Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 28 (1864)
- Issue
- Heft 29 (12.7.1864)
- Date
- 1864-07-12
- Page
- Seite 446 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/3224737-3226418-3226448--22280-3259543- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
446 machen, daß aus den wenigen Documenten, die wir besitzen, schon die Aera des Exils der zehn Stämme, die so oft in Verbindung mit der Aera der Schöpfung* *) zu stehen kommt, genau bestimmt werden kann; ferner können wir aus den tatarischen Namen, die in diesen Epitaphen Vorkommen, wohl uriheilen, daß im zweiten Jahrhundert gew. Z. schon Tataren-Stämme da gelebt haben. Die Texte der acht von uns gesehenen Grabsteine sind folgende: Abdruck IL nambab Yittn na® nn *nb Moses levi starb im Jahre 726 unseres Exils (30 n. Chr.). Auf der linken Seitenfläche oben bemerkt man eine zweizeilige Inschrift, wovon leider ein Theil abgesagt ist. Die noch vorhandenen Buchstaben sind: ron bßn Abdruck III. nambab rißtsn narb an n?a nwn p ‘nbn piiar Zadok halevi, Sohn Mosis, starb 4000 d. Sch., 785 unseres Exils (89 n. CH.). Abdruck VIII.?baaüh trsbabn pbND nnsp ***)n3St» nr Dies ist der Grabstein von Farlak (?) 4091 (180 n. CH.). Gottes Friede sei mit ihm (ihr?). Abdruck XXI. ■r*n naws ‘jn» ntt» 'i p bbn bur nsatjan n«n rrrrm 'a h na ö^ni1 "vnata rrrnas iwva 'tin N133 inma» Dies ist der Grabstein Hilels, Sohn Mosis, gestorben 4216 d. Sch. (305 n. Ch.). Möge dessen Seele festgebunden sein im Lebensbunde bei Gott und möge er in Herrlichkeit ruhen. Abdruck XXXV. injatt itt« nnbw ns nnüa nnisp btt nsaria nri sr-nis: rtttsa aiin Yb'pn natos ntasatt (so) ^mttKiia a)/^3taitt»b rf6ö rr-parb D^nn nr-iats *) Diese Aera kommt auch nach der Berechnung der Matarkier (SP'OPtrab cf. weiter Abdruck XXXV) vor; wir haben bei diesen Berechnungen die synchronistische Tabelle des Herrn Abr. Firkowitz, der sich die Mühe gegeben, die Berechnung durch die Abdrücke und verschiedene Epigraphe der alten Pentateuchrollen und Bibelfragmente genau zu bewerkstelligen, benutzt. **) Undeutlich, ob '72 oder '3* ***) Dieses Epitaph ist in manchen Buchstaben schwer leserlich. *) Der Abdruck hat hier falsch 2) Die letzten 3 Wörter, glaubt Hr. Akad. Kunik Dies ist der Grabstein der Esther, Tochter Salomo's, welchen ich zu ihrem Haupte gestellt; sie starb 4536 d. Sch., welches 4385 nach der Berechnung von Matarca macht (625 n. Ch.). Abdruck XLVIII. mtasatt ■nb 'n ns ■pbatan° m» n-nsp nsara -it?73&iu5n narb riripn-natti Dies ist der Grabstein der Frau Severgelin, Tochter Levi's, gestorben 4581 d. Sch. (670). Der Friede Gottes sei mit ihr. Abdruck LII. tt'Büsin wm iprn *) narb natts . ..Der alte und bescheidene Tochtamisch (gestorben) im Jahre 4589 d. Sch. (678 n. Ch.). Abdruck LVII. n-rarb Viril?) n riik'n qo^ba p w bw iisanan nn Dies ist der Grabstein des Aini, Sohnes Eliasaph, gestorben 4630 (719 n. Ch.). Möge dessen Seele festgebunden sein im Lebensbunde. Das Wort ntasa kommt schon Abdruck V (97 n. Ch.) vor. Außerdem findet man in Abdruck X (197 n. Ch.) den Namen Gulaf qbia Rose.**) Abdruck XIV (262 n. Ch.) die Namen iwss p ■anttüpiia ***) Toktamisch, Sohn Bacschi's. Den neunten Stein berücksichtigen wir hier nicht, weil er zu jung ist und in einen nächsten Artikel eher passen kann. Wir geben hier noch den Text des Abdrucks XXIII wegen der beiden Aeren, die darin Vorkommen: *13 tp*p S -isp ba> rnttNi?: 'nnw pNJi nn la^mbab noa* ni^^b sh ai'i natt ntasatt srb« n's'a Dies ist der Stein, den ich auf dem Grabe des Joseph, Sohnes Eliah, zu dessen Haupte gesetzt habe, gestorben 4280 d. Sch., 1065 unseres Exils (369 n. Ch.). Seine Seele ruhe im Paradiese. Die Steine scheinen Kalksteine zu sein; kein Wunder also, daß sie sich in jenen warmen Gegenden so gut er- (ek. Bulletin T. V, col. 357), wären von einer andern Hand gemeißelt, welches, wenn dies auch der Fall gewesen wäre, unseren Resultaten keinen Abbruch thut. *) Die ersten zwei Zeilen des Grabsteines sind ganz verwischt. **) In einem Epigraphe durch nawiw gegeben. ***) Dieses Wort kommt auch in folgender Form yrnrasir2 vor.