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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1874-12-15 · Heft 51 (15.12.1874) · p. Seite 865

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
38 (1874)
Issue
Heft 51 (15.12.1874)
Date
1874-12-15
Page
Seite 865 (sequence 15)
Language
German
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bald in ein frauliches. Geplauder/ Dsna hatte' eine reizende Oümme^Wch ^welche sogar der -breite 'Dialekt/und das.verdor- Lenec Deutsch"des Elsaß wohlklingend wurde. Ich hatte ihr auch viel zu erzählen; denn sie wollte ganz genau wissen , wie ich eigentlich;.zur Bekanntschaft des Petters gekommen, und wie wir unsere Verwandtschaft in Erfahrunggebracht. Ich holte aus meinem Etui das Testament unseres.gemeinsamen Urgroßvaters hervor^das allein,^ und besonders durch seine Unterschrift, zur Entdeckung 'geehrt, und meine Rettung 'verursacht hatte. Sie lasses'mit'größer 'Andacht/ und es gab uns vielen Stoff zur Unterhaltung. Auf den Flügeln-der Erinnerung..eilte ich zu meiner Heimath zurück- und sie gab eine sehr aufmerksame Zuhörerin ab, als ich von meinen Lieben zu Hause und von den Erlebnissen meiner Jugend: erzählte. Dies fordertesie natürlich zum--Austausch auf, und bald wanderte ich mit.ihr in Lauterburg' umher/ wie' sie es mit mir in meiner Vaterstadt gethan. Es^geschah dies allerdings nicht ohne Unterbrechung. .Wir hörten wirklich - einen -Posten Soldaten herannaheneinige in das Haus eintreten; sie mochten es wohl auch durchsuchen; einmal polterte einer auf 'den Speicher herauf. Jakob hatte nicht nöthig, einen Kaddisch anzustimmen, mochte ihn auch wohl nicht 'anbringen dürfen;, uns? klopfte -das Herz genugsam, und. wir hielten uns lautlos auf unsren Schemeln. Aber der Mann stolperte bald wieder die - Stiege hinab, und es wurde wieder ruhig im Hause. Wir wußten freilich'nicht, ob die Soldaten es verlassen hatten. Gegen Mittag sang Jakob ein helles Lecho daudi im Hofe, und ...... Unze Lehrer-Gesuch. Die hiesige Spnagogen-Gemeinde sucht per 1. April k. I. einen geprüften Religionslehrer und Canlor anf zustellen. ' Derjenige, welcher die Kinder bis zur Quarta einerhöheren Schule vorzubereiten im Stande ist,' erhält den Vorzug. Neben einem Gehalt von 1200 Reichs-Mark und freier Wohnung,.. werden noch .ansehnliche Nebeneinkommen in Aussicht gestellt. - Meldungen unter Beifügung der Zeugnisse werden baldigst' erbeten. - - - Detmold, den 23. November 1874'. . Der Vorstand der Israel.'Gemeinde.;j::-Levi Heimaim./ M. Fromme.1; - * Ein anständiges junges Mädchen , das die Küche selbständigleiten kann, findet pn-'I^Januarvd.früher in meinem Hause Anstellung gegen hohes Salair. ' ' - ^-Ä. Grundwann, Essen. einige Stunden' spater! Hr noch fröhlichÄed/mnd lwieder- - holte essogar! Das' klang '.uns^ ivie; eine ^ubelhymne, , wir. lachtey. und. waren guter! Dinge! ./ / (Schluß , folgt.)! / Nachtrag. -Wien/.19. ..November. : Wenn 4n einer Nummer Ihres Blattes bereits mitgetheilt worden, daß der hiesige Gemeinde-. Vorstand, bei dem städtischen -Gemeinderathe bis jetzt vergebens für den jüdischen- Religionsunterricht reclamirt hat, so findet dasselbe auchbetreffs'des Ländesschulrathes statt^.an den er sich, gestützt auf das Gesetz vom 20! Juni 1872 wendete, daß die israelitischen Religionslehrer an Staats-Mittelschulen aus Staatsmitteln bezahlt werden. Obgleich hier das Gesetz sich zweifellos ausspricht, wie es das preußische Gesetz nicht khut, sucht man doch die Angelegenheit auf -die länge Bank zu schieben, und' schützt Recherchen über die Schülerzahl vor, während doch derselben Behörde die gedruckten Jahresberichte über diese Mittelschulen vorliegen, also die Schülerzahlcn längst constatirt sind. Indessen wird-man dem'Unausweichlichen doch nicht auswnchen können, obgleich es den sich sonst so liberal gerirenden Mitgliedern des Landesschulrathes wohl auslände, mit guter Miene zu thun, was er, doch thun muß. Man sieht, in Oesterreich, wie in Deutschland, bewegt sich gegenwärtig der . Kampf um die Gleichstellung auf dem Gebiete des Schulwesens. - - / , i g e n. Durch das Ableben unseres Predigers und'ReligionSlehrers, Herrn vr! krsnüfurtder, ist dieses Amt vacant geworden und zum 1. April 1875 wieder zu besetzen. Reflectanten müssen akademisch gebildet seinvon anerkannten Autoritäten die rsNTiir n-inn besitzen und den pädagogischen Religionsunterricht in unserer Volksschule, sowie .in der Realschule -und am Gymnasium zu ertheilen im Stande sein. -. Der Gehalt-beträgt per onno 1200 fl. ö. W. mitbedeutenden Neben-Emolumenten. Qualificirte Bewerber -belieben sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse an Unterzeichneten Vorstand bis spätestens 15. Januar 187 5 zu wenden und werden dem Gewählten Reisekosten vergütet. Bielitz (österreichisch Schlesien), im November 1874. ver israelitische Cultus-Vorstand. Ein junger Mann mit besten Zeugnissen und guter Handschrift sucht zum-' 1; April 187 5 - eine ' Stelle ^als Correspondent, Eassirer^re. in einem - Bankhause, welches am Sonnabend und. jüd? Festtagen geschlossen. . ' -' Derselbe war fünf '-Jahre 4m Bankfache thätig und hat'zum genanntes Demine^- seiner- Dienstpflicht als- Einjahrig-Freiwilliger genügte Reflectanten" belieben Anfragen - sulr Chiffre E. Hl. 30. an die Expedition dieses Blattes zu richten!^ '

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