Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 38 (1874)
- Issue
- Heft 45 (3.11.1874)
- Date
- 1874-11-03
- Page
- Seite 753 (sequence 7)
- Language
- German
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753 besöndöÄ' besp'M 'er^sich' Ausführlich /' mit uns Äber feiste Thaari1 der Hochschule/ und' wie er 'dieselbe gestaltet wollig Am' zwölften',''/als' 'W’erfteit" S^euja^rgtagewohnten' wkr ‘ denh GöiteSdienste' ist "der" großen' 'ueudn Synagoge1 Bet 'und hörtest Geifer predigest. "'Er sprach-fünf/Viertelstünden mit aüßerör^ deutlicher' Kraft/ aber "auch mit' einer Kraftanstrengung/" zu 'der ihn die' Bekannte'' schlechte Akustik in diesem Prachtgebäude nöthigte/ die "unsSilber' eine 'große-Besorgniß für den immerhin bejahrten Mann'einflößte, wie Äir 'sie " auch gegen mehrete Freundd äussprachen.' -' Wer'- hätte"' jedoch - damals das nahe Ende' des'' v'er^ ehrten^ Mannes''vorausgesehen! Der Verlust ist groß/ den diese' Anstalt,''den die Gemeinde zu' Berlin, den das ganze''Jud'enthum durch den' Tod Geigers' erlitten hat, und wir wußten gegenwärtig Niemanden," der 'ihn ersetzen' könnte/ Redaction. Berlin, 23: Öctober. '' (Privatmittheil.) Ich habe Ihnen über' den ''Bericht ü'es 'hiesigen 'Magistrats"an' die' Ststdtv'erordnelestversammlung/ -über die am " 1." October gegrüüd'eten vier neuen Elementarschulen, welche''. cönfessionslos sein - sollten, ■' aber ■ nach dem bisherigen Beschluß'dds''Prövinzialschülcollegiuws'vorerst'evoingel. Schulen geworden sind/ weil letzteres'sich noch nicht'für Knuginformirt "erklärte,' bereits' Mittheilung gemacht. Der^Bericht kam 'nt der'gestrigen Sitzungder 'Stadtverordneten zur' VerhäMung: Die meisten Redner'waren M'"dem Vorgehen des Magistrats ^zufrieden nnd wollten, daß die- Versammlung' diese Anerkennung aüssprechen söllte/ Der" SaNitätsrath Do.' S.- Nemm^n n ist anderer Änst'cht'Äd" erinnert'"daran", ' daß der Magistrat" 1870' ös getvesen^sei,' der zuerst' confesfionslose Schulen habe'einrichten ü/ollen." 'Did' Versammlung habe'das "Princip äcceptirt, aber "der Magistrat habe gezögert und "bringe "endlich' 'obige Vorlage.Ji 5Dteselbe 'dürfe nicht lediglich ric! aew-gmommen' werdest. "Der' Magistrat habe'sich Primciprell für confessionslose "Schulest ^entschieden'und stehe'stuf' präctischem 'Standpunkt; "doch' würdest'die jüdischen' Schüler nicht genügend berücksichtigt undes fehle viel, ' daß' ' tritt ' simultane ''Gemeindeschulen hätten.' Nachdem angeführtest "Zählenverhältniß brauchten''die Katholiken solche 'Schulen gar nickt, und es sei förmlich Protest zu erheben gegen den Satz best Magistrats) et/chürde sich nicht länger der Verpflichtung ezttztehen können,' öke'Dd/ Kinder zu unterrichten. //Wir habest gegen atse Kinder gleiche Verpflichtungen", und die Juden-wer-' den Stmultänschulest^ f^hr i gern" accepüren/ Was aber ' der Magistrat' bringe "/ viör Schulest nämlich , das genüge nicht, "'dazu lägest"dU neuen Schulen, wo -keine'Judewivohnen/' -Man dürfte sich""also'"nicht wstndÄn,''wenn'der' Versuch' des Magistrats scheitere'." dsthech'^ein " Magistrat zu 'sacjest/ die' Bersa'itiirtlustg^seh'e' vorläüstg Höst'eister wnteihi1 prmcipielttr/EiL' örtetustg'" hdr' Sa'che^ah/""chetrachte '' über" bezüglich chest 'practischen AusMrung der Rngelegenhi'st^stie ' Wünsche stör Berfämcklustg Üd/Be'vtrstm^fragt, -öbstenst der" Magistrat^ die''’ijti? vier- 'neuest' Schulen lieber auch" als ch'vd fstssi'öst e-ll e Schüfst! 'häÄe^ hinstellensollen."/JeddnfaW^östnch iE-Magist?äi den'Gedanken' astgenblickkich nicht besser ausführest/ -er "sttußte ncich Lage der Gesetzg'ebung^sv Verfahren-' -wie geschehen —l iünd':eic hoffe,1 daß' die''Juden," wenn der Äiagistdat so'fortfahre,^ -auf eigene jüd. Schulen verzichten würden. Man werde "ja!auch"jüd. Lehrer' stn Me'sen-"Schulest" anstellen, und'er bitte, wemigstenskeinen Tädel gegen den Magistrat auszusprechen. "Sst-B. vr/"He'rmds I. hat die Vorlage" des Magistratsmit' Freuvest 'begrüßt, denn' die' Stadi'Berlist hat/ einen Schrilt vorwärts gethan, namentlich dstrch'Beseitigung "der Geistlichen-als 'Localinspectoren."' ' Er' "beantragt/ dem Magistrat die Anerkennung der Versammlung' äuszusprechen und ihn 'zu ersuchen, auf'dem' hetretenen' Wege weiter ' vorzugehest. — Eine solche besondere Anerkennung w'i'll' 'St^B. Dr. Stört"nicht aussprechen, um dem Magistrat keine 'neuen Schwierigkeiten zu machen: Auch vermißt Redner ' die Versicherung, daß' Kinder anderer 'Confesstonauch- Religionsunterrtcht in diesen Schulen erhalten werden.' St'.-V. Dr. N est in a nn warnt Nochmals, 'sticht' den Schein füi' Wahrheit zu Nehmest; er" beharrt "bei seinem'Anträge. - Der "Antrag des Dr. Hermes wurde angeno in men. — In'der That"hat'"Dr. Neumann den Nagel auf' den Kopf getroffen/ wenn er' warnt, den "Schein-Hüst die 'Wahrheit'zu-nehmen.'' - Aber-' dies -tfi es ja, wozu die Menschen ammeisten geneigt'sind, wenn sie nichts' Ernstliches "thun wollen: Die vier' menen Schulen sollest dereinst' costfessibnslvs werden — man nimmt sie -aber schön jetzt dafür; man " will feister' Verpflichtung, auch' für' die ° jüd.- Jugend Sorge zu' tragen/'' Nachkommen und glaubt dies" bereits "durch die vier Schulest/^an welchen' bis -jetzt nur evangelischer 'Religionsunterricht ertheilt 'wird,' und' .die' so entlegen sind, daß jüd. Kinder-sie -sticht' besuchdn können/' schon"'so ''genügend geschehen, daß 'mast die Juden äüffvrder't, auf 'Ähre - Schulen'zu ^" „verzichten"!' verzichten/ als;oBnfte asts städtischen Mitteln bezahlt würden' und die Judest nunmeht! hierauf verzichten sollten;"verzichten, dt h/rhre tüchtigen' und weit über' das Mairst der Elementarschulen hinausgehenden Schulen eingehen' lassen, während "die Stadt' mit streng - evangelischen, unter Aufsicht evangel. Pfarrer stehenden und sehr überfüllten Schulen bedeckt ist. 'Aber auch Herr' dr. Neumann lließ sich'in dem' Augenblicke vom Scheine"' blenden/" wenn "er sagte-/ der Magistrat habe „principiell" die Confessionslosigkeit der Elementarschule anerkannt. Davon finden wir ' in dem''Berichte des Magistrats kein Wort. Er betont' nur/'staß, "wenn die-Stadt überall confessiostellgeschiedene Schulest' Unterhalten''sollte/ - diesfür dieselbe eine! unerträgliche" Last werden ' würde/ ' Dies -ist vöch' stoch lcin'ge^ kein''Princip,"sondernnur eine'Nöthigungdurch außere^Berhällstiffe." Viel "einfacherwäre/ es / wiedie (Dinge legest'/anzuerkennen/' daß die 'Verfüffung selbst nur eine confessionelle "Bölssschule zuläß't.' Daß 'bähet -'-zstvor- ^das^Untdrrichsgesetz" und '^in'? ' Veränderung 'desbetreffenden'Verfäsiüngspara-' gräphest "vorangehen müffen/' bevor - confessionslose-Schulen eine umfaffende' Existenz erhalteni Wnnen/-i Genau -genommenkonnte - hie"'WptyÄW^eteÄerMwlung'"'m^ btesem ^Augenblicke" 'nichE