Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 31 (1867)
- Issue
- Heft 32 (6.8.1867)
- Date
- 1867-08-06
- Page
- Seite 641 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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aufhören werde, diese Wahrheit von seiner Kanzel zu predigen. Der Großrabbiner erwiederte: Daß die erste Pflicht des Judenthums die Nächstenliebe ist, ohne Unterschied weder der Nationalität noch der Religion, da wir Alle Kinder Eines Vaters sind, und daß dem Israeliten befohlen ist, mit allen Kräften nicht allein seine Glaubensgenossen, sondern auch den Fremden zu lieben und zu beschützen. Der Erzbischof fügte darauf hinzu: Gestatten Sie mir, Ehrwürden, Ihnen einen Beweis der brüderlichen Liebe zu geben, indem ich Ihnen meine schwachen Dienste für jede Gelegenheit, sei es persönlich, sei es für die Gemeinde, welche Sie vertreten, anbiete, und gestatten Sie mir gleichzeitig, mich Ihrer Einsicht und ihres Einflusses alle Mal, wo ich deren nöthig habe, zu bedienen, und dies ohne weitere Umstände, wie Brüder es thun. Wenn dies auch nur Förmlichkeiten sind, so ist doch die Eintracht zwischen den Geistlichen der verschiedenen Religionsparteien und Nationalitäten im Orient eine Bürgschaft für die Ruhe der Bevölkerung, und wir können daher unseren Glaubensgenossen zu diesem Vorgänge nur Glück wünschen. Anzeigen. Verlangt. Die Gemeinde „Schaar Haschomajim" von New-Nork, wünscht einen Rabbiner und Prediger von gemäßigten Reform-Principien auf nicht weniger als drei Jahre, mit einem Jahresgehalt von 2000 bis 3000 Dollars anfzunehmen. Derselbe muß ein anerkannt guter Talmudist und Redner sein, und in einer europäischen Universität promovirt haben. Applicanten mit gehörigen Zeugnissen versehen, wollen sich längstens bis zum 1. September e. an den Präsidenten der Gemeinde Herrn H. Eckstein Nr. 234 East 53 Street portofrei melden. Im Aufträge der Direction S. Lehmann Secr. p. t. Zu Michaelis d. I. sucht die Gemeinde zu Güstrow einen Prediger und Lehrer. Festes Gehalt 350 Thlr. bei freier Wohnung und nicht unbedeutenden Nebeneinkünften. Reflectanten wollen sich an Unterzeichneten wenden. Güstrow in Mecklbg., 1. August 1867. Simon Hirsch als Vorsteher. Bekanntmachung. Die Gemeinde Shaari Zedek in New-Iork wünscht einen Prediger anzustellen, der auch als Cantor fungiren kann. Geneigte Bewerber wollen daher Zeugnisse nebst Belegen über religiösen Lebenswandel an den Präsidenten der Gemeinde Herrn Ephraim Japha Nr. 103. Readestreet New-Uork sofort einsenden. Fixirt. Gehalt: Zweitausend Dollars jährlich und Nebeneinkünfte damit verbunden. Ritus: Minhag Polen. Reisekosten werden nur nach abgelegter Probe oder erfolgter Anstellung erstattet, und nur frankirte Briefe werden angenommen. Im Aufträge des Vorstandes S. Latz, Sekretair. Für die Gemeinde Altdamm bei Stettin wird zum I. October d. Ä. ein Schochat, und Lehrer, bei einem festen Gehalt von 130 Thlr. und Nebeneinkünften gesucht. Oualificirte Bewerber wollen sich unter Einreichung ihrer Atteste melden beim Vorstand _I. Hermann. Annonce. Zum 1. Sept. ». e. ist in hiesiger Gemeinde die Stelle eines geprüften Elementar- und Religionslehrers, welcher auch das Vorbeter-Amt vertreten muß, vacant. Gehalt 225 Thlr. bei freier Wohnung. Hierauf Reflectirende wollen sich baldigst unter Beifügung ihrer Zeugnisse frc. melden. Hattingen a/Ruhr, im Juli 1867. Der Vorstand Heinemann Hein. Die hiesige Synagogen-Gemeinde sucht für sofort und spätestens zum bevorstehenden zm einen unw, Lehrer und Borbeter nach rituellen Grundsätzen. Es wird ein anständiger Mann, der ein ehrlicher unia ist und dem es am Herzen liegt der ihm anvertrauten Jugend gründlichen Religionsunterricht zu ertheilen, gewünscht. Das Einkommen beträgt zwar nur circa 300 Thlr. jährlich, doch soll kein Opfer gescheut werden, wenn nur die Leistungen und die Führung des Anzustellenden zur Zufriedenheit der Gemeinde ausfallen. Reflectanten wollen sich in srankirten Briefen melden an den Synagogen-Vorstand zu Wollin in Pommern. In hiesiger Gemeinde wird zu Michaels e. die Religionslehrer-, Cantor- und Schächterstelle vacant. Gehalt 300 Thlr. x. a. fest, nebst freier Wohnung und Nebeneinkommen. Oualificirte Bewerber wollen sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse, über ihre Fähigkeiten resp. über ihre bisherige Amtsthätigkeit bei Unterzeichnetem Vorstand melden. Polzin im Juli 1867. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. F. Heidemann.