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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1864-04-26 · Heft 18 (26.4.1864) · p. Seite 273

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
28 (1864)
Issue
Heft 18 (26.4.1864)
Date
1864-04-26
Page
Seite 273 (sequence 7)
Language
German
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273 darim oder in die christlichen Lehranstalten, in welche letztere ihnen überdies die Aufnahme sogar noch ziemlich erschwert wird, zu schicken. — Soviel über den Knaben- Unterricht. — «Schluß folgt.) Spenden-Liste für die Riester-Stiftung 1) zur monumentalen Herausgabe der Schriften Rießels, 2) zur Unterstützung solcher Israeliten, die Gerichtsassessoren oder zu Gymnasial- und Universitäts- Lehrämtern befähigt, aber ihrer Religion wegen nicht angestellt sind. 1141) Zuviel an uns gezahlte Insertionsgebühren aus Ellrich 7*/2 Sgr. 1142) W. aus Kopenhagen, 2te Spende, 1 Thlr. 25 Sgr. 1143) Prediger Dr. Falkenheim in Kosten für ein Buch 1 Thlr. 15 Sgr. 1144) Salomon Merz in Bingen, 2te Gabe, 4 fl. 45 kr. ----- 2 Thlr. 214/z Sgr. — Gesammtfumme: 2002 Thlr. 28 Sgr. 6 Pf. Die Redaction. Literarischer Wochenbericht. Bonn, 3. April. sNotizen.) Gustav Kühne gibt jetzt seine früher veröffentlichten Beitrage zur Literatur- und Culturgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts mit Einreihung bisher fehlender Gestalten unter dem Gesammttitel: „Deutsche Charaktere" heraus. Im ersten Theile begegnen wir „Lessing und Moses Mendelssohn." — Der in Brüssel herausgegebene „Levant“ hat aufgehört zu erscheinen, was wir aufrichtig bedauern, da er, der im Interesse der Türkei erschien, auch die Sache der Juden mit Energie vertheidigte und auf deren Lage im Oriente vortheilhaft einwirkte. Statt dessen kommt uns ein neues Journal aus Brüssel zu: Le libre examen, journal rationaliste, das dreimal im Monat erscheint und sich die nachdrücklichste Bekämpfung der ultramontanen und klerikalen Partei, welche augenblicklich in Belgien und Frankreich wieder sehr obherrscht, zur Aufgabe stellt. Das Blatt entwickelt darin eine Entschiedenheit, eine Schärfe und Logik, die tief einschneiden und von denen nur zu befürchten ist, daß sie zu tief bis an die andere Grenze dringen. — Aus Kopenhagen schreibt man uns: „Es durfte Sie vielleicht interessiren zu hören, daß mehrere Ihrer früher im Siloah veröffentlichten Predigten bereits vor 20 Jahren ins Dänische übersetzt worden sind. Wie ich nämlich vor kurzem erst aufmerksam gemacht worden bin, enthält eine hier im Jahre 1842 von 2 christlichen Theologen, Rovsing und Djurhuus, herausgegebene Zeitschrift für ausländische Predigten „Tidsßrift for udenlandske Prädikener" 7 Predigten aus dem 1. Bande Ihres Siloah zugleich mit der ganzen Einleitung zu diesem Bande. Es sind dies die einzigen jüdischen Predigten in dieser Zeitschrift." — Wir haben bereits mehrfach über die von de Saulcy aus Jerusalem mitgebrachten Altevthümer in diesem Bl. und im „Jüdisch. Volksblatte" berichtet. Der „Preffe" schreibt man darüber: „Der Sarg, den de Saulcy behutsam in viele Theile trennen ließ, um ihn aus der Nekropole bringen und bequem fortschaffen zu können, ist wieder höchst geschickt zusammengefügt und befindet sich bereits im Louvre. Wie ich höre, ist Herr Isaak Pereire gesonnen, die Königsgräber in Jerusalem käuflich an sich zu bringen und seiner Nation für immer zu erhallen. Herr de Saulcy läßt mehrere Ornamentationen der salomonischen Architektur in Gyps abgießen. Die vielen Zeichnungen und Plane, welche er mitgebracht, find von unschätzbarem Werthe für die Kunst- und Culturgeschichte der Juden." — Bonn, 14. April. sKunst.) In diesen Tagen kam uns von München eine große Photographie eines Cartons zu, auf welchem Moses, wie er vom Horeb herabschreitend das goldene Kalb erblickt und die zwei steinernen Tafeln ergreift, um sie zu zerschmettern, dargestellt ist. Der Carton ist von einem jungen jüdischen Künstler, Schüler der königl. bairischen Akademie, Hrn. Adolf Pichler, gefertigt, hat sich in der münchener Kunstausstellung vielfaches Lob erworben, wie die dortigen Blätter berichteten, und soll jetzt vom Künstler in Oel ausgeführt werden. Doch theilen wir zuvor einiges über die Personalien des jungen Mannes mit, was uns aus München gemeldet wird. „Der junge Maler, in den 20er Jahren stehend, der Sohn eines Dajon's in Ungarn, hat sich bis zu seinem 18. Jahre mit dem Studium des Hebräischen sowie des Talmuds beschäftigt; aber schon frühzeitig zeigte sich das

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