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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1879-10-21 · Heft 43 (21.10.1879) · p. Seite 680

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
43 (1879)
Issue
Heft 43 (21.10.1879)
Date
1879-10-21
Page
Seite 680 (sequence 8)
Language
German
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680 Konservativen mit den UUramontanen, so haben sie 203 Stim-! schieht in jenem Artikel, — ohne daß ein Staatsanwalt darin men, während die Nationalliberalen, Fortschrittler und Frei-■ eine irgendwie strafwürdige Handlung erblickt, ohne daß den conservativen über 204 Stimmen verfügen. In diesem Falle Hos-Predigern und den Hetz Captänen das Mindeste geschieht, würde die Entscheidung in den Händen der Polen (10) liegen. Wir glauben, daß, wenn diese Lehren eines Tages auf frucht- Man sieht hieraus, daß in dem neuen Hause die Freiconser-' baren Boden gefallen sein werden, die Preußische Regierung vativen von entschiedener Bedeutung sind, wobei aber nicht zu vielleicht zu spät einsieht, daß sie Unrecht gethan hat, in vergessen ist, daß die Frciconservativen selbst keine festgeschlosiene! Deutschen Landen Rumänische Zustände heranreifen zu lasten. Partei ausmachen, und in wichtigen Fällen auseinandergehen Wir haben nie in den rabiatesten Blatten Rumäniens Aehnkönnten. Mehr als je wird daher Alles auf den Willen und; l ich es gelesen, haben nie gehört, daß bei einer Judenhetze in die Absichten der Staatsregierung ankommen. Bemerkenswerth Bestarabicn Aehnliches gepredigt worden wäre, wie hier in der ist übrigens, daß bei diesen Wahlen gerade die entschiedenen „Schlesischen Volkszeitung," Wenn aber derlei Dinge in Charaktere von den Wählern zurückgelviesen wurden. So Rumänien Vorkommen, so geht durch ganz Europa ein Schrei unter den Rationalliberalen Lasker, während v. Bennigsen ' der Entrüstung und in Berlin werden auf Grund solcher Vorwider feinen Willen wiedergewählt wurde; so Georg v. Vunsen:! gänge Congreßbeschlüffe gefaßt, die Juden in Rumänien zu unter den Fortschrittlern Windthorst-Bielefeld, der — einem' schützen." Stöcker Platz machen mußte, Eugen Richter, dem in Berlin! Gitszcn, l. October. (Privatmitth.) Am 30. v. M« ein Platz eingeräumt werden mußte. Von den jüdischen Ab-,fand hier die feftme Feier des Mjährigen Rabbinats statt, geordneten sind nur Straßmann (Berlin) und Marburg welche der verdienstvolle Rabbiner Herr Di-. Levi beging. So- (Altona), beide der Fortschrittspartei angehörend, wieder gewohl die hiesige Gemeinde als auch die Gemeinden der Provinz wählt, so daß nur zwei Juden im Hause anwesend sein werden. Oberhessen würdigten die Bedeutung dieses Festes in vollstem Freund (Breslau) und Hirsch (Danzig) haben nicht wieder Maße und beeiserten sich, ihre Theilnahme zu bezeugen. Durch gewählt sein wollen; Lasker (Frankfurt am Main) und Cohn Decret des damaligen Großherzogs Ludwig I. vom 1. Oct. (Teltow) sind durchgefallen, beide nationalliberal. 1829 wurde der noch mcht 23jährige Iw. Levi zu dieser Stelle —. Das; l)r. Straß mann den Hofprediger Stöcker vor berufen und hat sie mit dem segensreichsten Erfolge und Gericht ziehen wolle, ist völlig unbegründet. Straßmann dauernder Eintracht mit seinen Gemeinden bekleidet, erklärte, daß er an einen solchen Schritt niemals gedacht habe. > Zum Fcstgottesdienste, zu welchem sich die Synagoge mit Breslau, 8. October. (Privatmitth.) Der echte Heerd einem prachtvollen Blumenflore geschmückt hatte und das Allerder ultramontanen Kaplanhetze gegen die Juden besteht nicht' heiligste im reichsten Llchrerglanze erstrahlte, hatten sich neben in Berlin, sondern hier in der „Schlesischen Volkszeitung." der ganzen Gemeinde und zahlreichen Vertretern von dem In einem Feuilleton-Artikel feierte sie jüngst das Verfahren ^Rabbinate, unterstehenden Gemeinden der Provinz auch die der deutschen Vorfahren, die Juden todtzuschlagen und zu ver-' Spitzen der staatlichen Civilwie der städtischen Behörden, der brennen und fügte wörtlich hinzu: Die gründliche Weise gesannnte Stadtvorstand, die Vertreter der evangelischen undunserer Vorfahren, sich der Juden auf dem Wege katholischen Geistlichkeit, der Universität rc. sowie zahlreiche der Feuerbestattung zu entledigen, würde unseren Freunde des Jubilars aus Nah und Fern eingefunden. Bei angekränkelten Narren nicht mehr Zusagen. Man'seinem, unter rauschendem Orgelklange erfolgenden Eintritte in möchte mit Ham an in dem Jahrmarktsfest zu! das Gotteshaus wurde dem Jubilar, welchem blumenspendende Plunders Weiler meinen: : Mädchen vorangingen, die reich geschmückte Thorarolle von „Es war' um's viele Volk und — um die deinem Vorstandsmitgliede entgegcngebracht. Bekleidet mit einem Waldung schade."! prachtvollen Ornate und einem kostbaren Tallis, welche ihm Was hierauf statt besten angerathen wird, wollen wir - bereits Tags zuvor von dm Frauen der Gemeinde als Liebeshier nicht wiederholen. Der „B. B.-C." bemerkt hierzu: „Tie'gäbe dargcbracht worden waren und geschmückt mit dem Ritterschlesische Volkszeitung" nennt diejenigen „angekränkelte - kreuze 1. Elaste des Philippsordens, welcher ihn; schon Morgens Narren" welche nicht geneigt sind, die Juden zu von dem Ghzgl. Provmziakdirector Herrn Iw. Boekmann im verbrennen. Es steht das wörtlich in dem Artikel. Achn- Allerhöchsten Aufträge Sr. königt. Hoheit des Großherzogs liches darf geschrieben werden, ohne daß dann eine Gefährdung' überreicht worden war, umfaßte der Jubilar die Thora mit der öffentlichen Ruhe gesehen wird, in einem Lande, in dem den Armen und lvandte sich mit ihr zunächst dem heil. Schranke sonst in jeder Beleidigung eines Schutzmannes ein Staatsverzu, vor dem er in Gebet versunken eine Weile stehen blieb, brechen erblickt wird. Hof-Prediger dürfen den Clastcn-Haß| Inzwischen stimmte der Synagogenchor den Psalm 117 Vers und den Confessions-Haß predigen und Capläne dürfen zur 26—29 in der Ursprache an. Hierauf beglückwünschte der Verbrennung der Juden indirect auffordern — denn das ge-! Präsident des hi-es. rsr. Gemeindevorstandes, Herr M. Hom-

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