Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 31 (1867)
- Issue
- Heft 37 (10.9.1867)
- Date
- 1867-09-10
- Page
- Seite 731 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Gefühle der reuigen Umkehr, der naiVn, so daß nbvn und NPNL selbstverständliche Theile derselben sind, wenn jene aufrichtig und ganz sein soll, und nur hinzugefügt werden, um die Menschen darauf aufmerksam zu machen, wann ihre naiBn eine vollständige wäre, und was zu ihr gehöre. Ueber den Begriff der nanan brauchen wir daher nur einfach an den ersten Paragraphen des ersten Abschnittes von naiwn niabn des Maimonides erinnern. Es wird darin ausgeführt, daß jede Sünde durch die nanon vergeben werde, und diese in der Rückkehr von der Sünde auf immer und in dem reuigen Bekenntniß vor Gott bestehe, indem er spricht, daß er diese und diese Sünde gethan, sie mit zerknirschtem Herzen bereue und sie niemals wieder begehen wolle. Je tiefer er sich hierin versenkt, desto näher tritt er der Versöhnung. Maimonides führt ferner'aus, daß auch zur Zeit des Opferkultus die Schuldigen durch Darbringung von Opfern, bevor sie nicht naiwn in obiger Weise gethan, keine Vergebung von Sünden erlangten, daß die Verbrecher, welche vom Gerichte zur Geißelung oder zum Tode verurtheilt worden, durch Erleidung dieser Strafen keine Sündenvergebung erlangten, wenn sie nicht ihrerseits Buße und Bekenntniß damit verbanden; ja, daß auch die Zurückerstattung des Gutes, um welches man einen Nebenmenschen geschädigt hat, ohne Bekenntniß und niemalige Wiederholung solcher Sünde die Vergebung nicht bewirke.*) «Fortsetzung folgt.) *) Da wir auf diese Stelle wieder zurückkommen mögen, und nicht Jedem die Jad hachs. zur Hand ist, geben wir hier den ganzen Paragraphen. nxa ba by ms *iay dk nisyn sb pa nwy z'n miraia nanon nwywa i-isaiaa •pn ynta -pa in» nns sin “pna bsn ■aeb mnwnb a^n isana aiwn Dnsan ns mrw dar W' "O m»s rs B'S lasnv “is^a niay rrrar» nr mvi »nnan nm N7 io? “nrs T'JDb ■’nyiBB vniy TStin vwn sds lais Pinna obiybi i«5»»a inwiai Tarn 'im “pi “ja ''ywyi naian bar bus inp'y inri N7 naib irrn ■'rs zar -narrva N7 nn nt z^ya ‘pisai nrnrrnnb by irr’naa^ip ^s^aaia rya rrravsr msun ibya mayuj ny oaaipa znb nsana ps piir by rs znaa« san “iffls minm “lasaiB onaa iri^r rnrrn'r naman mpba la^inai pt n’3 nwa 'a^ina ba zar •rr’by narwrr nayia iy sri^pba IS inn^aa znb isana ps by rzs iraa pnani yana bainn iai ininn niin^w ny isana irs rb a^n sinw na rb vbw'w •msn msrsrt baa nasaw vbryb nra nrwyba aiwr Literarischer Wochenbericht. Dresden, im August. Ueber die jüdische Angelologie und Dämonologie in ihrer Abhängigkeit vom Parsismus von vr. Alexander Cohut (jetzt Oberrabbiner in Stuhlweiße nburg), herausgegeben von der deutsch, morgen!. Gesellschaft, unter verantwortlicher Redaktion des Prof. vr. Brockhaus. Leipzig, 1866. In dieser Schrift, die bereits nach ihrem parsischen Theile von dem größten jetzt lebenden Parsisten, Prof. Spiegel in Erlangen, in den Heidelberger Jahrbüchern v. I. I86K lobend besprochen worden ist, begrüßen wir mit Freude eine mit vieler Belesenheit und gründlichem Urtheile geschriebene Abhandlung, welche wie der Titel besagt, die Parallele zwischen der jüdischen Angelologie und dem Parsismus, deren Zusammenhang bereits der Talmud in Allgemeinen bestätigt, bis in die kleinsten Details auf die schlagendste Weise darlegt. Es wird daher wohl nicht überflüssig sein, diese belehrende und überzeugende Schrift zu skizziren und einige Bemerkungen damit zu verbinden, um den Lesern dieser geschätzten Zeitung zu zeigen, was sie von deren Lectüre zu erwarten haben. Der Vers, versucht in den ersten 4 Paragraphen zu zeigen, wie in den vorexilischen Büchern von Engeln nur im Allgemeinen gesprochen wird, dagegen in den nachexilischen Büchern der h. Schrift erst von Engelschaaren, die den Thron Gottes' umgeben, von Engelfürsten, von Engelnamen die Rede ist. Hiernach soll sich denn ergeben, daß eine präcise, coucrete Engellehre erst durch persischen Einfluß sich geltend gemacht habe. In diesem Theile hätten wir Manches zu entgegnen und sind der Meinung, daß eine concrete Engellehre, wenn auch noch nicht in so großer Ausdehnung wie später, und die Kenntniß von Dämonen bereits lange vor dem Exil den Huden bekannt gewesen sein muß. Der Vers, beginnt damit, daß im Pentateuch wohl das Erscheinen von Engeln erwähnt wird, die aber bald mit Gott abwechseln. Das ist an sich richtig; nur paßt die citirte Stelle Genes. 2 t, 19 nicht, da hier der Engel, obgleich in der 1. Person, im Namen Gottes redet, wie das ja häufig auch bei den Propheten vorkommt, vgl. Richter 2,1. — Er behauptet S. 2, daß Engel, die eine bloß schützende Thätigkeit haben, in der Regel unsichtbar bleiben. Dagegen aber spricht Genes. 32, 2. 3. Die Stelle 37*