Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 31 (1867)
- Issue
- Heft 38 (17.9.1867)
- Date
- 1867-09-17
- Page
- Seite 753 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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753 der angeführten pers. Sage von Takhmo urupis und Agromainyus mit der Salomo-Afchmodai-Sage, wie nicht minder Aesbma der Eheteufel heißt und br> Den Schluß bildet kusbyancta---b.ilitb^n''b>^» Der Anhang bringt außerdem noch manche Belehrung über decantamenta Sabb. 67 'idt iTr^nTS sowie S. 92 über Masal =* Fravashi der Perser und verwandt mit der Lehre von einem präexistirenden belebten und mit höhern Kräften versehenen Skierismus, welcher Das Prototyp für die stofflichen Wesen der irdischen Welt ist. Ebenso findet sich S. 97 eine sich empfehlende Erklärung über -"vara* Wir glauben durch das aus der Schrift mitgetheilte unseren Zweck erreicht zu haben, auf das ebenso belehrende wie interessante Büchelchen die Aufmerksamkeit des gebildeten Publikums zu lenken, zumal die Schrift sich auch durch Klarheit auszeichnet. Nur einen Lapsus lacalmi hätten wir noch zu merken, daß nämlich Bathcol mit unsichtbare Stimme übersetzt ist. In einem Nachtrage spricht sich der Verf. noch über eine diesen Gegenstand berührende Abhandlung des Herrn Schorr im 7. Band des hechaluz aus, und weist ihm, der in destructiver Tendenz die jüdische Lehre überhaupt mit dem Parsismus identisicirt, mit schlagenden Belegen Unkenntniß und Oberflächlichkeit nach. Dr. Landau. Paris, im Sept. Philosophie et religion von Ad. Franck, membre de rinsLitul, Professor au College de France. Paris 1867. Der unermüdliche Gelehrte Franck giebt uns wieder einen Band von fast 500 Seiten, welcher obwohl zerstreute Artikel enthaltend, doch ein schönes Ganze bildet. Was wir überhaupt bei den Werken unseres Autors bewundern, ist nicht nur das tiefe Eingehen in den Gegenstand, den er behandelt, denn das muß eigentlich der Weg jedes ernsten Gelehrten sein; wir bewundern hauptsächlich bei der Masse von Werken, die Franck uns liefert und die so verschiedenartige Themata behandeln, die klare Auseinandersetzung und die Eleganz des Ausdruckes. Man sagt gewöhnlich, daß alle Franzosen diese Eigenschaft besitzen, welches aber ein großer Ärrthum ist. „Ce qui n’esl pas clair, n’est pas francais“ müssen alle wohl wissen, aber damit ist noch nicht gesagt, daß die Auseinandersetzung des Gegenstandes in allen französischen Büchern logisch geordnet sei, und den Leser nicht ermüde. Poeta non fit, sed natus est. Wenn man correct schreiben lernen kann, was eigentlich schon viel für einen Schriftsteller ist, so kann die sublime Stylistik (wie die Italiener zu sagen pflegen) nicht gelehrt werden. Letzteres ist eine Gabe der Natur, mit der Franck so reichlich beschenkt wurde. Wir brauchten eigentlich diese Eigenschaften bei unserem Gelehrten kaum hervorzuheben, da competentere als wir es schon so oft gethan haben; vielleicht ist das Lob, das wir dem Style des Meisters zollen, unbescheiden von uns, da wir noch so wenig mit den Nüancen der französischen Sprache vertraut sind. Gehen wir zum Inhalte des Buches über, und sagen wir in aller Kürze was es enthält. S. 1—55 behandelt den Mysticismus bei den Griechen; dieser Artikel giebt uns eine klare Idee von der Philosophie Plotin's, wie er sie in den Enneaden niedergeschrieben. Autor macht uns kurz vertraut mit den Vorgängern Plotins in der alexandrinischen Schule. Wer weiß nicht, wie mühsam es wäre, Plotin durchzulesen, und wie ungewiß ist es, ob man alles klar auffassen könnte. Genannter Artikel giebt uns alles, was wir von Plotin wissen wollen. Franck, der den jüdischen Mysticismus in seinem Buche Ja Kabale“ lwovon eine zweite Ausgabe vorbereitet wird)*) so schön dargestellt, hat es eben so schön mit dem griechischen Mysticismus gethan. — Der zweite Artikel dieses Buches (S. 56—81) ist eine Originalstudie über den Mysticismus und die Alchemie. Paracelsus spielt hier die Hauptrolle, doch ist diese Branche des Mysticismus von seinem Beginne an hier behandelt. Im ersten Augenblicke würde man glauben, daß dieser Gegenstand das jüdische Gebiet gar nicht berührt. Jrrthum! Wenn der menschliche Geist Eines ist und in verschiedenen Individuen vertheilt, doch in einander greift, so ist dasselbe ver Fall mit den Hirngespinsten. Wenn die Alchimisten Gold machen wollen, so denken die Talmudisten ein dreijähriges Kalb in einem Momente zu erschaffen. Die Juden trieben ebenfalls Astrologie, schrieben Bücher über die Geheimnisse der Edelsteine, über den Stein der Weisen u. s. w., mit einem Worte, machten Gewebe von Hirngespinsten. Ist unsere Zeit frei davon? Man werfe einen Blick auf die Bücher der Chasidim oder auf den neuen Bibelcommentar des frankfurter Heiligen: Eine ausführliche Auseinandersetzung der Maimo- *) Wir hoffen, daß Herr Franck die Werke von Jellinek, Joel, Mises ff. bei der neuen Ausgabe nicht unbenutzt läßt. Redaktion.