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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1874-06-23 · Heft 26 (23.6.1874) · p. Seite 434

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
38 (1874)
Issue
Heft 26 (23.6.1874)
Date
1874-06-23
Page
Seite 434 (sequence 2)
Language
German
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434 das Haus nicht ein und veranlaßt zugleich toi' in" entgegengesetztem Sinne zu entscheiden, daß es ja Confessionen gebe, und aus diesen Heraus der AustrisWrus der^LM^ geme^^fE Äl ^jdevxSln^Lnl einwettde^ :^wEn ww den Austritt ^aus^Efessionellem Bedenken" als Bedingung des Austritts in das Gesetz bringen, und es giebt untersuch seine^Confessionen.^so wird das Gesetz ja ohne Folge «öleiün? * HierinU chU Täuschung. Die Herren Gesetzgeber machen sich die Bedeutung' des 'Wortes" „cönfessionell'^ gär nicht klar. Bei den -Katholiken und^Protestanten ist. die Eonsession bestimmt /formulirt und bestehUin^ diner Reihe 'genall-ausgesprochener' ''Glaubenssätze: Was isd aber^^^den^Juden^cpnWonell, da der Talmud selbst |agt; daß. der^.Jude so lange. Jude.ist,.als er däs „Höre) Israel) der Ewige--unser «-Got^dev-Ewige' ist^eingig^» beken nt<-»-Was^ist^nun» . jüdisch^Lonfessionell, also confessionelles Bedenken, ^aus. welchem der Austritt aus der Gemeinde staatsgesetzlich erlaubt fein soll? Der eine sagt, ich will austreten,..weil die Gemeinde das babylonische p-iq vip^ nicht^mehr > sagt oder noch sagb; verändereweil ste ^Piutim abgeschaffdMer-beibHälten hat; der dritte, weil' sie eine Orgel eingeführt oder sie nicht eingeführt hat; der vierte, ipeil^di? Gemeinde, nicht, ausdem, Mr.undsatze beharre,,., daßalles/, was ml, Schu/chan Tlruch vorgeschrieh^n ist, sorgfältig beobachtet: wexdey müsse, tyeilesaus.-.dem-..auS../.göulichM..Inspiration.ent-, sprungenen Talmud hergeleitet ist,./.dir....fünste...Mx,.,.'wejl..>siL ja. auf diesen! - .Standpunkte beharrt. . Man steht ,,, es^ .fände eine heillose. .Verwirrung statt, wenn, man nach , dem Inhalte ^dieser, gesetzgeberischen.- Bedingung srüge. Aber Lasker - weiß , sich .zu Helsen und meint, in solche Erörterung,,hat man stch.^ga^ nicht einzulassen, diese könne. Niemand entscheiden, .darüber wäre keim Richter vorhanden. Hierin, hat. er Recht.,, Aber was^ .bedeutet denn die gesetzliche Bedingung „aus confessionellem.Bedenken", worauf.sich das ganze Gesetz<gränbe.n,.foTX?(,.<£$.ISuft^barauf. aus, haß , ,wen „da sagt:. .„ich, .will aus der. Ortsgemein.de.aus. confessionellem .Bedenken' austreten", ^ver kanNifre^v austreten.- ist aber. „die/. Grundbedingung - und,.das .Gurundmotiv,,de.s, ganzen Gesetzes illusorisch, ein idealer.Voxhehalt,.ab.e^:.einesachliche ,Täuschung. . Denn wer austrete,n will, weil er.die Steuern sparen will, weil,.seinem. Ehrgeiz..bei., .einer..Gemeindewahl, nicht genügt worden,, weil. ihm irgend eine, Maßnahme der Gemeinde nicht, gefällt, , oder aus Zank-... und. .Opp.ositionslust, der sagt : ,>ich trechdus confessionellem ^Bedenken aus", und Niemands kann, ihm daß -Gegentheil. beweisen. .. Man, sage ..also, einfach: während der Christ aus der..Drtsgememde. nicht austreten darf , ist,, dies, dem Juden gestattet.und-.völlig;sreigegeben„... Dann wäre man.ehrlich und - offen. , Aber .gesetzgeberisch zu.sage.n,).nunauh confessionellem ..-Bxde^ey./Ws.-er,Mstreten^ :Upd Kber das confesstonelle Hedenkenr ist keine Erörterung anzustellen, ist ein so craffer Widerspruch, mo wir die Dinge 'SelM nur ^ie Mnge sachlich an. Das Gesetz ist erschienen und enthält die Klausel „aus confessionellem Bedenken". Sofort 'wird von allenMeiten an die RegierungHieHrage Mkchtet Das^^tz^^Ach niä^^us^s^r^EdHl wissen.' Was sEmun bjpftegientttg aÄcnenT Wenn eine jüdische Gemeinde die ^'euer von einem Mitgliede, das ausgetreten»sein will, . einfordert, weil sie.bestreitet, vast.der AuskntvATtäl i-nn(arf)nitalYai1l getreW dem GesW entMoHÄÄd witkllchaus „confessionellem Bedenken" ausgetreten sei — wie soll der Richter dies entscheiden^ Er muß eine bestimmte.JnterprMiön-.M,^Geßtzes.häbenum sein Urtheil begründen zu können. ^Mahl-kanneinemMichser nichi -sagen)- ''Duhast nach diesen -Worten,As' Hesetzes^gav. Mchk Lu fragen, sondern die Behauptung dev e i n e n- Hartei als-unter allen 'Umstanden richtig anzunehmen.- Er.-wird-antworten.:. .. .es »steh1^im«^Gesetz,»"Und-ich-'-!nuß-das Gesetz^gewissenhaftaussühkeNi. Wie.^soll ihm dies nun interpretirt werdenA/^DieHeg^nng weiß es nicht, das Abgeordnetenhaus weiß es nicht, wir wissen ei auch nicht., Vielleicht weiß es H.err^L^sker,, , . 1 . Jndest.- Lasker. - kaum . es doch nicht,) Unterlastendem/Hause anzudeuten, daß er selbst eind Ansicht über die ganze.Frage hübe/ Obgleich er nämlich später sagt, daß er selbst dem Gedanken ' lebhaft anhänge, die jüdische Religion sei von einem gewissen Bekenntniß frei, so behauptet er doch kurz vorher, diese Ansicht sei „innerhalb des jüdischen- Glaubens jeine^katholische Ansicht." Man sieht, es kommt Lasker auf ein paar Widersprüche mit sich selbst mehr -oder -weniger nicht an. Die katholische Kirche sagt: ich habe keine bestimpite soMÄWWkMMitf^und innerhalb des Glaubens W. d.en einzigen,Kott st^d,.jnhividuelle„,Ansichten - kein Abfall,..vom Judenthume..,,.Diese. Ansicht, soll..aber,.nach. .La,Mrdoch-, eine katholische sein.! ^.Eß..-äst „nicht ...zweifelhaft,- Laskev^si sich denn^auMje. UnklarhLit M^ge-- sagt, es rfet e^ne „Anmaßung" , vo,n, Laßke»^ eln^eytscheidey^es^ U.rth^l,.sich. hierüber , beizulegen und .den, Hause ..wieder ,Re-, gierung. als, Führer.,darin^ nienen, zu wollen...., Denn.mag Laster, dieß^ in, slpch. so .Me Hort^'Hlley^^tzr M:.he^Moto^dMjM^ setzes,., glso gus einem ^.entscheidenden). U^theile,-heraus^ das^Fd sich.- scifeat.;;;.... ,Kir perwsiilten hei dspsem,.Punkte;, so., lange, ^il er.Aev, eig^ntli^,hl^^grnnd,,dex .ganzMMestllutM, .also /^uch^hesHg^ exwartenden Gesetzes ist.; nicht minder,., weil.- die,vorgebrachte An-> schauungauch.außerhalb.;..des<--preußischem.,Staates./..W üb,en.^ermöchte.. Wir, haben. in voriger Humm,er ._den .^i,cht. des.,ungarLschen, .Cultusmsy.i.sters. an. .das,hortige AbgeordmIenhDs) gebracht., .Dieser.erweist^ ejne,.viel sachstchere Ken»tniß,„,als^her. ^reußisH^>AhgLhkd.nete;Mhisch^r-Resig^u,^und'^lME^MSWWf daß dle. Herren Gesetzgeber i^n „notwendig erkennen müssen. >gesMe Ansicht, . well ^er sich)-.ehen .mcht. wie Lasker >aust^Nxe?.

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