Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 43 (1879)
- Issue
- Heft 13 (25.3.1879)
- Date
- 1879-03-25
- Page
- Seite 200 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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m Formular beilegen. Beiträge und Beitrittserklärungen sind an den Erstunterzeichneten zu richten. Der Verwaltungsrarh -cs Vereins zur Erziehung jüdischer Waisen in Palästina: M. (S- Lcwy, Berlin ^Lennüstr. 4. M. I. Bodenstein,!)-. D. Cassel, Or. Sal. Cohn, Rabbiner, I>r. H. Gr ätz, Professor (Breslau), A. H. Heymann, Eduard Hirschberg, Samuel Jaffe, Commerzienrath (Posen), M. L e v y, Ziechtsanwalt, Ascher Levy (Polzin), I)r. I. Lewy, Gustav Löwenberg, Eduard Mende, Julius Szkolny, I)r. Ungerleider, Rabbiner. Der bereits gesammelte Fond beträgt ca. 42,00u M., und die Allianee i8r. hat dem Verein die Aussicht eröffnet, die nöthigen Räumlichkeiten in Mikweh Israel bei Jaffa benutzen zu dürfen. Frankfurt am Main, im März. (Privatmitth.) Die "Achawa, Verein zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer, Lehrer-Wittwen und Waisen in Deutschland hat ihren 14. Rechenschaftsbericht für das Verwaltungsjahr 1876 ausgegeben. Als das beste Zeugniß für das Gedeihen und Wirken dieses Vereines heben wir aus dem Vorworte der Verwaltung Folgendes heraus: Die Einnahmen an Geschenken, Zinsen, Jahresbeiträgen und Einkaufsgeldern belaufen sich auf M. Iß,8(58.21 (gegen M. 18,471.08 im vorigen Jahre. — In Gemäßheit der §§ 19 und 20 der Statuten betrug die zu den Pensionen bestimmte Vertheilnngssymme M. 6860; die Zahl der Unterstützung-Beanspruchenden stieg auf 38 mit 49 Theilen zu M. 140. Aus dem Ncservefond wurden in nenn Fällen M. 525 vertheilt. Im Ganzen betrug mithin die zur Verteilung gelangte Summe 7385. — Das Vereinkvermögcn beziffert sich unter Berechnung der Effecten nach dem Nominalwerthe und nach Abzug oben erwähnter M. 6860 aufM. 78,165.96 gegen M 69,608.75 im vorigen Jahre. — Unter den mit Jahres-Unterstutzungen Bedachten sinden sich 12 theils durch Alter, theils durch Krankheit oder Erblindung dienstunfähig gewordener Lehrer, viele mit zahlreicher Familie, ferner 25 theils alleinstehende Wittwen von Lehrern oder Rabbinern, theils Wittwen mit mehreren Kindern und endlich eine elternlose Waise, die größtentheils von ihren Gemeinden keine weitere Unterstützung beziehen. Von diesen entfallen auf: Baden... 2 Bayern. . . 17 Großh.Heffen. 4 Lippe ... 1 Württemberg . 1 Preußen: Prov.Brandenburg 1 Prov. Hesten-Nastau Hohenzollern Posen . . Rheinprovinz Sachsen . Schlesien . Westfalen. Von den aus dem Reservefond Unterstützten kommen auf: Baden ...... 1 Bayern.$ Prov. Hessen-Nassau. . 3 (Kurh. 2, Naffau 1) Prov. Westfalen ... 2 Wie sich aus dieser Zusammenstellung ergibt, erstreckt sich die Wirksamkeit unseres Vereins fast nach allen Theilen unseres Vaterlandes; gleichwohl haben wir es lief zu beklagen, daß uns nicht in gleichem Maaße auch von allen Seiten her die nöthige Betheiligung und Mithilfe zugewendet wird. Die reichlichsten Gaben wurden uns seither immer nur von Frankfurt gespendet, während aus den übrigen bedeutenderen Städten Deutschlands uns bis jetzt nur geringfügige Summen zustoffen. Als einen vereinzelten, aber um so erfreulicheren Beweis verdienter Anerkennung müffen wir den Umstand anführen, daß unserer „Achawa‘‘ von einem auswärtigen Freunde und Mitgliede ein Legat von M. 3000 testamentarisch bestimmt wurde, dessen Zahlung nach dem Ableben des Testators erfolgen wird. Wir wünschen dem hochherzigen Geber langes Leben und Gesundheit, sprechen indessen schon jetzt ihm den herzlichsten und aufrichtigsten Dank aus. Ebenso herzlichen Dank sagen wir allen unfern Gönnern, welche, den menschenfreundlichen und wohlthätigen Zweck unserer Bestrebungen Wohl würdigend, durch ihre gütigen Spenden uns thatkräftig unterstützt haben. Möge ihre wohlwollende Gesinnung uns auch für die Zukunft erhallen bleiben! In Betreff der Anzahl unserer activen Mitglieder haben wir leider den Abgang von zwölf Mitgliedern durch den Tod, von zweien durch den freiwilligen Austritt, dagegen zu unserer Freude den Eintritt von einundzwanzig neuen Mitgliedern zu verzeichnen, so daß die Gesammtzahl derselben am Schluffe des Jahres 198 beträgt. An die israelitischen Lehrer und Rabbiner Deutschschlands können wir nicht oft genug die dringende Aufforderung richten, sich unserem Vereine anzuschließen, der nicht allein seinen nothleidcnden Mitgliedern, sondern auch den Wittwen und Waisen verstorbener Mitglieder eine feste Stütze und wohlwollende Fürsorge durch sichere und nicht unbedeutende Pensionen gewährt. Möge sich Niemand, auf w elchem religiösen Standpunkt er auch stehen mag, von dem Beitritt zurückhalten lasten; denn eine solche Zurückhaltung wäre eine völlig unbe- \ gründete, da die „Achawa“ selbstverständlich jeder Parteirichtung vollständig fremd ist und bleibt. Schließlich fordern wir die Rabbiner und israel. Lehrer unseres Vaterlandes auf, das Wachsen und Gedeihen unseres Vereins nach besten Kräften zu fördern, sowohl durch Heranziehung neuer Mitglieder, als auch durch Anregung zu Zuwendungen von Spenden bei freudigen und