Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 31 (1867)
- Issue
- Heft 38 (17.9.1867)
- Date
- 1867-09-17
- Page
- Seite 752 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Ben den Thron, bilden jeder ein besonders hypostasirtes göttliches Attribut: Mich, die Güte, Gabr. Macht, Or. Glanz, Raphael Provideuz, Nationalengel. Als Vertreter des Friedens ist Michael Hoherpriester, opfert auf dem Altäre Chag. 12'' u. a. O. und bringt die Seelen zu Gott empor. So geht Volnnnano den in dem Garoneiinma aufsteigenden Seelen entgegen und läßt sie am Friedensthrone sitzen. Gadriel^Graoslm Kraft, der Mächtige. Cr’s Hauptgegner sind Agroniainyus (böses Wesen) und Aeshma. Bon Mitternacht bis Sonnenaufgang bewacht er die Welt durch Schlaflosigkeit, ist Feind und Rächer des Lasters, guter Genius der Redlichen, in Unglücksfällen den Guten Vermittler wie Mithra und wie dieser Todenrichter. Es werden nun diese Eigenschaften genau an Gabriel nachgewiesen. Auch versieht Gabriel mit Mithra das Todtenrichteramt (eben wie Gr. mit Mithra). Gabriel und Sammael stehen unter Mittron's Aufsicht, wie bei den Persern Mithra der Höchste. Wie Cra. vollkommenes Wissen besitzt, so versteht Gabriel vor den übrigen Engeln alle Sprachen. Wie Craosho mit dem Feuer in Verbindung, so soll Gabriel aus Feuer bestehen. Bei dieser Gelegenheit zeigt uns der Berf. in der Parsenlehre von den verschiedenartigen Feuern die volle Uebereinstimmung mit Talm. Sanh. 38? — IJriei-^Oarono Licht, Glanz, Majestät, die auch den frommen Königen zugeschrieben wird. Wie Qareno wird auch der Schechina Erwähnung gethan. Er ist ein abstracter Begriff. Raphael, Engel der Heilung, vgl. Tob. 6, 5. 7. Weil er Krankheit bannt, auch Suriel genannt. Mitatlron—Millrun ist der pers. Millira. Was Milhra den oeeidentalischen, ist Miiiron den jüd. Cabbalisten. Millira, der Vermittler zwischen dem anfanglosen Lichte und der anfanglosen Fiusterniß, im menschlichen Leben Mittler, eine furchtbar rächende Gottheit, aber auch segenbringend. Er ist des Verkehrs Herr, Erhalter der Nicht-Trüger, Beaufsichtiger der Welt, die er uneingeschläfert beschirmt, die personificirte Allgegenwart und Allwissenheit Gottes; daher mit 1000 Augen und 1000 Ohren versehen. Ahura sagt: als ich M. geschaffen, habe ich ihn geschaffen, so groß anzubeten wie mich selbst. Mithra mit Craosho und Rashnu Todtenrichter-Collegium. So wie nun sachlich, so liegt auch sprachlich nahe, daß Miilira was der Verf. ganz plausibel macht. Man denke an 12-1 2-22 vzz, an 2bi^n -in, an den Ausdruck in Chagiga 15. Er ist wie Miihra Bewahrer der Gesetze, daher der Lehrer Mosis. Synhedr. 2, 94. Der Verf. hält Sagsagd für ein Epitheton des Milli ron und macht hierdurch klar, daß in der Erzählung vom Tode Mosis Sagsagd genannt und Miuron vermißt wird. Sandalfon leitet der Verf. von 2 Pehlvi-Substantiven ab, welche den Herrn der Höhe, der Ausdehnung bezeichnen, wie es denn von ihm heißt, daß er auf der Erde steht und bis an die Chajoi reicht, und die andern Engel einen 5 00 Jahr-Weg überragt. Scharfsinnig erkürt der Verf. (*0 Ardvicura (A) Hediyao, was die Bedeutung giebt: der Wasser von oben herab strömen und von unten herauf quillen läßt, Joma 21. Raschi. Eine Erklärung giebt der Verf. hierbei über den Vergleich des mit einem Kalbe, der auf einem quid pro quo beruht. Im dritten Capitel endlich wird die Dämonologie behandelt: Differenz und Berührungspunkte zwischen der pars, und jüd. Dämonologie, wobei die Schedimlehre weit besser als die der Daevas der Perser wegkommt; wiederum im Monotheismus begründet. In so fern aber der Monotheismus nicht berührt, gleicht die jüd. Dämonol. ganz der persischen. Haupt der Daevas Agromainyus und sein Begleiter Aeslima. Auch die Schedim stehen unter A8chmadai und Satan Samad. Wie die Daevas, so die Schedim unzählige; auch ihr Aufenhalt gleicher Art. Der 2-in ■p? ---der pers.„Agha doithra.“ Ebenso gleichartig sind die Vorsichtsmaßregeln gegen die Schedim mit denen der Perser gegen die Daeva. Auch für und rrbnn findet sich genau entspre-! chendes im Persischen. Männliche und weibliche Daevas, auch Halbdaevas; dasselbe findet sich bei den Schedim. Das 4. Capitel endlich zeigt die Identität des Agromainyus (böses Wesen) und Satan-Samad, und giebt zugleich Aufschluß über die Rolle, welche die Schlange im Persischen spielt, und ihr Berbältniß zu Agrom. entsprechend dem "*r./3“»pr; cn: und Satan-Samad. Tie Beschreibung und die Erzählung von Agrom. und Sa-1 tan decken sich fast; wenn man nun vollends vergleicht,! was die Kabbalisten von der zn: erzählen, so findet man es Zug für Zug in pers. Sage. Nicht minder treffend ist des Berf. Vergleich des Aeshma mit ^iXN72M. Aeshnia, der heftig suchende be-I gehrliche Geist im Verein mit Agrom., so Asdnnadai mit j Samad. Der Berf. verbindet damit "pi tu* 11 I Aeshma, indem der Verf. das für eine bedeutungslose Endung hält. Höchst frappant ist die Aehnlichloit!