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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1864-08-16 · Heft 34 (16.8.1864) · p. Seite 532

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
28 (1864)
Issue
Heft 34 (16.8.1864)
Date
1864-08-16
Page
Seite 532 (sequence 10)
Language
German
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die Arbeiter M Werke -zu überraschen. Herr Direktor Lederer kasti mit ruft Met- NüL chck eitzenWmkkchdst) dem Fremden wohlthüeNddn FMttdlichkeit entgegen stiüd geleitete-mich vostClW D EkäM vst ich mit WoßM Interesse in Augenschein nahm. ' -i; Der Stand bfr" Wrtffaü1 ist folgender: Die erste (Stoffe a mit 63 Schülern untersteht dem Lehrer Hvn. Sichel, einer sangen LrhrMst, dieünted der Leitung des Hrn. 'Lederer zu -den Wen Hoffnungen -berechtigt. In der ersten Classe b mit Lü Schülernist Herr Schwarz -Classenlehrrr. Die zweite Classe zählt Heuer IW Schüler und hier unterrichtet der Schöngeist Kerr' Reiß. In der dritten Classe mit 86 Schülern ist der' hochgebildete Hr. Mbndl Cläffenlehrer rmd in der 4ten Classe mit 84 Schülern unterrichten die-Herren Herz und Reumann. Letzterer und Hr. HeNik-! sind die Lehrer des ' Ungarischen - und haben es so weit - gebracht, daß der größte Thbil der Zugend die Landes-Sprache spricht. Zur Crtheilung des Religivns« und des hebt. Unterrichtes besitzt die Anstalt in den Herren Kohn und Schütz zwei tüchtige Kräfte, die ihre Aufgabe mit bestem Gewissen lösen. In der Lehrer-Bildungsanstalt mit 38 Zöglingen wirken hauptsächlich die Herren Lederer und Henik. Beim Besuch dieser Anstalt konnte ich mich eines bangen Gefühls nicht erwehren. Alle diese jungen Menschen; die zu ihrem Broterwerb die Bildung des Volkes gewählt, welche bittere Zukunft, wie viele Enttäuschungen haben sie zu erwarten! Wie oft werden sie, wie ausgescheuchtes Wild gejagt und müde gehetzt, von einem Orte zum anderen wandern, bis sie ein ruhiges Plätzchen gefunden haben werden! Doch zür Sache. Als alter Practicus, d. h. als gewesener Schulaufseher in SikloS,' bin ich bet Ansicht, daß das Prüfen seitens des Lehrers den richtigen Gradmesser zur Benrtheilung der Leistungen nicht abgebe, und darum erlaubte ich mir auch mit Zustimmung des Herrn Lederer selbst einige Fragen aN die lieben kleinen Menschen zu richten. Die Antworten befriedigten mich in vollem Maße und die besten Wünsche für dös Gedeihen der Anstalt, für das Wohl eines jeden envzelnen Lehrers zum Himmel sendend verließ ich'die Musterhanptschule, die in lebendiger Erinnerung bei mir fortleben wird. ' ‘ Schulhof. i Mf j j Vi t j PüM, im August. Der-'Disriplinäträth j der Miliz Mn Dleinren''-Mid' leitzchikl Mer eine FrW s von ftchr' großer Wichti'Mt - sich anszus^rechetij - die Ws!istch>lgMemWrfällMr^elstei^ | Sechzig Mann von der Miliz dieser Stadt,- unter - denen sich ein Protestant Ünd eine ziemliche- Anzahl Israeliten befanden', haltestBefehl erhalten-'derletzlen Procession am FrohnleichnämSfeste beizmvohnen. s Einige gehorchten dem erhaltenen Befehl, aber tvi-! derfetzten sich - dem1 Befehl des Kniefälls im ' Augenblick i der Segnung des heiligen Säcraments.' Der- Officier, der die Compagnie -befehligte, ließ sie sogleich aus der Reihe treten. -r '! 1 Der Protestant und die übrigen Israeliten, Welche - den Befehl, die Proc'csfiön zu escörtiren als einen Eingriff in iW-Gewissensfreiheit betrachteten, weigerten; sich zu gehorchen. ' Wegen Vieser Insubordination vor den Disciplinar- : rath gebrachk, wurden sie, ungeachtet ihrer''Proteftationen, am letzten 8. HM zu den von dein Gesetz vor- } geschriebenen Strafen vetnrtheilt. ' Ein einziger' Jfraei lite, Chaim Ganancia, erhob gegen das ÄrthK Wider- - sprach und die Sache kam am 26. Jüni noch einmal vor den Rath. Auf das Plaidoyer deS H. Auffenac, Advocät zu Tlemcen, Mheilte daS Gericht von neuem - und entschied: „der dir Miliz btzotderte Dienst, auf! Requisition der Stadtbehörden die Frohnkeichnamsproi cession zu escörtiren, ist nicht verKndlich sind foMch! fehlt der Milizsoldat,- WMMoWn derÄgert^Ächt! gegen einen Dienst zNr Otdnang ^tmv'Sichethest' und! Unterliegt daher auch nicht den vom-Gtsetze aüsgespro- \ chensn ©fröfettl" Hnststge' defftn - wurde -EhÄM-' Ga-! nancia fteigesprochen. (Hiermit ist -diese brEs wie-! verholt auWauchte Frage dennoch noch'nichts entschieden,! da rin MeM Bethäktttiß'-bei^dem svirWchetftM^üät stättßndrt: " Man istinnert sicht daß eine dUfällsigWei tition vost ProttzstänieN -ürid Huden vom sränjöstschen j Senate zurückgewiesen wurde. Aber zu verwunderst fft! es , daß die protestantischest und jüdischen Consistorien - sich Vieser die Gichissrnsfiriheit so tief verletzenden Ast-! gelegetiheit noch niemals angenommen' habest. ' Es der Kwche''Md'HMsssiö'n'est -SttDe-Hrdt^ stantest" Md'"'Hüden -döm DieüM^u -'beMeitl ''-Fehlt

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