Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 31 (1867)
- Issue
- Heft 10 (5.3.1867)
- Date
- 1867-03-05
- Page
- Seite 193 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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193 Wie t dann rlustig rakterkerreich t recht diesem 5 und publitn ge- Zudenfallend i chaolnserer ng — ld ein o Zude ge- :se ert Re- Jahrxtutire n von lange, mmen egensndung Vermache. nicht er jül Veritigkeit achens „vom allein unbes nach Archen l vieltionsr unfelben rüngseitiger und nach mancher Richtung hin anregender Inhalt dürste bei aller Länge und Breite von den geehrten Lesern nicht für langweilig befunden werden. Möge es ihm! gelingen Andere zum Nachdenken uud — zum Handeln anzuregen. Der Einsender. Vom Dunajec, Ende Juni 1866. Difficile est satyram non scribere. Die Zeit bringt Rosen. Seitdem die Vertreter der galizischen Judenschaft auf der Arena der parlamentarischen Debatte für die Rechte ihrer Glaubensgenossen so mannhaft - wenn auch leider ohne Erfolg — gekämpft, scheint auch bei den religiösen Vertretern des galizischen Israels ein regeres Leben beginnen zu wollen. Dank der Protektion eines einflußreichen Mannes war es mir in jüngster Zeit vergönnt, in dem Sekretariat des Oberrabbiners zu Neu-Sandez von einem Pastoralschreiben, welches dieser heilige Mann an die ihm huldigenden Gemeinden Westgaliziens soeben erließ, eine Abschrift zu erhalten. In viesem Hirtenbriefe handelt cs sich um nichts Geringeres, als — um die Anbahnung der Einführung einer zeitgemäßen Reform. Wie? der Sandezer Rebbe, der wegen seiner großen Heiligkeit und Wunderthätigkeit so Hochberühmte und Geehrfürchtete, zu dem Hunderte und Tausende wallfahrten, dieser soll Reformeinführungen anbahnen wollen? Ja, lieber Leser! tempora mutantur aosque in illis; zu Deutsch: wenn man alt wird, erlebt man gar Vieles. Höre also und staune. Wie bekannt, hat sich seit einer Reihe von Jahren eine exotische Gattung von Hühnern — gewöhnlich Cochin-China- Hühner genannt — in Europa eingebürgert, und werden diese Hühner allenthalben gezüchtet und in der Küche als nähr- und schmackhaft verwendet. Auch in orthodox-jüdischen Küchen unter fast allen Längen- und Breitengraden der Diaspora finden diese Hühner gastliche Aufnahme, da ihre Species auch von den Juden in Palästina zu den reinen, d. h. genießbaren gezählt wird. Nun ist, Gott sei Dank! „Juda und Israel noch nicht verwittwet" von wahrhaft großen und frommen Männern, die um das Seelenheil ihrer Glaubensgenossen mehr als um ihr leibliches Gedeihen besorgt sind. Mit solchen Männern ist besonders Galizien reichlich gesegnet. Da ist im Nordosten, hart an der russischen Grenze, ein Mann, Namens Salomon Kluger, der als tüchtiger Steuerer und meisterhafter Schwimmer auf der weiten Fläche des Talmud-Ozeans feines Gleichen sucht und als solcher den Talmudbeflissencn von Nah und Fern bekannt ist.*) Im Westen Galiziens, in Krakau residirt der Rabbiner Simon Schreiber, der es zwar — wie Sachverständige behaupten — in der Schwimmkunst auf dem Meeresspiegel des Talmud nicht weit gebracht hat, weil er zu beleibt und bequemlichkeitsliebend ist, aber als Erbe eines großen Namens und als Rabbiner einer großen, altehrwürdigen Gemeinde in Galizien nichtsdestoweniger zu den Größten der Großen unter den Geonim gezählt wird, was besonders der Fall ist, seitdem es ihm vor Jahren gelungen ist, durch sein eben so energisches wie kluges — leider vergebliches — Ankämpfen gegen die Crinolinen, die Aufmerksamkeit auch anderer Gemeinden auf seine Pastorale Leistungsfähigkeit zu lenken. Diese zwei großen Lichter am Firmamente der galizischen 'Judenschaft sinken aber zu blassen Monden herab, verglichen mit dem großen Heiligen an der südwestlichen Grenze Galiziens, der am Fuße der Karpathen , zu Neu-Sandez über den frommgläubigen Schafen den Hirtenstab schwingend, allgemein unter dem Namen „der Ganzer" bekannt ist, und wie die *) Zur Kennzeichnung dieses Talmid Chachams dürfte folgende Blumenlese, aus einem Briefe, den er vor >6 Jahren geschrieben und dessen anonyme Veröffentlichung wir dem geistreichen und gelehrten Herausgeber des Hechaluz verdanken, sehr geeignet sein. An einer Stelle in jenem Briefe, wo von den neuen Verhältnissen die Rede ist, die in Folge der Emanzipation der Juden eingetreten sind, heißt es: amanpn Q'a'a nun -jn n:n '3 fn nvnb v'ms'a£:»an rrna sinn: am bKn©-1 n’ä C’nsn baa; ferner: ny-pn nbnnna rrm nann by m»a \npyat .... ■pmDm'Na nnm za baa npnb “irrr p©n aannn nyai . . . ©©a yn i»-a© mn,'©n a’naa ©p© b»n©"> rca fn run a’ins naa inii iNiai . ©eaa ©»©a ra© bfynb nnsn 'iw bars« namb©-) a©iaa raaai nta ©ns© ö'-ian 'in ^annaa ra© bbnb anir vaanb n»-: nr baa ... zw© n©ya »ln© ■jo© n©ra »in n'ösnn n©yaban mna na■ tb... So dachte und denkt dieser Mann über Emanzipation, in seinem hebräischen Kauderwelsch ■pmca::»© genannt; hören wir nun ein Pröbchen seiner biblischen Exegese: ay in na»© ai’ba "nan n:n p n:m rvrnb o^a^nx b»n©-n ,a©nn' »b anaai pa©’ mab T'nsb a©nn' »b nnaai , aaxy ©aa bnaiai-na ,a©sn ay ziawnb nby »b aai anan pa a'ai©n ar.ffia b»n©i mbya r»a 'ai ,m» uaffla anb nrnb — . nayb pan©a apy noy nsa ■’a ©n nayb pari 10