Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 43 (1879)
- Issue
- Heft 10 (4.3.1879)
- Date
- 1879-03-04
- Page
- Seite 153 (sequence 9)
- Language
- German
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153 bibatcn nicht einmal ncnnenswerth; die zweite Ctaffe wirb am' Hochzeit wirb bcr Verein Schomer Israel eine Deputation, 20. bieses M., bie l. am 4. März ihren Wahltag abhallen, bestehend aus sieben Mitgliedern, von denen drei aus den — Wiederum rüsten sich durchgefallene Candidatcn zur Agitation größeren galizischen Provinzstädten gewählt werden, entsenden auf eigene Faust. Dringt die vereinigte Liste durch, so wird — auch spricht man von der Ueberreichung einer Huldigungsadresie durch die Deputation. Bulgarien. Tirnowa, 18. Februar. Wir haben bereits bemerkt, der Verein Schomer Israel in 6 seiner fähigsten und tüchtigsten Mitglieder vertreten und die Zeit gekommen sein, wo die großen Aufgaben, welche sich der Verein ^XYw15 “12t? gestellt hat, zur Lösung gelangen. In chassidischen Kreisen herrscht über diese Vereinigung ein gewisses befriedigendes Bewußtsein; denn, meinen sie,'daß die zur Wahl eines Fürsten und zur Annahme eines Berber ganze gotteslästerliche Gemeindetag mit seinem Rabbiner-' fasiungsstatuts bestimmte Notablenversammlung auch einen Rabbiseminar sei jetzt unmöglich geworden. Wie wir Vernelnnen,' ner zum Mitgliede hat. Ter Entwurf des Statuts enthält haben sich alle maßgebenden Persönlichkeiten bei einer Sitzung auch für die Religionsfreiheit und Gleichberechtigung die erim Vereine Schomer Israel dagegen verwahrt, den reaetionären forderliche Garantien. Die Nationalversammlung soll 11 Vi- Bestrebungen des Belzer Klaus auch nur ein Haar breit Terri-! schöfe, I Muphti und 1 9labb>nen zu Mitgliedern haben. Die torium nachzugeben. Die Beschickung des Gemeindetagcs und! Annahme des Statuts wird nicht bezweifelt, die Lösung aller Programmpunkte ist zweifellos gesichert. Der Gedankengang führt uns noch zur Verzeichnung einiger dunkler Gerüchte. Ueber dem Bet Hamidrasch oben im 1. Stock in der Schulgasse rumort es unheimlich und Ruuuinicn. Bukarest, 20 Februar. Wie versichert wird, haben die das heilige Volk Gottes wird von dort herab in einem.' Commissionen der rumänischen Kammern, die erstere einstimmig, Manifeste aufgefordert, einem Verein unter dem Titel'die andere mit großer Mehrheit, die Revision des 7. Artikels Machsike Hadas schaarenweise sich anzuschließen. Wenn die Hüter des „Das" in Ungarn die jüdischen Gemeinden auseinandersprengten, wessen kann sich Galizien versehen, was können diese Bcfestiger nicht Alles niederreißen! Bleiben wir bei ihrem eigenen Namen, so würden wir zum Gegensätze von „Freimaurer" sie „Zwingmaurer" nennen. Diese Zwingma urer sollen die heiligen „guten Juden", welche nächste Woche unsere Stadt heimsuchen werden, einsegnen. So stehen wir am Vorabende einer Versammlung hochheiliger Wundcrthäter (Zadikim). Der Belzer und Wiznitzer rc. mit ihren gezwungenen und freiwilligen Satelliten und noch einige Rabbiner von der Verfassung im Sinne der Emancipation der Israeliten angenommen. Rußland. Petersburg, 14. Febr. (Privatmitth.) Wer die Lage der Juden im Rußland und den Verlauf ihrer gesetzlichen Verhältnisse richtig beurtheilen will, der darf die russische Literatur und Presse, soweit sie die Juden betreffen, nicht außer Acht lassen. Es ist bekannt, wie die ultramontane Presse der ganzen Welt seit einigen Jahren die äußerste und leidenschaftlichste Feindseligkeit gegen die Juden angenommen hat und snstema- Gemeinden, sogar Herr Salomon Spitzer aus Wien, werden j nsck in ihr vorgeht. Aehnliches, jedoch nul schwächeren Mitteln, herbeieilen, um das gottgefällige Werk zu inauguriren. "Was! weil sie stärkere nicht besitzt, vollbringt die protestantisch piejene frommen Auscrleienen weben und haspeln — das weiß tistische Presse. Bei dieser unumwunden ausgesprochenen Tenkein Weber. Wir trösten uns mit dem einen Gedanken, daß die Vorstände der größeren Gemeinden von jenem Eonventikel sich fernhalten. Herrn Leo Jhom, Dampfmühlen- und Gutsbesitzer in Lemberg, ist anläßlich der Ausstellung seines Mchlfabrikates in Paris und wahrscheinlich aber auch deswegen, weil er dem Aerar gegenüber sich mild.thätig zeigte, und zwei'Stipendien stiftete, das Ritterkreuz des Franz-Josephs-Ordens verlieben den; wird Niemand glauben, daß die Juden wirklich so sind, wie jene sie schildern, und nicht einmal annehmen, das; die Inden wirklich dazu Veranlassung gegeben haben und geben. Es gehört vielmehr dieses Verfahren zu den bestimmten Zwecken, welche jene verfolgen, und fließt aus dem Geiste, der sie be-, seelt. Dasselbe findet nun in "Rußland statt. Fast alle russischen Literaten sind russische und orientalisch-kirchliche Fanatiker. Sie sehen darum in den Juden vom nationalen worden; er ist'somit der zweite Jude, der diese Auszeichnung' und vom kirchlichen Standpunkte fremde Elemente, die sie vererhalten. Ob er auch sein Streben, in den Adelstand erhoben^ nichten, denen sie möglichst die Erislenz abschneiden oder doch zu werden, erreichen wird, muß erst die Zeit lehren; sein Vor-! verkümmern wollen. Die Mittel zu diesem Zwecke sind ihnen ganger, welcher an ähnlichen Größenanwandlungen litt, holte'gerade so gleichgültig, tvie den UltramontMien, wenn sie nur sich einen recht artigen Korb. j-bie öffentliche Meinung und das Volk gegen die wehrlosen Zur Huldigung des Kaiserpaares am Tage der silbernen! Juden auszuhetzen versprechen, und auf diesem Wege auch die