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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1864-12-13 · Heft 51 (13.12.1864) · p. Seite 799

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
28 (1864)
Issue
Heft 51 (13.12.1864)
Date
1864-12-13
Page
Seite 799 (sequence 11)
Language
German
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799 gegenwärtigen Mayors, die bis dahin gebräuchlichen Ersatzwahlen, die Schwierigkeiten des Amtes und die Menge der Berufsgeschäfte in einer großen und immer mehr aufblühenden Handelsstadt. Er fuhr fort: Im I. 1839, vor 25 Jahren, sei Mr. Semon nach Bradford gekommen. Nach einem Bierteljahrhundert bedarf es keiner Zeugnisse mehr für die Eigenschaften seines Geistes unv Herzens. Er war stets bereit zu jedem guten Werke und die allgemeinste von unseren Institutionen, das bradforder Krankenhaus, hat er ganz besonders unterstützt. Sie wissen, welche Dienste er im vergangenen Jahre als Vorsitzender des „Walch" Counts und als stellvertretender Mayor geleistet hat. Es unterliegt daher keinem Zweifel, daß wir durch seine Wahl nicht nur den rechten Mann auf den rechten Platz stellen, sondern daß wir auch die rechte Thal zu rechter Zeit thun (wiederholter Beifall). Er beantrage daher die Wahl des Charles Semon Esq. zum Mayor für das nächste Jahr oder so lange weiter hinaus, bis ein Nachfolger für ihn gewählt würde. Mr. Pollard unterstützt den Antrag: Er habe das Glück, Hrn. Semon seit dessen Ankunft in Bradford zu kennen, er habe sein öffentliches Leben beobachtet und er könne, wenn es dessen noch bedürfe, demselben das Zeugniß geben, daß er stets durch Rechtschaffenheit und Wohlwollen sich ausgezeichnet. Er habe als Ausländer hauptsächlich mit dazu beigetragen, Bradford in kaufmännischer Beziehung den Aufschwung zu geben, dessen es sich jetzt erfreue. Er sei überzeugt, daß es Gemeinderath und Bürgerschaft zur Befriedigung gereichen werde, Herrn Semon's Verdienste um das Gemeindewohl dadurch anzuerkennen, daß man ihn zur höchsten städtischen Würde wähle, und er sei ebenso überzeugt, daß Herr Semon die Pflichten des Amtes zur Zufriedenheit des Gemeinderathes erfüllen werde. In seiner bisherigen öffentlichen Thätigkeit habe Herr Semon eine sich stets gleichbleibende Urbanität, große Zuvorkommenheit und ausgezeichneten Tact in Handhabung der Geschäfte bewiesen, und diese Eigenschaften feien ihm Bürge dafür, daß er auch sein neues Amt mit derselben Geschicklichkeit und demselben Tacte, wie nur je einer seiner Vorgänger, ausfüllen werde. Ein einziger Einwurs gegen seine Wahl sei ihm zu Ohren gekommen: Semon gehöre der Geburt nach weder dieser Stadt noch diesem Lande an. Das erscheine ihm (Pollard) eher eine Empfehlung zu seinen Gunsten. Seit vielen Jahren sei Herr Semon naturalisirt, die Königin habe ihm das Naturalisatious-Patent ertheilt und er sei ein so loyaler Unterthan Jh. Maj. gewesen, wie nur irgend ein Mitglied dieser Corporation. (Beifall). Außerdem habe Jh. Maj. seine Stellung und seine Befähigung, der Commune zu dienen, dadurch anerkannt, daß sie ihn zum Mitgliede des Friedensgerichts ernannt habe. Endlich habe er schon seit längerer Zeit seinen Platz auf den Bänken des Magistrats eingenommen." „Herr Semon wurde darauf einstimmig gewählt und nachdem er die Wahl anzunehmen erklärt hatte und zugleich mit der Amtskette bekleidet worden war, sagte er: Sie haben durch Ihre Wahl mich zur höchsten Würde berufen, die ein Mitbürger dem anderen verleihen kann und aus welche ein jeder mit Recht stolz sein darf, weil es kein besseres Zeichen der Achtung gibt von seiten derjenigen, die er selbst werthschätzt und mit denen er jahrelang in tägliche Berührung gekommen ist. Sie haben zu gleicher Zeit einen ausgezeichneten Beweis von Ihrer Achtung und Werthschätzung derjenigen gegeben, die gleich mir aus weiter Fremde hergekommen sind, um unter Ihnen zu leben (Beifall) und ich bin umsomehr dankbar dafür, daß Sie gerade mich unter Ihnen ausgezeichnet haben. M. H.! Große Ehrenstellen sind gemeiniglich mit großen Verantwortlichkeiten verbunden (Beifall) und dies ist vorzugsweise der Fall in dem Amte, das ich jetzt in dieser wichtigen und im Aufschwung begriffenen Stadt bekleide. Ich will es nicht verhehlen, daß ich mit einiger Zaghaftigkeit die Pflichten des Amtes übernehme, zumal, wenn ich bedenke, daß ich der Nachfolger eines Mannes von der Geschicklichkeit und der Erfahrung meines Vorgängers bin. Allein ich vertraue aus die herzliche Unterstützung des Gemeinderaths in der Ausübung meiner Pflichten, welche ich nach meinen besten Kräften zu erfüllen ernstlich bestrebt sein werde. (Beifall)." London, im November. Wie bekannt, beabsichtigt man hier zum Gedächtniß der Lady Judith Montefiore eine Alterversorgungs-Anstalt zu errichten. Nach den letzten Berichten des Comitss belaufen sich bereits die Sammlungen auf mehr als 40,000 Thlr. Doch will es die Ausführung des Planes nicht beginnen, bevor nicht eine Summe von 70,000 Thlr. Fond erreicht ist. Türkei. Konstantinopel, im November. Der „Courrier d’Orieni“ berichtet folgenden Vorgang aus den letzten 51**

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