Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 31 (1867)
- Issue
- Heft 37 (10.9.1867)
- Date
- 1867-09-10
- Page
- Seite 733 (sequence 5)
- Language
- German
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m guten, wohlweisen Könige benannt, wie die Erzengel nscon ■'5a> Tie Am.-rpeni. umgeben als Rath den Lichtthron Gottes, wie die Engel im Hiob I, 6; 2, I. Freilich ist dort, könnte man entgegnen, nur im Allgemeinen von 'brrn ':a, nicht von Erzengeln die Rede. Ferner hat hier der Verf. irrthümlich Targ. Jon. zu Gen. I I, 7 citirt, indem dort nicht von 7 < Erzengeln), sondern von 70 Engeln die Rede ist ■pya®, wie auch deutlich aus der Erklärung daselbst hervorgeht: entsprechend den 70 Völkern und Zungen, und beweist diese Stelle zugleich, daß ■>m,p nicht gerade auf hervorragende Erzengel bezogen werden muß. Nach diesen allgemeinen Andeutungen geht der Verf. auf die talmubische Zeit über, weist den Einstuß der Perser auf die jüdische Lehre (namentlich Agadal nach, so weit dies der Monotheismus zuließ, während er einen solchen aus die Halacha nur in sehr geringem Maße zugiebt. Doch scheint das sn des Samuel auf die Rechtslehre von nicht geringem Einflüsse, wie nicht minder die npm ';® u. a. Wenn der Verf. die Meinungsverschiedenheit von Samuel und Rab, ob man von einem Mazier lernen darf (Sabb. 68), in Verbindung mit ihrer resp. Abneigung und Zuneigung zu den Neupersern bringt, so scheint er uns zu irren. Diese hängt lediglich davon ab, ob ein Magier als iv»>n angesehen und niiinb nns bas auf ihn angewendet wird, oder ob er als rpMa gilt, von dem man unter allen Umständen nicht lernen darf. Es folgt nun eine genaue Vergleichung der Engellehre und der Dämonologie im Talmud mit dem Parsismus, wie er zur Zeit der Amoraim (226—500) unter der Herrschaft des Neu-Perserthums sich entwickelte. Hierbei begegnen wir mancher schönen Erläuterung z. B. tu-iE) der persisch. Fargard Abschneidendes, Abschnitt, Scheidewand; ferner die Erklärung des Midrasch, daß Gott die Engel nicht am ersten Tage erschaffen, damit man nicht sage: bN'^aai -,s«73 nnra zur Widerlegung der Perser, nach deren Sage Vohumano dem Ormuzd bei der Schöpfung behülflich war. — Der Ausdruck n“i®n ■oxb» entsprach ganz dem pers. jazaias= Izeds, opferwürdig, so wie denn auch mti: vom Opferdienst gebraucht wird. Nur mit dem Unterschiede, daß den Izeds geopfert wird, während die '-non 'sb:: Gott Opfer bringen, welcher Unterschied im Monotheismus begründet ist. Sie tragen die Opfer und Gebete in den Himmel. Auffallende Aehnlichkeit zeigen die nach dem Talmud die Menschen begleitenden Engel mit der pars. Mythologie. Die im Midrasch erwähnten Schutzengel gleichen den Fravaschis, Fervers der Perser. So werden auch Exod. Rabba 30 die «r"n» Prototype der Menschen genannt, wie bei den Parsen die Fravaschis Urbilder der Menschen. Die Zahl der ®"n?a wie die der Fravaschis ist übermäßig groß. Der Verf. geht nun zu einer speciellen Vergleichung der 7 a"n® mit den 7 Amesha-ijpenias über. (Cap. 2.) (Schluß folgt.> Münster im Sept. Selbstanzeige: l)r. Hechts fnat •’is® 2. verb. Ausl. von A. Treu. — Hechts „Liederbuch für isr. Schulen" hat sich bewährt. In der 2.Aufl. haben mehre Liedertexte zur Hebung des Wohllautes Veränderungen erfahren, überladene Liedergattungen sind reduzirt, dafür beliebte Schullieder ausgenommen, und hat der Herausgeber der 2. Aufl. eine mäßige Anzahl Lieder selbst hinzugedichtet, wie: Winterfreud', Chanukahlicht (der Chanukahbaum ist ausgefallen«, Schehechijanu, Matobu re. — Von der Vermehrung von Liedern für das synagogale Leben ist Abstand genommen, da diesem Zwecke das Liederbuch des Herausgebers dieser Zeitung in entsprechendster Weise genügt. — Den melodischen Theil des Hechtschen Liederbuchs besorgte ein auf dem Gebiete der Musik, des Volks- und Schulliedes weithin anerkannter Componist, und so möge das Liederbuch des leider für die isr. Schule zu früh verstorbenen Hecht auch ferner bestens empfohlen bleiben. A. Treu. Zeitungsnachrichten. Deutschland. Berlin, 23. August. Es wurde gemeldet, daß, da der Wahltermin für die Reichstagswahlen auf einen Sonnabend angesetzt sei, um etwaigen Gewissensbedenken der jüdischen Bevölkerung zu begegnen, Verfügung getroffen sei, daß auf Anrufen der Vorstände der jüdischen Gemeinden die Stimmzettel an dem gedachteil Tage noch bis eine Stunde nach Sonnenuntergang entgegen genommen werden. Wie die „N. A. Z." jetzt hört, war das allerdings nur einseitige Bedenken angeregt worden, ob nicht etwa die Wähler jüdischen Glaubens durch die Anberaumung des Termins auf einen Sabbath sich in ihrem