine Prüfungs-Commission ernannt, welche nach denselben Grundsätzen zu verfahren hat, die bei den Abiturienten-Prüfungen der vom Staat begründeten Seminarien zur Anwendung kommen. Hiernach steht drcse Anstalt unter wesentlich gleichen Verhältnissen wie die jüdische Vereinsschule in Münster und wie die jüdische Lehrer-Bildungsanstalt in Berlin. Beiden ist für ihre Abiturienten die Bcgünstignug der sechswöchentlichen Dienstleistung zugestanden, der ersteren durch 8. 8 9fr. 2 Litt. c. der Militair - Ersatz - Instruction vom 9. Dezember 1858, der ketzeren durch Erlaß vom 12. October 1864. Der obige Antrag erscheint daher um so mehr gerechtfertigt, als die im vormaligen Kurfürstenthum Hessen bestehenden israelitischen Elementar-Volksschulen einen öffentlichen Charakter haben und in dieser Beziehung den christlichen Volksschulen gleichstehn. Das Königliche General-Commando und das Königliche Ober-Präsidium ersuchen wir ergebenst, nach dem mehrerwähnten Antrag das Erforderliche in Ihren beiderseitigen Ressorts veranlassen zu wollen. Der Kriegs-Minister. Der Minister des Innern. Endlich aus der Liste der Stiftungen heben wir hervor: 7. Der Geheime Commerzien-Rath I. W. Meyer zu Berlin hat dem Hülfsverein für jüdische Studirende daselbst ein Kapital von 200V Thlrn. mit der

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