Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 38 (1874)
- Issue
- Heft 28 (7.7.1874)
- Date
- 1874-07-07
- Page
- Seite 468 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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, 4fj8 n *. o so vielen schriftlichen Arbeiten verbundene Verwaltung abrechnct. so blieben für Honorar, Satz, Dapier, Druck und Buchbinderei keimMnügend.en.Eittel/m^rGb.rig. ,de.EerstenLährzehnk des ^Instituts wär dies anders, und wir^erinnern uns-mit Vergnügewdev Jahre,?wo! rvir '-trotz gezrhlterÄhoher- Honorar):..^201 bis soga^ 135 Bogen jährlich liefern konnten/ohne das Institut mit einem bedeutenden Deficit zu belasten. Allein die Preise stiegen von Jahr zu Jahr, intb? «twttbeit? dadnvh- He Kerhaltyiffer imme'x-. schwieriger. Dem gegenüber'mußte der Umfang der'jährlichen Leistungen immer^mehr eingeschränkt werden; dies konnte aber nur bis zu einer Grenze gehen, und bereits ergab sich im letzten,' dem - 18 ten Jahre, ein nicht unbedeutendes. Deficit. , Man hätte können zu einer Erhöhung des Abonnementsprrises greifen; aber 'dies war unter den gegebenen Verhältnissen, ein Experiment, das wenig Aussicht bot, und dem wir deshalb uns nicht ausschenÄvllten. " /'ty Dennoch wäre diese wesentliche Schwierigkeit vielleicht.zu überwinden, gewesen, wenn die Zahl der Abonnenten eine bedeutend ^'größere- Höhe erreicht hätte. Denn es giebt für eine solche Veranstaltung gewisse. Ausgaben, die . sich, bei der größeren oder geringeren Auflage der Exemplare gleich bleiben. Honorare, Satz, und Verwaltungskosten bleiben ziemlich dieselben oder erhöhensichnicht in' 'gleichem Maße, wie die Auflage, - vertheilen sich also leichter,-je größer die Zahl der' Abonnenten ist. Allein ein, solcher Anwachs fand nicht statt, vielmehr das Gegenthcil: Allerdings war die Zahl der Abonnenten verhältnißmäßig noch immer refpectabel. Wir hatten im 18ten Jahre 1400 Abonnenten und dieselbe^ Zahl hatte! sichbereits in diesem Jahre, gemeldet'. Bei größeren Abonnementspreisen hätte diese Zahl vollständig genügt, so aber war, wie bereits gesagt, das 1 Ste Jahr nicht ohne Deficit geschlossen, welches das 19te Jahr,- wenn wir nicht den Umfang der Schriften in einem Maße beschränken'-wollten, wie es uns dem Vertrauen des Publikums gegenüber nicht convenirte, nicht decken, sondern nurmehren konnte. Die Ursachen der seit bereits 8 Jahren^ eingetretenen allmäligen Abnahme der Abonnenten sind nicht weit zu suchen. Sie liegen theils darin, daß der Reiz ber^eul^cit-für'Siele 1^0116, Viele ihre Bücherschränke mit diesem Zweige der- Literatur nunmehr'-'genugsam gefüllt sahentheils darin, daß!^der Kreis der Männer, welche sich für die moderne jüdische Literatur interefsiren, immer mehr abnimmt und in der herangewächsenen Jugend nur sehr geringen Ersatz findet; theils endlich in einer eigentümlichen Erscheinung. Ueberschauen wir nämlich, und die jährlich veröffentlichten Abonnentenlisten machen Dies Jedermann möglich/ den ganzen Kreis unserer-Abonnenten, so ergiebt es fich, daß' die eminentd Mehrheit derselben in den Ländern Deutschlands, welche jetzt den preußisch e n Staat ausmachen, Baden hinzugerechnet, wohnhaft! war, und daß diese gerade dem' Institute - dauernd verblieben äst, während"'inden übrigen Ländern nur eine geringe Zahl der Abonnenten sichfcind und immer-mehr abnahm. Es gehthieraus ein ^unzweifelhaftes Zeugniß, sowohl für das geistige Interesse jenes Theiles unserer Glaubensgenossenscha^, auch die . Leistungen des Instituts hervor, welche ^fortwährend ^dem Mistigen Bedürfnissedesselben entsprachen.^ Oo^iAe^E M^iniges' an- . zufühäenxdi? Million GlauhenHenosseuKirP dev gässzknchsterreichischen Monarchie in ßde^Zeit der höchsten Abonnentenzahl , nur ein geringes Contingent, Böhmen 56, Wien 50, Mähren 10, Ungarn-46/ Galizien 55, asso. zusammen- 207, welche in der ' letzten^ Zeis zusammen auf59 schwanden. Bayern hatte in jener ' Zeit nur 68 Abonnenten, gegenwärtig nur 20; Würtemberg 33, jetzt 13.' Man sieht, daß wir - das jüdische -Publikum als solches durchaus nicht anklagen. Wie! es jüngst ein erfahrener Publicist aussprach: Deutschland ist das Land, in welchem am meisten Bücher, geschrieben -und am wenigsten gekauft werden;, in Oesterreich werden sie auch nicht einmal geschrieben; die Lectüre der Zeitungen'und Romane verschlingt jedes'änd'ere llterär/ J'nferesse. - 3) 'Es wäre aber ungerecht, wenn wir einen anderen .Grund, der auf den Bestand des Instituts und auf unseren Entschluß einen bestimmenden Einfluß übte, übLlgehen wollten, nämlich die wachsende Unfruchtbarkeit, .seitens jüdischer Autoren. Was auch von anderer Seite gesagt, und -gefabelt werde/ die Leiter ödes ^Instituts haben, wie die Namens der Autoren und der Inhalt der Schriften, welche das Onftitut'vöeröff^^ 6et]Deifen, die größte Unparteilichkeit geübt.. Hatte doch selbst der fel. Jost dafür gestimmt, das Geschichtswerk' von Grätz, das mit seinem damals erscheinenden Werke über die Geschichte des Judenthums concurrirte, und.dessen erster Band (d. h. der vierte) unverkäuflich geblieben war, vom- Institute herausgegeben, werde.;, Dir waren zu froh, wenn wir ein gutes paffendes Manuscript erhielten, als daß. wir irgend ein -anderes Motiv zur Geltung kommen lassen sollten. Mein diese guten Manuscripte versiegten immer mehr/ Was angeboten ward, bestand zumeist in Monographien, die, für die strenge Wissenschaft-nicht ohne Interesse, doch für den größeren Leserkreis unverdaulich und dabei in der - Regel zwar für die Thatsachen kritisch tüchtig, aber ohne höheren Geist und ohne Form - und Leben waren; andrerseits unreife Products metaphysischen oder belletristischen Inhalts. Daß diese Sterilität nicht-aus anderen Gründenals weil sie gegenwärtig wirklich vorhanden, floß, -wird Jedermann einsehen, der über die literarischen - Erzeugnisse der letzten Jahre 'auf dem ganzen -jüdischen ' Gebiete^ einen-Blick wirfü Vergebens gaben wir auch eine Reihe von Aufgaben' an, welche zu lösen! und die vorhandenen Lücken unserer Literatur auszu^llen 'geeignet wären. Unsere Aufstellungen'wurden als - bedeutend anerkannt, ohne daß die allerdings schwierigen Themen äusgeführt wurden. Der Redakteur dieser Zeitung/ der ja; -wie seine zahlreichen sonst und auch neben dem Institute meist in mehrfachen- Auflagen erschienenen Schriften erweisen; nie: um eine -Verlagshandlung - verlegen war, sah - sich . deshalb, wenn-auch stets ungern-und nurauf wiederholtes Verlangen seiner Collegen einwilligend/ genöthigt/ dem Institute 'eigene