Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 38 (1874)
- Issue
- Heft 27 (30.6.1874)
- Date
- 1874-06-30
- Page
- Seite 454 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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454 3) Talmud bab. Berächoth(curforisch)- i St. ‘ } 4) Iore-Dea (resp. Quellen dazu), 1 St. -- ' 5) Talmud jerüschal:Seraim,1 St.- - -; Prof. Dr. Steinthal: - --- Ueber die Entwickelung der religiösen Idee in den bibli- ' - ' scheu Schrifen, 3 -St. ' ' ' - Im Sommersemester 1 8 7 3: Dr. Caffel: 1) Jüdische Geschichte und Literatur vom Abschluß des Talmuds bis zum Ende deS Mittelalters, 3 St. 2) Die kleinen Propheten, 2 St. -3) Ausgewählte -Stellen uns dem Commentar des Eben- Esra zum Pentateuch (seminaristisch))' 1 St. - Dr. Geiger : ' 1) Allgemeine Einleitung in dieWiffenfchaft des Iüden- 'thums (religions-philosophischer- Theil),1 St. 2) Specielle Einleitung in die biblischen- Bücher, \ ©t. 3) Genesis, 1 St. - - 5 1 ' : Dr. Lewy: :; 1) Einleitung in die Mischna, 1 St. 2) Mischna, 2 ©t.; : -! v '3) Talmud Pefachim, 3 St. 4) Iore-Dea, 3> St. 5) Privatissime Talmud Ieruschalmi, 1 St. Prof. Dr. Steinthal: Religionsphilosophie, 2 St. Im Wintersemester 1873/74: Dr. Caffel: - 1) Jüdische -Geschichte und Literatur von Maimonides bis zumEnde des Mittelalters, 3 St. 2) Die Kleinen Propheten, 3 St. 3) Commentar des Aben-Esra zum Pentateuch, 1 Stunde (seminaristisch). ' Dr. Geiger: 1) Allgemeine Einleitung in die Wissenschaft des Judenthums (religions-philosophischer Theil), 1 St. 2) Specille Einleitung in die älteren biblischen Bücher, ' '' 1 Stundet .. 3) Genesis, 1 St. 4) Das Buch Iosua (seminaristisch), 1 St. 5) Mischna Abot, exegetisch, historisch u. homiletisch, 1 St. Dr. Lewy: 1) Einleitung in Mischna, 1 St. ' 2) Mischna, 2 St. ' 3) Talmud Pesächim, 3 St. 4) Iore-Dea, 3 St. 5) Talmud Ieruschalmi, 1 St. (seminaristische Prof. Dr. Steinthal: Ethik, 3 St. n/. Sie sehen)-». A/! wie 'weit der Kreis von wissenschaftlichen Disciplinen istj? -welche -gleichwohl in - ihrer Gesammtheit das Ganze der Wissenschaft des-Iudenthums noch nicht erschöpfen! ' - K-: Wir werden Gelegenheit haben) unserem. Rechenschaftsberichte den- Gedankengang zweierder oben - genannten Vorlesungen:- beizufügen. Herr Dr.- Geiger hat die 'Gütegehabtauf.Beschluß des- Lehrercollegiums, von welchem wir eine wissenschaftliche: Beilage für unseren Bericht'erbeten hatten, als eine'solche die Uebersicht über den Gedankengang - seiner Vorlesungen: >,Einleitung in die' Wissenschaftdes Judenthums" und : ^Einleitung: im die biblischen Schriften" uns -zur Verfügung zu stellen:---Manchem, der bis dahin -keine bestimmte Vorstellung davon gehabt hat, was Wissenschaft des Juddnthums sei und-wölle, wird' es: näher gelegt werden , aus welchen und welcher Art Forschungen sie besteht.. : ' -; - r - Zu den Aufgaben des Curätoriums hat sich eine neue und zwiefache hinzugesellt- Man hat längst beobachtet, daß esmicht blos die Kinder der Reichen sind, welche sich den- Wissenschaften züwenden: -' Vielleicht mit einer gewissen' Uebertreibung hat man sogar vorzugsweise von jeher von den Kindern der Armen die Förderung ' der Wissenschaft erwartet.- Zugestehen muß män jedenfalls, vaß -Diejenigen, welche gegen -did-Wogen-der -Bedrängniß 'äüf dem Meere des Lebens ':fSsn|>fen ^$«1, sich am leichtesten seetüchtig Mächen auch auf dem geistigen Gebiete und am ersten das lMaMLwstMchM-Miffenschast:- erreichen. - Alt ist die EissähEg-'--bei''0verschiedrAett---Völkeyt/-Md'-'wieüeicht---nicht---.-'am/ wenigsten bei den Juden, Venen das -121. ein altes Vermächtniß ist. Wir - mußten deshalb darauf halten) unseren Studirenden nicht bloß unbezahlte Vorlesungen zu gewähren, sondern auch dafür zu sorgendaß Einem und dem Anderen, welcher durch allzuviel Arbeitdie vr auf-Privatunterricht und dergleichen verwenden muß, um sein Leben zu 'stiften, etwas mehr Muße gegönnt werde, durch Gewährung von - Stipendien. ' - Aber nicht blos Minderbegüterte giebt es unter unseren Studirenden. Nach der allgemeinen Lage der jüdischen Verhältnisse kommen uns Schüler aus den minder cultivirten Ländern Europas,- aus. den Ländern, in welchen in alter. Form, ohne jede sonstige Ausbildung die < talmudischen Studien betrieben werden. Sie sind uns willkommen! Weil wir aber fest darauf Hallen müssen, daß sie als eigentliche Schüler unserer -Hochschule . (Matrikel nicht eingetragen werden, es sei denn- -daß sie die hier landesübliche allgemeine wissenschaftliche Vorbildung und das Zeugniß der Reife erlangthaben, sehen wir uns in' die Nothwendigkeit versetzt, ihnen einen angemessenen Unterricht ertheilen zu lassen. Sowohl für die Beschaffung von Stipendienals für die Herstellung eines solchen Unterrichts ist neuerdings vom Curatorium ein Statut entworfen und eine Commission" eingesetzt worden, welche ans drei Mitgliedern desselben und' einem Mitgliede des Lehrercollegiums - besteht. Aber -schon feit ianderthalb