Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 38 (1874)
- Issue
- Heft 52 (22.12.1874)
- Date
- 1874-12-22
- Page
- Seite 877 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Vor. ihr-steht ein betender Knabe,. der * die ewige Flamme des Glaubens -emporhält; zuihren Füßen sitztein.auzerikanischer Adler,- der die. Schlange der Intoleranz zerbeißt.^mid -über den Rand.eines Abgrundes schleudert. --Daß-Lanze.Bildwerk soll, auf einem.Sockel von; zwölf Fuß Höhe zu stehen kommen, welcher auf der Vorderseite die Zahl. 1876, die Worte: „Bon den Israeliten der Vereinigten Staaten der allgemeinen Regierung", und,-den bezüglichen Paragraphen der Berfaffungträgt. Man kann überdem Werth einer solchen Allegorie und dieser ihrer Ausführung streiten. Aber fragen.müssen wir-uns doch, was hat fie -für eine Beziehung zu den Israeliten, die doch ausschließlich dieselbe erdacht haben, ausführen ließen und zum Gedächtniß des denkwürdigen.Tages darbringen? . Man müßte doch voraussetzen, daß. Lei, solcher Stiftung von Seiten einer-jüdischen Corporation irgend etwas auf diese, ihr Wesen und ihr- Verhältniß Hinweisen sollte. - Vergebens wird nran sich aber nach irgend einer Spur des jüdischen Ursprunges umfehen, und doch hebt man diesen.-wieder durch die Inschrift, hervor. Das , hier erscheinende Aoung Men's Monthly and B'nai . Brich Journal enthält in Nummer 3 seines'zweiten-Jahrganges einen desfallsigen Ausruf an die Israeliten Nordamerikas. . . Im Juni d. I. starb zu Po rtland in Californien Rev, Dr. Julius Eckmaun, geb. 1805, der erste Rabbiner, 'der sich in San Franzisco niederließ und daselbst den Gleaner, dann Hebrew Observer, gründete. Die letzten Jahre seines ' - I e u i l - Vas Testament. . _ ... Von L. Schr. ,. . ) (Schluß.) 7.? M Sobald unsre Besorgniß zu. schwinden begann, waren , ich und - .Dina ganz heiter miteinander in dem . engen Verschlage/ in 'welchen -ein .sonderbares Schicksal uns beide, verbannt hatte/ -die^wir uns einige .Stünden zuvor noch nichts gekannt, ja vonunserem-Dasein noch-keine Ahnung gehabt. - Ich lernte ba8; Mädchen näher kennen und bewundern. Die großen Ereignisse,; die> ich miterlebt, deren gewaltiger Sturm auch über mich dahin-- - gegangen, .und in welchem ich sogar eine kleine Rolle mitgespielt/ die vielen Menschen und ihre Leidenschaften-, mit denen ich zu^ thun, gehabt, -hatten. meine Beobachtungsgabe -und Menschen-; kenntniß frühzeitig geschärft. Ich ^bewunderte die naive Unbe-! .fangenheit -des Mädchens und ihr. kindliches Gemüth, und doch^ ' dabei den Scharfblick, die Geistesgewandheit, ja ich möchte sagen -die Schlauheit, die sie jeden Augenblick verrieth. Die Wurzel! dieser sonderbaren Vereinigung fand ich. spater in dem. Elsasses -Juden, der, die reinste, Sitte und pietätvollste Frömmigkeit: irrf ^Haus und. -Familie, bewahrt: hat,, während, fein Geschäft draußen! - /eid^uuuerwähvenden -Kampf, -fordert und oft nicht tion^beij Lebens, sungirte er in Portland. Seine Familie.üstin-Beuchen (Oberschlesien) -ansässig. - Er war -ein -ehrenwerther -Charakter unv atö; eifriger Pionier des Judenthums an der. westlichen Küste Amerikas.wohlverdient. , New°Nork, 20.- November. (Privatmittheilung.) Auch in Amerika hat der^ Tod. Geiger's einen schmerzlichen Eindruck gemacht. In dem Tempel der hiesigen Gemeinde Emanuel wurde eine Gedächtnißfeier abgehalten, bei welcher -Herrvr/Hübsch eine ausgezeichnete und ergreifende Rede hielt. In Chicago wurde, eine solche Feierin noch .umfassenderer Weise ausgesührt, bei welcher fünf Revner auftraten: Die Herren L. Adler/ Dr. Felsenthal, Dr. Machol, Dr. Messing , und Dr. Köhler. - Es versteht sich/- daß. alle Revner. von: .reichsten Lobe auf den Gefeierten.überströmten. Dies that auch aufs Nachdrücklichste der letzteRedner) Am Ende aber lies er folgende Phrase los : „Doch auch er blieb schließlich hinter den. vollen Anforderungen der-Zeit .zurück, - und das freie Irland Amerika mit-seinen gefunden .,freiheitlichen. Bestrebungen und entschiedenen Reformführern überholte.seine, immer mäßigeren Reformmaßnahmen bei Weitem, so daß er/ durch seine allzuväterlich bevormundende?Stellung die. er -ihnen gegenüber einnahm, sich seinen nächsten.Geistesbrüdern und Geisteskindern zuletzt etwas entfremdete." Glücklicher, Weise weiß man auch in dem „Urlaub -Amerika", was man von dem hier nur zu gewöhnlichem Humbug zu halten..hat. Eiy paar kühnliche, äußerliche „Reformmaßnahmen" machen wahrlich den Fortschritt nicht aus. l e t o tt. . reinsten Art ist. Es wurde mir , bewußt, daß dieses Mädchen wahre Perlen der Weiblichkeit in ihrem Herzen barg , und, bei ihrem sichern Tact und feinen Gefühle hoher Ausbildung fähig wäre. — Ehe es ansing ganz dunkel zuwerden , hörten, wir Jacob , mit seinem ewigen Lecho dandi die Leiter. heraussteigen und-das Holz von dem Eingänge forträumen, was er, der nnmer Vorsichtige, behutsam und leise genug that; er öffnete, die Thüre und rief uns fröhlich , zu: „Jetzt-, ihr. gefangenen Vögelchen, könnt ihr euren Käfig verlassen, die bösen Vogelsteller sind, abgezogen) Ja, diese Preußen/haben unser Haus ratzekahl gegessen und getrunken,, sonst aberwaren sie ganz gemächlich und haben uns die Freude geuracht, sich bald zu verabschieden. Sie, haben nur einen, kleinen Posten in Bietigheim zurückgelaffen, -und. -sind weiter, hinaufgezogen." ~ Wir stiegen sehr befriedigt hinunter, und die.alte Base umarmte in ihrer Freude - jeden von uns .besonders, und versicherte,., einen so schweren Tag habe sie .seit dem. Tode ihres Mannes, nicht gehabt, ..und lieber-wollte, sie drei Tage..hintereinander -fasten, als, solche ^Stunden noch einmal, durchleben. . Die.. Preußen mußten . übrigens? doch noch? etwas übrig-, gelassen haben) .denn.,wir. speisten fröhlich miteinander, während..Jacpb bald. dr^ßen,, ball) drinnen war, um. keine Vorsicht-.- aus den ■ "" ■" ■V ' ■ ' 52 '■ 1 '