Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1867-05-28 · Heft 22 (28.5.1867) · p. Seite 439

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
31 (1867)
Issue
Heft 22 (28.5.1867)
Date
1867-05-28
Page
Seite 439 (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/3224737-3226581-3226604--25000-3260482
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

439 emand I jungen f Schrifticht die I t will Nonien Dies wieder> Stein h nicht | n das I r tobt, j unten, nt für n mit n har n der hlafen schreibe gcachen, er ge- -affen, berall berall : wir rliche Proausdem t Abartige raels t ihr, weltabeir, , ein arten nter* chluß hreimten melt fen? Ihr rsür. ichts schöneres, als einer Reihe würdiger Genossen sich mit seinem Streben und seiner Kraft anzuschließen, und seinen Theil am dem großen Ganzen mitzuwirken. Aber hinzutreten, eine ganze Schaar der würdigsten Autoren, eine reiche, immerfort sich mehrende Literatur zu ignoriren, wahrscheinlich weil man sie — die Beweggründe lassen sich leicht errathen — gar nicht gelesen — und mm zu behaupten: Ich komme als Wecker, denn ihr schlaft, als Wiederbeleber, denn ihr seid tobt, als Retter, denn ihr wollt eben in die Tiefe stürzen: das ist doch zu närrisch. — Mag nun Herr Stein die Ehre seiner Glaubensgenossenschaft und die Würdigung des in ihr waltenden Lebens nicht so hoch stellen, um sie nicht als Piedestal für die eigene Person niederzutreten: mir ist jene so heilig, daß ich cs nicht über das Herz bringen konnte, mich mit einigen Worten darüber auszulassen, selbst auf die Gefahr hin, daß Sie und Andere die ganze Sache für viel zu unwichtig halten. Oesterreichischer Kaiserstaat. Wien, 12. Mai. Dem Vernehmen der M.-Pst. nach haben die Vertreter der Wiener israelitischen Cultusgemeinde dem Herrn Justizministcr eine Eingabe in Betreff der zeitgemäßen Modification des Judcneides persönlich überreicht und befürwortet, und wurden von dem Herrn Minister in sehr wohlwollender, entgegenkommender Weise empfangen. Es steht hienach in nicht unbegründeter Aussicht, daß das Ministerium selbst die Initiative zu der von der Wiener Advocatenkammer im Sinne der Unification einstimmig begutachteten Revision der betreffenden Paragraphe der Civiliproceßordnung noch vor der reichsräthlichen Behandlung der letzteren ergreifen werde. Nikolsburg im Mai. Kürzlich ist den israelitischen Lehrern sowohl, wie den Gemeinden und Rabbinern Mährens, ein Erlaß des Unterrichtsministeriums des Inhalts zugekommen, daß, nachdem die israelitischen Lehrer Mährens über 30 wöchentliche Unterrichtsstunden angesetzt haben, das Maximum der wöchentlichen Unterrichtszeit jedoch nur auf 24 Stunden sich belaufe, demnächst eine nicht von Lehrern allein, sondern auch von Rabbinern und Gemeindevorstehern abzuhaltende Conferenz vom Ministerium angeordnet werde, in welcher diese Angelegenheit zur Sprache gelangen soll. Diese Conferenz würde die Fortsetzung von früher begonnenen Berathungen bilden, in welchen seinerzeit auf Anregung des Herrn Moriz Eisler sDirectors der israelitischen Hauptschule zu Nikolsburgi über den Unterricht des Hebräischen, sowie über einen Verein zur Versorgung von Lehrer-Witwen und Waisen verhandelt wurde. Aus Ungarn, 8. Mai. sPrivatmitth.) Sie haben bereits von dem Memorandum berichtet, welches die Pester israel. Gemeinde dem Cultusminister über dessen Aufforderung überreichte, und worin die Nothwendigkeit der Einberufung einer allgemeinen Landesconferenz, woraus dann die Journale eine Landes - synode machten, nachgewiesen wurde. Der Pester Vorstand fand es auch für angemessen diese Eingabe den sämmtlichen Landgemeinden zur nachträglichen Begutachtung und Znstimmilng einzusenden. Wie man hört, haben sich sehr viele größere Gemeinden zu Gunsten der bisher gethanen Schritte ausgesprochen. Doch fehlt es nicht an Opposition und sogar im Schoße der Pester Gemeinde. Jedermann ist wohl der Ansicht daß eine Landesconferenz, hervorgegangen aus einer allgemeinen Wahl nach den Populationsverhältnissen, sehr heilsam und nützlich wäre. Doch der im Memorandum ausgesprochene Wunsch wegen Creirung einer Centralbehörde war jedenfalls zu sehr verfrüht, da dies wirklich heißt den Erisapfel, noch vor Beginne, in die Versammlung und in die Gemeinden zu werfen. Es ist dicß alles Aufgabe der Conferenz', und wozu also früher aus der Schule schwatzen! Ueberhaupt sagt das Memorandum zu viel und forderte dadurch gewaltsam die Opposition der sogenannten orthodoxen Gemeinden zum Kampfe heraus. Freilich, meinen viele nicht mit Unrecht, hätte man erst die befriedigende Lösung der Emanzipationsfrage abwarten mögen, um gleichsam erst den rechtlichen Boden zu gewinnen; aber jedenfalls ist es nicht staats - männisch, so unvorsichtig mit Klagen und Wünschen hervorzutreten. Der constitutionell gewählten Conferenz hätte man hierin die Initiative überlassen sollen, in nach und nach in unseren von Jahr zu Jahr stattfindenden Sessionen, bis der Gesammtbau vollendet, die richtigen Fragen auf's Tapet und Jur Lösung zu bringen. Vor Allem war bloß dringend geboten die sogenannte Schulfondsfrage, wovon die Creirung des Seminars re. re. mbhängt, in Anregung zu bringen, um die Rothwendigkeit einer Landesconferenz zu mv- 22*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.