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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1879-07-29 · Heft 31 (29.7.1879) · p. Seite 489

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
43 (1879)
Issue
Heft 31 (29.7.1879)
Date
1879-07-29
Page
Seite 489 (sequence 9)
Language
German
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489 New-Hgrk, 20. Juni. (Privatmitth.) Die „X. Y. Sun.“ j sg. orthodoxen Gemeinden, die sich nämlich des gewohnten enthält einen bemerkenswerthen Artikels welchem wir über die! Ritus wegen zu jenen halten, sind äußerst lax in der Beobachtung jüdische Jugend Hierlands Einiges entnehmen. Wenn wir,'des Sabbaths. - Die außer den hohen. Festtagen leeren meint er, die Directoren und Lehrer der Schulanstalten alle Synagogen, denn auch die orthodoxen sehen sich nur von einem Grade befragen, so äußern sie sich sämmtlich und ohne Zögern! kleinen Kern besucht, und nur die wenigen altpolnischen machen dahin, daß ihre besten, intelligentesten, fleißigsten und gehöreine Ausnahme, die leeren Synagogen, sage ich, geben den samsten Schüler die jüdischen sind, und bitten wir sie uns ihre Beweis. Einige jüngere Prediger haben daher den Versuch vorgeschrittensten und dabei jüngsten Schüler zu zeigen, so j gemacht, einen Sonntagsgottesdienst einzurichten, der zwar den werden wir stets auf jüdische Schüler und Schülerinnen hin-; Sabbathgottesdienst nicht aufheben sollte, jedoch durch Predigt, gewiesen. Im Durchschnitt zeigt sich die Reihenfolge, daß die! Gesang und Vorlesung von Schriftstellen diejenigen anziehen klügsten und gehorsamsten Zöglinge die jüdischen, dann die könnte, welche nun einmal durch ihre Geschäfte am Sabbath irischen und hierauf die deutschen sind. Fragt man nach der i verhindert seien. Diese Versuche können aber jetzt als ge- Ursache dieser durchgehends constatirten Erscheinung, so giebt ^scheitert angesehen werden. Der Reiz der Neuheit war bald die dieser Race eigenthümliche Geistesschärfe und Begabung nur; verflogen und der Sonntag zeigte denselben mangelhaften Beeine einseitige Erklärung. Tie Schulvorstände versichern viel- ■ such. Man muß sich also gestehen, daß überhaupt ein Mangel mehr, daß dieses günstige Resultat zumeist auch durch das ’ an religiösem Bedürfnis; besteht. Die Mehrzahl will nur er- Familienleben der Juden bewirkt werde. In den jüdischen! werben, das Erworbene genießen und an den hohen Festtagen Familien wisie man nichts von jener Selbstständigkeit und Un-; sich gottesdienstlich absinden. Zu letzterem Zwecke geben sie genirtheit, in welcher die amerikanischen Kinder in der Regel l die nöthigen Mittel her, Synagogen zu bauen und die nöthigen allzufrühzeitig gehalten lverden. Der Respekt vor den Eltern,' Beamten zu erhalten und glauben sich dann fertig. Neuerder Gehorsam gegen ihre Vorschriften sei dort zu Hause. Tie dings versucht man den Gottesdienst am Freitag Abend zu Innigkeit des Familienlebens, die viel geringere Zerstreuung, ■ verherrlichen, und dadurch das Publicum in die Gotteshäuser welche die älteren Familienglieder außerhalb des Hauses suchen,! zu bringen. Es hat den Anschein, als ob dies einen günstigeren hält die Familicnbande fester. Dazu komme, daß bie jübif^cftcn j Crrforg haben werde. )/ Eltern, von dem Drange, ihren Kindern eine bessere ErziehungNew-Aiilk, 27.^uni. Die „X. Y. Sun.“ schreibt: Die und Ausbildung zu geben, beherrscht seien. Dies veranlasse. ungerechte Behandlung amerikanischer Bürger jüdischer Religion sie mit der Schule Hand in Hand zu gehen, sich bei den Vor-; in Rußland führte zu einer Besprechung im Abgeordnetenhause sichern und Lehrern nach dem Verhalten ihrer Kinder zu er--am 2. Juni. Nach einer ferneren Verhandlung wurde am kundigen, diese zur Achtung vor jenen anzuhalten, sowie zu, lO. eine Resolution angenommen, in der es heißt, daß die fleißiger Anfertigung ihrer Aufgaben. Wer diese Thatsachcn: Rechte der Bürger der vereinigten Staaten, ebenso wenig wie beobachte, könne sich über die guten Erfolge nicht wundern, im Jnlande, irgendlvo im Auslande wegen des religiösen Be- und gewiß würden die Juden auf der socialen Leiter so fange fcimtniffc-3 verletzt werden dürsten und daß, wenn die bestehenaufsteigen, so lange sie sich diese Vorzüge erhielten. — Gewiß den Verträge zwischen den Vereinigten Staaten und Rußland interessiren diese Bemerkungen auch unsere Glaubensgenossen so beschaffen lvären, daß in einem oder dem anderen Punkte des alten Welttheils, denn Ursache und Wirkung sind auf zwischen einigen Bürgerclassen ein Unterschied stattfände, der diesem Gebiete überall dieselben. Wir glauben, daß deshalb Präsident aufgcfordert wäre, sofort Gelegenheit zu nehmen, das Augenmerk der jüdischen Seelsorger ganz besonders auf die Verträge in der Art zu verbessern, daß die eben berührte die Erhaltung dieser sittlichen Momente des Familienlebens Beschwerde erledigt werde. Ob der Präsident dieser Resolution gerichtet sein müffe, und daß sie ihren Eifer weit mehr hier- Folge leisten und in diesem Falle ein für die amerikanischen für als für die Erhaltung irgend eines abgestorbenen Eermonials Juden vortheilhasteren- Vertrag mit Rußland erzielen werde, oder für die Polemik, nach außen verwenden müßten. Giebt. ist fraglich. doch die Anregung und Pflege der Familiengefühle den dankj--; barsten Stoff für die Predigt ab, dem sich die Herzen stets; Bonn, 20. Juli. (Notizen.) Unsre Glaubensgenoffcn öffnen und der das meiste Wohlgefallen an dem homiletischen sind immer und immer wieder zur Vorsicht bei Ertheilung von Vortrage weckt. — Die Frage, welche unter den amerikanischen Almosen an vagabondirende Fremde zu warnen! Das Geld Juden sehr häusig ventilirt wird , ist die Sabbathsrage. Oft wird verschwendet und Müßiggang und Betrug belohnt. Unter und nachdrücklich haben auch die Rabbiner und Prediger, welche dem Rubrum: ,Internationale Schwindler^ erzählt eine am offensten der Reform anhängen, für die Feier des Sabbaths Wiener Localcorrespondenz: „In den letzten Tagen wurden vom gesprochen und geeifert; man hat auch Sabbathvereine ins hiesigen Sicherheitsbureau der Polizeidirection zwei Galizianer, Leben gerufen; jedoch ohne Erfolg. Auch viele Mitglieder der Hersch Margulis und Simon Hirsch, in Haft, genommen und

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