Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 38 (1874)
- Issue
- Heft 27 (30.6.1874)
- Date
- 1874-06-30
- Page
- Seite 456 (sequence 8)
- Language
- German
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solches daß - sieünmittelbardafür. thättzi sei,,, die Religion, iwelchör sie .entstammt, also das Iüdenthum in ffeinenr religiösen-Inhalte zst fördern und zu.-erhalten./. >©ie„ ist.-zunächst -nur Wissenschaft.! MeV. so .grpß. -war glücklicher Weisender Gegensatz zwischen Wissenschaft und-.-innerem Leben überhaupt; zwischen ihr-und dem? .religiösen' Bedürfniß,- Streben nach Veredelung/ des -Gemüths, .innerem/Triebe-der geistigen Erhebung niemals>im 'Judenthum, und. wir-wünschen-, daß er es. auch: nicht in Zukunft werde.. Wir . können dies aber, nur hoffen, wenn/eben-die .Wissenschaft im Iudenthum erhaltenwird;, wenn sie gedeiht; und durch -sie.dir, wo alte- Triebe i unwiderbringlich -verdorrt' sind,/ neuegepflanzt werden, i'peuer; auf-dem Wege einer?.geistigen Arbeit,- die/nicht blos vonder Autorität/ allein,- /sondernvonder .eigenen .Schöpfung zugleicherfüllt. ist. Ich. hoffe, daß/sich das Wort des Propheten (Secharja 14/; :8) an unserer Hochschule--erfüllen wird-: -„Es wird sein in jenen Tagen, da werden von Jerusalem ausgehen-lebendige Waffer, und - sie werden strömen nach dem Meere-des Ostens und nach, dem-Meere des Westens." -r Nach dem Spruche eines alten lalmud. Weisen ist -jede Stätte, die durch-geistige Arbeit ausgezeichnet ist, emZiön. Lebendige.Waffer werden ausgehen, welche wach: 'Ostens 'fließen, welche uns/die religiöse Tradition repräsentiren j und/nach Westen, welche .die Wissenschaft,, die -geistige Methode'' dernArbeitrepräsentiren. Das^soll/der Vorzug/dieser methodisches, wiffenfchaftlichen Bearbeitungfür-unswerden;: daß der-Indifferentismus auf der einen; Seite allmälig-gebrochen,. daß U M finstere Glut auf der anderen Seite gemildert werde;:-daß beide.Seitensichm per-Hochachtung' begegnen, .vor. den Quellen -/des. Wiffens; und vor denen, die daraus schöpfen. „In der Hitze und in!der Kälte, im Sommer und .im. Winter werden sie 5 fließen:" Mag die Glut des Glaubens den Einen beengen, - -die- Kälte.desttIndifferentismus den Anderen bannen und entfernen : wenn-nur ln dieser Anstalt wahrhafte Wissenschaft betrieben wird, aus innerster Ueberzeugung geschöpft und gelehrt , so - .wird sie wirklich einen Mittelpunkt für das -Leben des Iudenthums -ausmachen. Das ist -unsere -Hoffnung, und . darum bringen wir Allen, die geistig an ihr thätig sind undihr Gedeihens fördern; / unsere -herzlichsten Segensgrüße. . - , Deutschland. Berlin, 15. Juni. Ueber die Anstellung des Herrn Dr. Holtzmann haben wir noch -Folgendes nachzutragenNach dM Tode des Oberlehrers llx. Jänicke und nach dem Abgang der ordentlichen Lehrer vr. Band und vr. Fr oben ins erschien ^.-dem.-.-Dhrgistrat-nhthjg,.-.jpex?-SopWnMealschyle' -e.men bereits geübten, Lehrer von; anerkannter Tüchtigkeit zuzuführen. Der Magistrat hat deshalb für. die drittletzte,/mit Y80 .Thlrn. dotirte Stelle dem Königlichen Schulcollegium den l>r. Holtzmann in Vyrschlag gebracht-, -dessen, wissenschaftliche und-, pädagogische Befähigung, durchsein PrüfunMeuMß vom 7.. Mai. 4P7.0 und durch - seine Mehrjährige. höchsterfolgreiche Thätigkeit an zwei hiesigen.jüdischen Schulen außer Zweifel gestellt ist^ Der Magistrat chatte gehofft,,daß das Königb Schulcollegium/in Anbetracht dessen, daß dieser Lehrer -.bereits -hinreichend erprobt war, von her Ableistung der, zweiten Hälfte/des Probejahrs. Abstand nehmen würde, hat aber einen Bescheid vom 30. April c. erhalten, durch welchen die Entscheidung über. - die Wahl des Pr. Ho l tz m a n n bis zur. Vollendung seines Probejahxs verschoben wird. Da nun vr. HoltzMann im Vertrauen parauf, daß seine, Wahl nicht Würde-.beanstandet werden und wohl auch, um seinerseits .alles zu Wn, /. damit die Anstellung- - Mischer Lehrer-an . Gymnasien und Realschulen. aufhöreetwas.. Abnormes zu sein, seine Stellen andsv jüdischen Gemeinpe-Knahenschule nr^d dem jüdischen. Lehrerseminar und damit ein Gehalt aufgegeben hat, welche has der ihm zugedachten Stelle übextxifft, und,- da die Stelle an der Sophien-Realschule ihm angelragen,- nichtvon ihm gesucht, worden ist, .so würde der Magistrat es sehr bedauern,- -wenn, er^dem wackern und. bescheidenen Manne nichts, weiter bieten könnte, ,als das vorschriftsmäßige Honorar; für .Extrastunden. Der. Magistrat ersucht daher die Stadtverordnetenversammlung,/ sich - .damit.- einverstanden ^erklären, daß dem vo.^Hvltzmann,.bis die ^Bestätigung erfolgt, das ganze Gehaltder von ihm perwaltßten Stelle gezahlt werde.,, -7— . Herr S. Slonimski, der. bis-, jetzt eine; .hebräische.Zeit? schrift .N">7sL7r in Warschau herausgegeben; wiA dieselbe -vom 1. Juli an wöchentlich hier in,Berlin erscheinen lasten. Fürth, 16.. Juni. (Privatmitth.) Erlauben Sie -mir, zu meinem, Arsikel in. Nr. 24 einige kleine BerichtigunLenihinzuzufügen.. Der Name, des ersten - Israeliten - in Bayern- - der zum Vorstände des hiesigen Handelsrathes ernannt wurde, --ist Palomon Berolzheimer. j Die Decrete.für-vr. Ortenau als königl. Notar -und. Max. Berlin als königl.-. Stadtgerichtsaffessox m Nürnberg.datiiten resp. vom 21: April,1862 und 16. Januar 1874. ..,S. 407 Z. 3 muß es. heiße.n< >,der,erste-Israelit -iu Bayern". Wormditt, 19.; Iunü (Privatmitth.) - Im /September v., I. kaufte die hiesige -kglholische Kirchengememde ein-Areal zur Anlegung eines Kirchhofes an und umzäunte;einen Theil-. desselben zur sofortigen Benutzung. . Zu den- Kosten sollten, wie sonst bei KirchenreparatMen,,. auch) die. -jüdischem Hausbesitzer nach..-Verhältnis beitragen, und Wurde dies-auch voM/Mqgistrat eingezogen. Einzelne--zahlten.- diese Beiträge H ..andere weigerten