Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 43 (1879)
- Issue
- Heft 52 (23.12.1879)
- Date
- 1879-12-23
- Page
- Seite 828 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Synagoge herbeigebracht, welche wie die Kinder mit Bändern und Blumen verziert, von den NoLabeln getragen wurden. In dem Augenblicke, wo der Fürst an uns vorbeizog, sangen die Knaben und Mädchen eigens zu diesem Zwecke verfaßte Lieder, während 2 Zöglinge, 1 aus jeder Schule, ihm ein Bouquet überreichten, was derselbe grüßend annahm. Am anderen Tage schickte jede Gemeinde auf Einladung des Fürsten eine Deputation, um ihre Huldigung zu erneuern; die jüdische Gemeinde hat sich durch die HH. Menahem Navon, Abr. Bassat, Jos. Simon, Ezra Schiprut nnd Haim Semach vertreten lassen. Der Fürst erkundigte sich bei denselben nach dem Vermögensstande der Gemeinde, ihrer numerischen Bedeutung und der Zahl der Schulkinder und sagte: „Ich danke Ihnen für die guten Worte, die Sie an mich gerichtet haben, und bitte Sie, Ihren Glaubensgenossen fiir den schönen Empfang, den sie mir bereitet haben, zu danken." Er ließ bei seiner Abreise eine Summe von 500 Fr. zur Vertheilung an die Zöglinge aller Schulen zurück. Ein ähnlicher Empfang ist dem Fürsten von der israelitischen Bevölkerung von Samakoff veranstaltet worden, wo die Vorsteher ihm unter einem auf Kosten der Gemeinde errichteten Triumphbogen eine in ^hebräischer und französischer Sprache verfaßte Adresse überreichten. Die HH. Grßrbb. Abr. Cohen, Jsaac. Arie, Samuel Arie, Moses Aru-, David Arie', Abr. Arm, Mair Alcalay und Schuldircctor Schulmann begaben sich sodann zu dem Fürsten, der sie auf's Freundlichste aufnahm und ihnen für den schönen Empfang in wärmster Weise dankte. „Ich bin gerührt gewesen, sagte er, die ganze israelitische Bevölkerung diesen Tag feiern zu sehen; der Triumphbogen und Ihre Kinder oder vielmehr Ihre mich mit Blumen bewerfenden Cherubine werden niemals aus meinem Gedächtniß schwinden." Rumänien. Lvndütt, Anfangs December. Das Board of Deputies und die Anglo-Jewish Association haben an das auswärtige Amt ein Memorial über das rumänische Gesetz gerichtet. Der Marquis von Salisbury antwortete unter dem 26. November, daß die in der gedachten Denkschrift gemachten Beobachtungen in sorgfältige Erwägung gezogen werden sollen. (Hieraus geht hervor, daß von englischer Seite die Anerkennung Rumäniens noch keine beschlossene Sache ist, und Gleiches erfährt man aus Paris und Berlin. Dann ist die Anerkennung seitens Italiens wieder einmal ein Act italienischer Schlauheit, die uns von keinem großen Erfolge scheint. Redaction.) B o n n, 16. December. (Notizen) Herr Adolph Crcmieux feierte in diesen Tagen den 50. Jahrestag seiner Verehelichung. In den westeuropäischen Ländern werden die sog. silbernen und goldenen Hochzeiten nicht besonders gefeiert. Crcmieux und Louis Blanc sind noch die einzigen Überlebenden aus der provisorischen Regierung vom 24. Februar 1846. — Das! Rabbiner-Seminar zu Ci ncinati hat jetzt 30 regelmäßige! Hörer, welche zugleich den akademischen Cursus an der Universität | oder den clasfischen an der Hochschule verfolgen. In diesem! Jahre werden die ersten Rabbiner von dem Seminar entlassen.! — Tb cs nicht hoch curios, wenn die „Germania" (Nr. 286) Ifür das „christliche" Volk ein Buch, „die Lebensbilder' für j Christen", dringend empfiehlt, welche „Erwachsenen biblische! Personen als nachahmenswerthe Muster vor Augen stellen, be-! Hufs Pflege eines gesunden christlichen Familienlebens" — und >die in den bisherigen Heften erschienenen Schilderungen sind: ' „Abraham und Tobias als Muster christlicher Hausväter, Abigail und Ruth für Ehefrauen, Jacob und Benjamin für Jünglinge"! Visjetzt glaubten wir, daß alle die Genannten Juden getvesen. — Anzeigen. ansscIiliessHclt an die Aimoncen-Expeilition von Rudolf ' Rosse in Leipzig oder deren Filialen in Merlin, Mreslau, Chemnitz, Coln aBL, Dresden, Frankfurt al., Malle aS., Hamburg, London, Magdeburg, München, Nürnberg, Paris, Prag*. Strassbitrg iE., Wien, Zürich zu adressiren. In der hiesigen Synagogcngcmcinde soll die Stelle eines Cunfors, Schächters und NeligionslehrerS zum 1. Juli J88o neu besetzt werden. Das feste Gehalt beträgt Rm. 15<>0 nebst freier Wohnung, wie auch ein Nebeneiuko mmen von mindestens Rrn. 400 per auno. Qual if icircnde Bewerber Einsendung ihrer Zeugnisse uno «mguut Referenzen beim Unterzeichneten bis . cember cr. melden. (13097) Kcnmarlc, in Wtst-NU stell, im November 1879. Der Vorstand der Shuagogen-Gcmcinde ü5aa fwsetzeo auf den 1. oder 15. Januar k. I. die Aufseher- U. HiLfstehrerstelle am isr. Waisenhaus zu Eßlingen. Gehalt bis zu t,0O M. jährlich bei vollständig freier Sruiron (Kost, Logis u. Wasch). Verpflichtung bis wollen sich unter:M 32 wöchentl. Unterrichtsstunden u. Beaufsichtigung und Angabe von der Knaben in ihrer schulfreien Zeit. Ledige, mit um 30. Deguten Zeugnissen versehene, seminaristisch, womöglich auch musikalisch gebildete Bewerber wollen sich ungesäumt wenden an den (13700) Vorstand: llofrath Levi in Stuttgart,