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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1874-11-24 · Heft 48 (24.11.1874) · p. Seite 804

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
38 (1874)
Issue
Heft 48 (24.11.1874)
Date
1874-11-24
Page
Seite 804 (sequence 6)
Language
German
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M Kanzel und den-KLtafalk?'-'Äber^Mgebens-'chatte man' skch-nach ' WgenL 'welchen^ christlichemWürden-ttägern - - Vertretern des 'Staates olrer-"der-'Stadt oder/ sonst# in -'ihrer! -Stellung ^ünd 'Wirksamkeit bedeutenden'Männern 'christlicher^Religion 'umgesehenauch-^gewahrte' man nicht/-/daß^dem -Verstorbenen - irgend - 'eine -Orbensdecoratiön " oder' derartige Auszeichnüng '• während ■ seiner! vierzigjährigen'Wirksamkeitzugekommen' war. -Sie wiffendaß ich auf solche 'Dinge -än sich' keinen Werth lege; aller ' ihre Abwesenheit diente' bei dieser Gelegenheit doch als -das C-Harakteristicnm eines allgemeinen Verhältnisse das n'icht 'ünbdachtel zu bleibbn verdient. Wenn-' auch Geiger^ - in feinerThatigfett und seinen Arbeiten wesentlich sich innerhalb '%e&IubenthumsrchteÜ-'-so'-chetrafdie erstete die'drei dedeutendsten'-Gemeinden iDeutschlands/ und-die - letzteren gingenstn ihrdn Zielen -und ihrer Art und -Weise weit in -die Gebiete hinaus, welche der allgemeinen Literatur inb Wissenschaft, ■ tmgehöreru r Daß er^ trotzdem'eine sichtbare Würdigung und ^Anerkennung außerhalb--der - jüdischen Meise-/nicht gefunden, beutet eben ä'nftvie noch - immer stätlfindende Jsolirung, in welcher das - Judenthum ünd"Alles''was-'-ihm angehött-sich befindet-und-von! Außen>gehalten witd.'^-lUnd fügen wir es Unumwunden ces findet dies -insbesondere - noch iüuDeütschländ -statt."- Ueber'-die Ursachen und die Wirkung dieser' - Erscheinung will-ich mich hier nicht äfy?* lassenwie' gesägt/ die großen- Räume wären gedrängt--Doll- - an ausgezeichneten- Persönlichkeiten - war' kein -Mängel-; die Worte/vi'b: über demSarge gesprochenwürven, warenberedtunb glänzend, - der--GesangMld''d'ie'DrMbegleitunK -''drgreiftstd' -Änb. majestätisch- E - es--ward also nichts vermißt und entbehrt/lß-Es-charäkterisitt-sich hierindaß - eben die: jüdischen--Meise 'flchr-tzlbst-zü--geMgew^ddt«/ mögeni' Aüch-'das 'gehtaus -der vonmirgemächtenBeobachtüng hervor, daß das Jüdenthum'fortwnd föttauf -feine etgert^j^rafti angewiesen 'ist>l und nur-Schiffbruch leidenköünie, wenw diese sich vermiitdekte odereinzu - weit getriebenes Bestreben - nach außen i sie? zerstreute und Wie' immer zst erneuernde!'Befruchtung seiner- Pflanzungen ' dadurch: schwächüch und Mangelhaft- Würde.- '! - -- Berlin/ 1'5. November/^.(Privatmitth.) /Die'»von dem! feligen-Profeffor FürstchiMerläsfene BüchersammluUg -- gegendrei -Tausend - gelehrte Werkeenthaltend ist von-dest beiden 'Damen, -Frau -Fanny;uüd Bertha Oppenheimer -aw Leipzig, angekauft'-und' zum Andenken am den seligen Herrn^Hermünn Oppenheimer- ' ihren- Gatten - und Sohn^-der Hochschüle als Gb-! schenk. gestiftetr worden / gewiß - eine hochherzige That"edter Frauen'! ' - - Aus-, dem Badischen^ "-1 0/i November.:'(PrivüHlitthdlt/) Der- Oberrath -Jose pH A l t m a nn in Karlsruhe! ist den - 31. vor. M. aus dem Leben geschieden;' er war fast das einzige Mitglied in der jüdisch-kirchlichen Behörde, das der /Orthodoxie huldigte. — Geiger's Tod hat auch in hiesiger WMdDei'cMii? -Bessergesinnten. Bestürzung -hervmgeruferyMsie.Wissen,, wgs das Judenthum an-.ihMl/.verloren halL Auch/bei diesem- Verluste zeigen sich die. Orthodoxem kn; -der IganzemMi?drigkeir - ihrer- Gesinnung/ 'sie!: könneMjhre Freüver. überudas HinscheMp dieftsi thatkräftigen ü: Mannes'/kaum -unterdrücken..: So-/läßt:'.sich: Herr Lehmann -in. Mainz- , ein Berdämmungsurtheilüber, Geiger saus Berlin chicken; - auf - dieses Gewäsch /-näher 5einzugehenhieße denn doch. dieftr' Clique - zu Diel. - Ehre , erweisen: - Welchen! Grqd uvon Wissen und - Bildung - dieser. Kritikerhat/ - ergiebt: /sichmm ^^deutlichsten aus folgender Stilprobe.: /,Er .gehörte: / jener - älteren Richtung der Neologie: anwelche-:-irregeleitet durch.- die-damaligen Verhältnisse, wo den Völkern ein schwaches. Dämmerlicht , ausging/ wgß - die - JÄven: - doch: etwelche: Rechteaus Menschlichkeit:--zu beünspruchen-hälten,- Doch: dabei von ihnen -verlangte, daß. sie sich diese 'Rechteerst Durch Annäherung an diechristliche Welt,:/durch Lossagen - von--.chrenTstrengen-iSoudergesetzen/:-.selbst zu. verschaffen suchen müßten/ ^wahnte, mankönne die. . So schreibt nun: ein -Hildesheimer, der: sich freilich. Recto.r/: einer!: Rabbinerschule nennt/d-sich aber .weniger durch talmubische! oder, anderweitige Gelehrsamkeit, / als durch sein! -abstruses Wesen : .und seinen verworrenen schülerhaften Stil auszeichnet. Ein:., solcher Mensch wagt resüber einen Geiger rin -Uttheib zu fällen! -Daß dieser- Expectoration,eine, vollständige. Unwahrheit einwohnt, brauchen wir wohl kaum zu bemerken/ - In Deutschland/ hatten - sich zahllose-Juden, källgst schon von: den mittelalterlichen-Formeu des Judenthums -entfernt, bevor der. Kampf um die bürgerliche -Gleichstellung begann, und niemals haben die sogenannten „Neologen eine Bedingungangenommen, die . darauf!hinausgelaufen : wäre, die -bürgerlichen Rechte nicht , für die - gesarnmte, Judenheit /..sondern nur. für dieaufgeklärten - Judenzu^ 'erzielen.. .. .Nicht. irgend ein Vo.rtheil hat die. Juden.diesen -mittelalterlichen: Formen-entsagen lassen, sondern: die: Erkenntniß und das Leben, die Ueberf zeugung und die gesellschaftlichen Verhältniffe . unv -Pflichten, welche:- mit jenen sich .nicht mehr vereinbaren ließen... i\jjg u Aus dem Elsaß- 12: November.: //(Privatmittheil.) H In Regierungskreisen:' sprichtman jetzt von dem/-Plane.,, für Elsaß- Lothringen ^ein- Rab b in e rs em.ina r zuerrichten.. Manwird voraussetzen; daß/die deutsche Regierung, nicht von: einer Ärt Vorliebe', für ein solches-Institut :getrieben - wird, da.. sie in -Der großen iHeimathueiner -solchen Anstalt niemals - auch,: nureinen Gedanken gewidmet -hat,, und selbst dienoch ./nothwendigeren Lehrerseminare erstseit einem Jahre -mit einer.Geldunterststtzung bedenktt . Das: Bedürfniß, -liegt darin-: daß: das französische Gesetz, welches; für; die . jüdische: Consession: das: alleinige- Normativ: .äst, nur Rabbiner aus dem: Pariser Seminar- - und, - von . diesem; geprüft, zuläßt. - Ein Institut, das dieses ersetze/ besteht in Deutsch-- land nicht, und so müssendiehierländischen: jüdischen.Gemeinden 'ihre: Geistlichen nüs Paris beziehen. Hat -nun die deutsche: Regierung jüngst bewirkt, daß die jetzigen politischen Grenzen Deutschlands-und' Frankreichs auch die bischöflichen Diöcefen der Katholiken abgrenzen, so muß es,/ihr daran gelegen sein, auch keine französischen Rabbiner herüberzuerhalten, -die natürlicher Weise .eine -Heftige französische Hesiunung. .mitbrächten^ Man/Hakte nun :djese^.'-Bedürfniß -nicht für gering.,5,Äy Elsaß-Lothringen, wexden

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