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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1867-08-06 · Heft 32 (6.8.1867) · p. Seite 645

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
31 (1867)
Issue
Heft 32 (6.8.1867)
Date
1867-08-06
Page
Seite 645 (sequence 17)
Language
German
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rfikalienxg sowie t u e Zeitung des Zudcnthums. Tabor. Preis an den cemplare FeuiUeton-Seilage z« Nr. 32. Leipzig, den 6. August 1867. und leicht chen Vertellen traganz begen Stile dieselben; und geg ist das u »ienfl r. Auch da« z okower" ist zu begliche Th. Beyer.» innen am Die Aufober statt, lbtheilung Ichrift in textes mit z Tosafotcunda. mkel. An die Jndifferenüsten. Deine Zukunft. Kennst Du nicht die schöne Frucht Ewig süß und kräftig? Hast Du einmal sie versucht, Bangst Du nach ihr heftig. Will ich nicht den süßen Kern, Zehr' ich von der Schale, Andernfalls bereit' ich gern Mir den Kern zum Mahle. Aber Du, dem Beides fehlt, Kannst Du das nicht fassen? Wenn Dich einst der Hunger quält, Stehst Du wie verlassen! A. Rosenbaum in Schöftland. Gallerte von Abgeordneten jüdischen Glaubens. 12. Dr. Adolf Fischhof. (Schluß., Als die Wahlen zum constituirenden Reichstage in Wien vorgenommen wurden, stellte ein Comitö des Sicherheitsausfchusses eine Candidatenliste auf. Doch wurden aus den Mitgliedern des Sicherheitsausschusses selbst nur Fischhof und Goldmark in zwei Vorstädten Wiens als Reichstagsabgeordnete gewählt. Mit Eröffnung des Reichstages sollte die Thätigkeit des Sicherheitsausschusses zu Ende sein, um so mehr, da sein Mandat „zur Wahrung der Volksrechte" in die Aufgabe des constituirenden Reichstages eingriff. Fischhof und Goldmark, welche bereits früher ihre Chargen und Stellen in der akademischen Legion niedergelegt hatten, wünschten ebenfalls die Auflösung des Sicherheitsausschusses, da derselbe sowohl mit dem neben ihm bestehenden Gemeindeausschusse, als mit dem Reichstage und der Regierung in bedrohliche Konflikte zu gerathen schien. Aber nach einer heftigen Debatte, welche hierüber im Ausschüsse gehalten ward, kam es nur zum Beschlüsse, daß der Ausschuß in einer Petition die Entscheidung über seine Auflösung dem Reichstage anheimgeben wolle. Fischhof legte die Präsidentenstelle im Ausschüsse nieder und nahm seinen Platz auf der Linken im Reichstage ein. Das Ministerium Dvbblhof war ernannt worden. Es sollte ein Programm nach demokratischen Grundsätzen gegeben werden, in welchem „die constitutionellvolksthümliche Monarchie" als Staatsform anerkannt wurde. Nach einer Krisis von drei Tagen hatten endlich die Herren vr. Bach, Hornbostel, v. Schwartzer die betreffenden Portefeuilles angenommen. Graf Latour und Finanzminister Krauß mußten als unerläßlich wegen ihres Ansehens bei Hofe, in der Armee und ihrer Detailkenntnisse beibchalten werden. Baron Wesfenberg übernahm endlich das Portefeuille des Aeußern. Nun war es dem Ministerium Dobblhof darum zu thun, sich eine kräftige Majorität in der Kammer zu sichern. Nachdem die erstern größeren Debatten wegen der Adresse an den Kaiser in Innsbruck vorüber waren und sich die einzelnen Kräfte der verschiedenen Parteien gemessen hatten, wurde Herrn Dr. Mayer, Deputaten von Brünn, das Unter-Staatssekretariat im Ministerium des Innern übertragen und vr. Fischer aus Salzburg, sowie vr. Fischhof, Deputirtem für Wien, Miuisterialrathsstellen in demselben Ministerium angeboten. Fischhof berieth lange mit seinen Freunden über Annehmen oder Ablehnen. Sein Ehrgeiz strebte nicht nach einer glänzenden Stellung, ebenso wenig wollte er seine Stimme als Volksvertreter einein Ministerium gefangen geben, dessen Zusammensetzung eine Erfüllung des gegebenen Programms fast unmöglich machte. Indessen bewogen ihn zwei patriotische Rücksichten zur Annahme. Die erste betraf das Ministerium selbst. Jeder Vernünftige mußte damals erkennnen, daß das Cabinet Dobblhof den Persönlichkeiten und Ansichten nach das Letzte sein konnte, welches den Wünschen der Liberalen entsprach. Mit dem Rücktritt desselben mußte die Reaction, mit der man schon damals den Grafen Stadion identificirtef, an's Ruder kommen. Fischhof sah es daher als seine Pflicht an, das

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