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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1874-11-24 · Heft 48 (24.11.1874) · p. Seite 808

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
38 (1874)
Issue
Heft 48 (24.11.1874)
Date
1874-11-24
Page
Seite 808 (sequence 10)
Language
German
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und^der,.Neigungves Volkes entwickeltes ist, glauben-.wir vernünftigerWise^ dazu? vollkommen/! berechtigte zu seindann siebtes unter den.? 8.0;0,00: Juden, die hier leben sollenMur eine ver-. schwinden^kleine, Anzahl, die, nicht mehr oder weniger das Deutsche auch.verstünde. Und iu.,dere.That-,'es^..giebt,,keine-;Sp.r-che-,. die im: jüdischen Volke; so verbreitet wäre,- als. eben: Pie deutsche; in ganz Rußland, Holen, Ungarn, ja.-selbst-:die Meiste'in.-Franh-. reich, lebenden, sprechen alle mehr oder weniger correct deutsch. Reisende?,.erzählen sogardaß sie Juden tief in Persien.gefunden hätten, mit denen sie sich in der deutschen Sprache verständigen konnten; es giebt auch keine Sprache, die so innig und eng mit den Juden, seit Jahrhunderten schon verwachsen wäre/ als eben die deutsche.? Die allgemeine Bildung unter den Juden hat auf deutschem.Boden zuerst Fuß gefaßt. s Die größten jüd. Gelehrten, von Moses Mendelssohn bis zu dem noch gegenwärtig lebenden würdigen Greise vr. Zunz, waren fast lauter Deutsche. Alle Zweige der jüdischen Wissenschaft wurden in der-deutschen Sprache vielseitig, und nach verschiedenen Richtungen bearbeitet. Die Opferwilligkeit und . der religiöse Sinn unserer: deutschen Mitbrüder bekundet, sich hier ebenfalls in erfreulicher Weise. Die größten Mischen Gemeinden, die besten jüdischen Schulen — an denen zwar, nebenbei gesagt, noch viel zu verbessern wäre — sind ursprünglich von Deutschen gegründet. Ihre Opferwilligkeit, Großes und Denkwürdiges im Judenthum in's Leben zu rufen, haben sie mannigfach. mit der That bewiesen. .Die größten Tempel und Synagogen, kostspielige und großartige Wohlthätigkeitsanstalten sind von Deutschen in's^ Leben gerufen und werden von solchen größtentheils erhalten. , Lima (Peru), 1. October. (Privatmitth.) Die südamerikanischen Republiken verbinden sämmlich mit ausgedehnter politischer Freiheit und Zügellosigkeit die strengste religiöse Ausschließlichkeit und Unduldsamkeit. So ist auch in Peru die einzige geduldete Religion die katholische; öffentlicherjüdischer Gottesdienst ist verboten; und überhaupt kann kein Jude peruanischer Bürger werden. .Jndeffen, es ist freudig anzuerkennen, daß die gegenwärtige peruanische Regierung, und zumal der Präsident, Pardo, Alles thut, um die Strenge der Gesetze soviel wie möglich zu mildern. Fremde Juden dürfen sich so lange sie wollen in Peru aufhallten und hier in Privatlocalen ihren - Gottesdienst feiern. Es ist deshalb nur völlig in -der Ordnung, daß die „Jüdische Wohlthätigkeitsgesellschaft" in Lima, deren Mitglieder sämmtliche in dieser Stadt wohnenden Israeliten sind , bei Gelegenheit des glücklicherweise mißlungenen Attentats auf das Ae.u i f Das Testament. Bon L. Schr^. . , 2. < Ich erwachte aus einer langen. Bewußtlosigkeit. Langsam dämmerte? es., in mir auf, und wie ein dichter Nebel erhob es Leben des Präsidenten demselben eine Gratulations-Adresse durch eine Deputation, überreichenließen, deren Sprecher. HerrMichael Badt war. Derselbe 7 berichtete dem Präsidenten, welchen die jüdischen. Herren sehr freundlich aufnahm,- daß bei der religiösen Vereinigung der peruanischen Juden am, Rosch-haschanah- Feste der Beschluß angeregt und in einer spätern Zusammenkunft ausgeführt worden sei, diese von allen Israeliten ausgehende Glückwunsch-Adresse an Se. Excellenz den Präsidenten zu richten. Herr B a d t wies darauf hin, daß die Juden durch ihre Religion verpflichtet seien, für die Regierung des Landes ,, in dem sie wohnten — möge sie nun eine monarchische oder republikanische sein -— zu beten und ihr Treue und Gehorsam zu zollen; und schloß mit herzlichem Danke im Namen seiner Glaubensgenossen für den Schutz und die Freiheit, welche die. peruanische Regierung denselben gewähre. Der Präsident antwortete: „Ich bitte Sie, der Israelitischen Gesellschaft meinen Dank fürihre freund-, lichen Wünsche zu übermitteln. Es freut mich zu hören, daß Sie mit dem Lande und seiner Regierung zufrieden leben. Ich werbe mich stets bestreben , Sie in den Stand zu setzen, Ihre verschiedenen Thätigkeitsrichtungen ungehemmt und ungestört sowohl-seitens der Regierung als des Volkes zu betreiben, und die israelitischen Ankömmlinge werden-in Peru stets denselben Schutz finden, welchen alle Fremden von mir zu fordern das Recht haben." Die Audienz endigte - mit einigen Dankesworten der Deputation für den freundlichen ihr gewordenen Empfang. — Sehr erfreulich in mehrfacher Beziehung ist die Schenkung, welche einer der reichsten Pflanzer -und Industriellen von Peru, Herr Henry Meiggs, ein Christ, den Juden' von Lima gemacht hat: nämlich die eines Grundstückes, welches zum jüdischen Begräbnißplatz dienen soll. Diese That hoher Toleranz und werkthätiger, alle Glaubensunterschiede übersehender Nächstenliebe, ist doppelt rühmlich in einem Lande, wo bisher nur Unduldsamkeit herrschte. Die South Pacific Times von Callao bemerken zu diesem Ereigniß: „Es ist in der That keine geringe Sache, daß Lima die erste Stadt in Südamerika sein sollte, in welcher-ein -besonderer Ruheplatz beschafft worden ist für die Körper der Anhänger des ältesten jetzt vorhandenen Glaubens; und Herr Meiggs kann stolz ob der Thalsache sein, daß sein Name in Verbindung mit diesem Ereignisse erwähnt werden wird." Man hofft, daß an der Einweihung dieses ersten-israelitischen Friedhofes die Staats- und städtischen Behörden von Lima-sich zahlreich betheiligen werden; um so-ihrer Sympathie für die Sache des Fortschrittes und der religiösen Freiheit Ausdruck zu geben. l e t o n. . . sich allmälig von meinen Augen , daß die Strahlen des Lichtes' und die Formen der Dinge, die mich umgaben, wieder in sie drangen. Ich fühlte einen schweren Druck in meinem Kopfe, und die Seite desselben schmerzte mich. Nur mit Anstrengung hob sich meine Brust, um Athem zu holen, und es lag auf ihr

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