Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 31 (1867)
- Issue
- Heft 13 (26.3.1867)
- Date
- 1867-03-26
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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pingen darum aus, weil nur dadurch der eventuellen Ueberbürdung der Gemeinde Jebenhausen bei Belassung desRabbinats in derselben nach der Lostrennung der Israeliten zu Göppingen rechtzeitig gesteuert werden kann, wofür denn auch die von der letztern aus ihrer Mitte gewählte Deputation in ihrer Majorität sich erklärte. Doch die bisher namhaft gemachten Entstellungen der Thalsachen und Verstöße gegen die Wahrheit, welche sich der erlaubt, können nicht befremden, aus dem Munde eines Mannes, der sich erdreistet gegen alles bessere Wissen die Lüge auszusprechen, „mit der Reform des Gottesdienstes in Jebenhausen sei der ba-ri^ bfcös abgeschafft worden," während es ihm wohl bekannt ist, daß die Stellen der altherkömmlichen Liturgie, in welchen die Hoffnung auf die nb^s und den b an irr bans zum Ausdrucke kommt, beibehalten worden und die Gemeinde Jebenhausen nach wie vor in der 7. Benediktion der mw in unveränderter Fassung derselben den bania"1 bam preiset. Es kann freilich nach Secharjah 8,19, wo die Herbeiführung der Erlösung von der Erfüllung des Gebotes Qibiv ruaa abhängig gemacht ist, diese in so lange nicht erscheinen, als es noch Leute, wie der “’don in Israel giebt, die die Wahrheit absichtlich entstellen. Die wollen freilich von solchen und andern „welterlösenden Ideen des Judenthums" nichts hören, die können sich höchstens damit befassen, die Verkünder derselben zu bespötteln. Schließlich sei dem tiek, der freilich kein Freund von Harmonie zu sein scheint, und dem wohl gar darum das in der Synagoge zu Jebenhausen aufgestellte Harmonium ein Dorn im Auge ist, gesagt, daß es mit dem von ihm prophezeiten Grabgesang für den Reformgottesdienst in dieser Gemeinde noch gute Weile hat. Der wurzelt bereits so tief in den Herzen ihrer Angehörigen, daß man mit Grunde zu der Hoffnung berechnet ist, dieselbe werde noch viele Jahre unter Saitenspiel und in Chören dem lebendigen, ein-einigen Gotte ihr Preis- und Loblied ertönen zu lassen. — Aus Würtemberg, 8. März 1867. (Privatmittheilung.) Aus Anlaß der dießjährigen Feier Ihres hohen Geburtsfestes haben S. Majestät König Karl von Würtemberg folgende Israeliten theils mit Orden, theils mit Ehrentiteln gnädigst bedacht. Den würtembergischen Konsul in Wien, Herrn Joseph Pfeiffer, Sohn des seligen Hofrath Marx Pfeiffer in Stuttgart mit dem Ritterkreuz des Friedrichsorden; den Regierungsaffessor bei der K. israelitischen Oberkirchenbehörde, Herrn RechtskonsulentDr. Isidor Jordan mit dem Titel und Range eines Regierungsrathes; den Hofbankprokuristen, Herrn AlbertKaulla, Sohn des seligen Oberkirchenvorsteher Salomon Maier Kaulla in Stuttgart mit dem Titel eines Hofrathes« Druö von I. B. Hirsch selb in Leipzig.