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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1864-12-13 · Heft 51 (13.12.1864) · p. Seite 794

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
28 (1864)
Issue
Heft 51 (13.12.1864)
Date
1864-12-13
Page
Seite 794 (sequence 6)
Language
German
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794 Zweck, den Lebens- und Entwickelungsgang Frankl's in seinen äußeren Momenten zu schildern und eine genaue Aufzählung seiner literarischen Erzeugnisse zu geben, thut dies aber mit würdiger Pietät und Sorgfalt, so daß wir hier eine treffliche Materialiensammlung für diesen Gegenstand haben. — Verstag omtrent de Inrigting voor Doofstommen — Onderwiss te Rotterdam, over bet Jaar 1862— 1863. Te Rotterdam, bij M. Wijt & Zonen. Wir haben in d. Bl. über die Taubstummenanstalt zu Rotterdam und den großen Flor, dessen sich diese Anstalt zu erfreuen hat, mehrmals berichtet. Denn abgesehen davon, daß wohl jedes Menschenherz einer solchen Anstalt die innigste Theilnahme widmet, hat das vorgedachte Institut für uns das besondere Interesse, daß in demselben nicht allein in echt holländischer Weise sämmtliche Glaubensbekenntnisse vereinigt und für den religiösen Unterricht jeder Confession aufmerksam gesorgt ist, sondern auch der Director und Hauptlehrer, Herr Dr. Hirsch, ein Israelit ist. Der vorliegende Rechenschaftsbericht aus dem Schuljahre 1862—1863 enthält Ansprachen der Vorsitzenden des Comitüs und des Hauptlehrers bei der Einweihung des neuen Schullocals am 6. October 1862 und der öffentlichen Prüfung am 23. Juli 1863 sowie einen ausführlichen Bericht über die Verhältnisse der Anstalt in dem gedachten Jahre. Die Anstalt existirt seit 1852 und hat seitdem zum dritten Male ein neues Local beziehen müssen, weil die früheren für die wachsende Zahl der Zöglinge nicht mehr ausreichten. Das neue Local ist nach den beigefügten Ansichten und Plänen großartig und nach allen Anforderungen hin vortrefflich. Das gedachte Schuljahr begann mit 72 Zöglingen, wozu 15 neue kamen. Unter diesen 87 sind alle Confessionen vertreten, die israelitische durch 13 Zöglinge. Einige Zöglinge sind aus England, Belgien und Java. Im Jahre 1862 gebrauchte die Anstalt über 40,000 fl., von denen freilich an 27,000 für die Schullocale verwendet wurden. Die Einnahmen betrugen über 44,000 fl., von denen aber 25,000 hypothekarisch ausgenommen waren. Was Unterricht und Methode betrifft, finden sich in dieser Schrift interessante Bemerkungen. Möge diese Anstalt dem von ihr erstrebten Ziele, „ihre Zöglinge der Sprache und dem Gehöre der übrigen Menschen so nahe wie möglich zu bringen", immer entschiedener sich annähern. — m ■»m ^bo yy “vwa mDDm „Sifr6 debd Raab, älteste halachische und haggadische Midrasch zu Numeri und Deuteronomium. Nach Druckwerken und Handschriften herausgegeben, mit kritischen Noten, Erklärungen, Jndices und einer ausführlichen Einleitung versehen von M. Friedmann, Bibliothekar und Lector am Bet ha-Midrasch in Wien. Erster Theil: Text, Noten und Erklärungen enthaltend. Wien, 1864." Nach dem bedeutenden Werthe dieses Midrasch mißt sich auch das Verdienst des Herausgebers und Commentators ab und ist dadurch die Midraschliteratur um ein werthvolles Werk und die Zugänglichkeit zu ihm vermehrt worden. Die Correctheit des Abdruckes läßt nichts zu wünschen übrig. Der Commentar weist überall auf die Talmudim, die anderen Midraschim und Targumim hin und erläutert die schwierigen Stellen in gedrängter Weise. Nach dem Erscheinen des 2. Theiles werden wir eine ausführlichere Besprechung noch folgen lassen. Folgende zwei Werke sollen in nächster Zeit ausführlich besprochen werden: „Das Judenthum und seine Geschichte. In zwölf Vorlesungen. Von Rabbiner Dr. A. Geiger. Breslau, 1864." „Anaxagoras und die Israeliten. Von Director A. Gladisch. Leipzig, 1864." Dziatoszyee, im November. Zur Recension über MoTse et le Talmud, wo Sie mit Ihrer ehernen Kritik die Chimären des Herrn A. Weill so drastisch angegriffen und vernichtet haben, wofür ein jeder wahrhaft Religiöse Ihnen nicht genug Dank weiß, erlauben Sie Schreiber dieses auch sein Schärflein beizutragen. Die Meinung obbesagten Verfassers, daß das Jom- Kippurfest niemals während des Lebens Mosis gefeiert wurde, widerlegten Sie in Nr. 34 mit den Worten: aber wird denn außer dem Pessach der Feier der anderen Feste bei Mosis Lebzeiten gedacht? Die Nichtigkeit der Behauptung Weill's könnte aber auch dadurch evident bewiesen werden, da nicht allein, daß das Gebot der Versöhnungstagsgebräuche — wie aus 3 B. Mos. XVI ersichtlich — ausdrücklich auf Aron Bezug nimmt, so: /pna yzüi ,*pn« pn ,psi« npm plna N21 (ibid. v. 6. 8. 21. 23.), sondern es wurden diese auch bei Lebzeiten Mosis wirklich durch Aron ausgeübt. Es sagt dies der letzte Vers des citirten Capitels. Dort heißt es nämlich: •sro» rN mas wn 'is nrnm Schließlich noch die Bemerkung, daß das Fest schon zur ersten Zeit, gleich nach der Priestereinweihung und dem Tode der beiden Söhne Aron's gefeiert werden mußte, und zwar wegen der äußerst wichtigen Vorschriften dieser Feier, daß nur an diesem Tage dem Hohen-

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