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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1864-03-22 · Heft 13 (22.3.1864) · p. Seite 191

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
28 (1864)
Issue
Heft 13 (22.3.1864)
Date
1864-03-22
Page
Seite 191 (sequence 5)
Language
German
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191 Inschriften, welche unfern phönizischen Sprachschatz bedeutend vermehren und namentlich über die Religion der Phönizier Licht verbreiten. Das Wörterbuch ist daher eine höchst willkommene Gabe für alle Sprachforschung, namentlich aber auch für die hebräische. Während das phönizische Wörterverzeichniß von Gesenius nur 334 Artikel faßte, zählt die Sammlung des Herrn Levy über 900 und war er, wie es sich aus den Fortschritten auch auf diesem Gebiete von selbst versteht, im Stande, die vielen Jrrrhümer des ersteren zu berichtigen. Möge der unermüdliche Forscher durch allseitige Anerkennung belohnt werden und die Mißgunst gewisser einzelner Gelehrten vergessen, die ja doch nur da stattfindet, wo wirkliche Resultate dem absprechenden Neide sich aufdrängen. — Zeitungsnachrichten. Deutschland. Stuttgart, 6. März. Vor Vertagung der Kammern wurde noch erledigt das Gesetz über die bürgerliche Gleichberechtigung der Israeliten, welches gestern vor der Kammer der Standesherren einstimmig angenommen wurde, nachdem sie vorher den von der zweiten Kammer eingeschalteten Artikel über die Aufhebung des Verbots der Ehe zwischen Christen und Juden abgelehnt hatte und die zweite Kammer, damit das Gesetz zu Stande komme, dem beigetreten war. In der zweiten Kammer erhielt vaS Gesetz in der Endabstimmung 81 Stimmen gegen die 1 des Abg. Wächter, eines Pietisten und Sohnes des Geh. Raths und Prof. v. Wächter in Leipzig, frühern Kanzlers der Universität Tübingen. Preußen. Berlin, 8. Februar. Neulich fand in der hiesigen Synagoge die eheliche Einsegnung dreier Brautpaare statt, welche durch die Victoria-Landesstiftung ausgestattet worden waren. In Vertretung des jetzt dahingeschiedenen Dr. Sachs hatte der Hr. Pred. vr. Landsberger, Vorsteher der Friedrichsstädtischen Religionsschule, die Traurede übernommen und erhielt demzufolge von dem Präsidenten der Victoria-Landesstiftung folgendes Schreiben: „Euer Hochwürden haben bei Vollziehung der ehelichen Einsegnung der aus der Unterzeichneten Stiftung ausgestatteten Brautpaare in die Herzen derselben auf so hochherzige Weise belehrende Ermahnungen gepflanzt, daß der ergebenst Unterzeichnete es sich nicht versagen konnte, hiervon Sr. Majestät dem Könige als erhabenem Protektor der Stiftung Kenntniß zu geben. Ich bin nun infolge Allerhöchster Ermächtigung Sr. Majestät so glücklich, Ew. Hochw. für Ihre edle Fürsorge für die Victoria-Landesstiftung den Allerhöchsten Dank und beifällige Anerkennung auszusprechen. Empfangen u. s. w. Der Präsident der Friedrich-Wilhelm-Victoria-Landesstiftung." Berlin, im März. (Privatmitth.) Aus den statistischen Tabellen geht hervor, daß an jüdischen Bethäusern in Preußen folgende existiren: im Reg.-Bezirk Posen 88 - Bromberg 52 Prov. Posen 140 - Münster 40 - Minden 55 - Arnsberg 65 Prov. Westfalen 160 - Köln 41 - Düsseldorf 73 - Koblenz 111 - Trier 51 - Aachen 30 Rheinprovinz 306 hohenzollersche Lande 4 Stadt Berlin 3 im Reg.-Bezirk Potsdam 40 - Frankfurt 33 Prov. Brandenb. 76 - Stettin 32 - Köslin 21 - Stralsund 1 Prov. Pommern 54 - Magdebg. 22 - Merseburg 2 - Erfurt 10 Prov. Sachsen 34 - Breslau 45 - Oppeln 41 - Liegnitz >6 Prov. Schlesien 102 - Königsbg. 29 - Gumbinn. 16 - Danzig 10 - Marienw. 48 Prov. Preußen 109 8umms 985Shnag. Es kommt daher eine Synagoge auf 255 Juden, während eine Kirche auf 1302 Evangelische und auf

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