Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 31 (1867)
- Issue
- Heft 28 (9.7.1867)
- Date
- 1867-07-09
- Page
- Seite 552 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3224737-3226581-3226610--25123-3260611- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
552 genstand gesagt zu haben. Es ist uns nicht darum zu thun, eine weitere Polemik, hervorzurufen, sondern nur die Ansicht über diese Frage zu klarerm Bewußtsein zu bringen. Wir wissen uns hierin zu sehr mit der ungeheuren Mehrzahl unsrer Glaubensgenossen in Uebereinstimmung, als daß es eines Streitwechsels bedürfte. Spenden für die israelitische Bibeianstalt;ur Vollendung der Ausgabe mit größeren Typen.*) Bon I. L e v y, Vorsteher der Gemeinde zu A a ch e n, gesammelt: 33 Thlr. 7 Sgr. 6 Pfg. — Von Rechtsanwalt Metz in Petershagen 1 Thlr. — Gesammtsumme: 146 Thlr. 21 Sgr. Rechnungsabschluß des Instituts sur Förderung der israelitischen Literatur für dessen 12. Jahr, 1. Mai 1866 — 1. Mai 1867. Thlr. Sgr. Pfg. A. Einnahmen. 4674. 13. 6. B. Ausgaben: Defizit v. vorigen Jahre 231. 8. 2. Honorare, Subventionen, Correcturen . . . 1398.- Verwaltung . . . . 530.- Papier, Druck und Buchbinder . 1824. 8. — Versendung, Fracht, Diverses, Porti . . . 523. 13. — _4506. 29. 2. Ueberschuß 167. 14.4. Den Jahresabschluß richtig und fämmtliche Belege mit den Rechnungen übereinstimmend gefunden. Magdeburg, den 24. Juni 1867. Carl Friedeberg. M. S. Kaufmann. *) Siehe Nr. 22 S. 344 des vorigen Jahrgangs. Die Redaction. Literarischer Wochenbericht. Bonn, 27. Juni Die jüdische Tagespresse treibt immer neue Schößlinge, wobei wir nicht behaupten wollen, daß sie allesammt von Werth und lebenskräftig sind, jedenfalls aber beweisen sie, daß das Bedürfniß sich immer weiter verbreitet und vielfach gestaltet. Vor Kurzem erwähnten wir, daß in Warschau eine polnisch-jüdischdeutsche Wochenschrift mit hebräischer Quadratschrift erscheint, die einen guten Fortgang zu haben scheint. Eine ganz ähnliche, für dieselbe Volksklasse berechnete kommt jetzt in London heraus, wenigstens liegen uns zwei Nummern vor und zwar lithographirt: n°h Der Dialekt ist der bekannte Jargon, und wenn derartige Unternehmungen zum Zweck haben, ihr Publikum überhaupt an's Lesen zu gewöhnen und es in etwas mit dem bekannt zu machen, was in der Welt vorgeht, so kann man es nur billigen. Möge es ihnen nur nicht an Elementen fehlen, welche ihre Leser zu einem besseren und höheren Standpunkte allmälig zu erheben vermögen. Denn wenn es wahr ist, daß, um das Volk zu bilden, man sich zuerst feiner Sprache, Sitte, und Anschauung zuneigen muß, so kann es doch leicht kommen, daß man, um sich Eingang und Verbreitung zu schaffen, allzusehr den üblen Gewohnheiten schmeichelt, und diesen dadurch mehr Nahrung giebt, als sie allmälig zu beseitigen. — Außerdem liegt uns eine Probenummer vor: „Die Gegenwart. Eine Wochenschrift zur Förderung israelitischer Interessen. Redigirt von M. Kilönyi". Dieselbe erscheint in Pest und ist mit der in Berlin erscheinenden, gleichen Namens nicht zu verwechseln. Außerdem beginnt nach einiger Unterbrechung von Neuem zu erscheinen „Jüdischer Schulbote. Zeitschrift für isr. Lehrer und Schulfreunde." Redigirt von Nathan Fischer. Er erscheint in Sätoralja- Ujhely, und liegen uns Nr. 18—20 vor, welche sich in tüchtiger und gründlicher Weise über jüdische und allgemeine Schulgegenstände auslaffen. — Mit einer der letzten Nummern des kommt uns ein hebräisch geschriebener Prospektus zu, der das Erscheinen eines encyklopädischen Werkes über alle Zweige der Naturwissenschaften in hebräischer Sprache anzeigt und zum Abonnement auffordert. Das Unternehmen ist vom russischen Ministerium gebilligt und wird von der Gesellschaft zur Hebung der geistigen Interessen unter den russischen Juden und insbesondere von Herrn Horace Günzburg