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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1874-06-16 · Heft 25 (16.6.1874) · p. Seite 418

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
38 (1874)
Issue
Heft 25 (16.6.1874)
Date
1874-06-16
Page
Seite 418 (sequence 2)
Language
German
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tt r u ür ihrer religiösen Interessen erblicken. Wägt man die obigen Stimmen ab, so beschränkendste sich zu GunstenLaskers weseritüch auf separirte ReligionsgesellschafM, die ihre fteieMxisienz'besitzen^ mir Ausnahme^ daß^sie^uxihren Ortdgemeinden^büsteueW muffen. Sie Rollend und Annen also?; durch die^Verwirklichu^gKMResolution nichts weiter erlangen, als daß sie nicht mehr zur Drtsgemeinde zu steuern brauchen. Das Motiv ist völlig durchsichtig. Welches Motiv des Eigennutzes, aber könnte Vorständen und Repräsentanten der 'siebenhuÄrk?■ Syn^gogengemeindert5 ^vorgs- 18 voch^der Äbg. Laskevauf seiner einmaligen Resolution bestehenohne die geringste Rücksicht 'auf , alle diese und jo viele andere Aeußerungen zu nehmen?- Wir wollen hieDmHt aufäÄe^oft ventilirt^ Mage;" eingehend mwie^A ^leWbgeordn'eten.awdie und selbstständig sein müßten? Hätten wir darüber unsere Ansicht ahzirgeben,^ so^würden ^wir^s.ür djeseEtzlere Freiheit stimmeÄ MM-wie^edb^Freiheit^mu'ß^auH eine gewiffe Beworfen werden? Es sind dies unbesoldete Ehrenämter, welche immer, nach, einigen Jahres dem Wechsel unterworfen sind sie 5sind / cklsv - weder.. firgend/'einträglich noch andauernd. . Diese Aemter sind' zugleich mit vielen Mühen -und 'nicht geringer Selbstaufopferung .verknüpft, oft sogar sehr beschwerlich und mit vielem Aergernißverbunden, so daßin 'der Regel das Amt wenig erwünscht ist^auchwäre?ja^mit einem Gesetze,^ das der Resolution entspräche,-, ein Aufhören dieser Aemter gar nicht, ausgesprochen. Das Motiv ihrer. Petitionen kann daher lediglich nur die Ueberzeugung. sein, ,daß die Gemeinden - durch ein derartiges. Gesetz mehr -oder weniger desorganisirt und deren Anstalten. gefährdet würden.' Aber sie vertreten zugleich ihre Gemeinden selbst als deren selbstgewählte Organe. Würden aus allen diesen Gemeinden .von irgend seiner .beträchtlichen Zahl. Privatperson^ Petitionen gegen diese. Vertreter der.-Gemeinden undzu. Gunsten der.Resolution haSkerch eingegangen., sein, . so könnte das Verhqltniß anders, beurtheilt werden.,.. So aber erweist.es sich, daß die preußischen Juden, fetyft in ihrer. Mehrheit dasOpfer,- .welches, der Parochialzwang ihnen, auserlegt, gern tragen , mm möglichst -die Einheit der. Gemeinden und den Bestand ihrer-Anstalten zu sichern. .. Anders könnte man dje. Petitionen, der Cultusbeamten beurtheilen wollen; , man könnte sagen , diese kämpfen, für-ihre Existenz. .Und Existenz muß man sagen, denn man - weiß, daß mit sehr geringer Ausnahme diese Cultusbeamten eben nur die Existenz und eine sehr kümmerliche aus ihren Aemtern. ziehen. Allein jedenfalls, beweisen doch diese Petitionen, daß diese-Beamten .durchs die Lasker-sche Resolption ihre . Existenz - bedroht mnsehen, und^ein - solches Zugesckindniß thut man doch nur, wenn man die Egalen..BerhälMissx..,ge,yau kennt.... -Denn die, Sachlage ist-, wie rtoit.ijdjon oft chervorgehoben haben, nicht vaß man die .„confessionellen- Bedenkens-fürchtet, sondern-daß es in-jeder Gemeinde viele theils. indifferente,/ theils streitsüchtige Subjecte, giebt, welche aus der; Gemeinde, austreten, ihr die. Steuern entziehen, und dadurch ,prn Verfall der, Gemeinden, .die - lediglich auf diese.-Steuern-«nge-. wiesen, find, - herbeiführen werden. Denn um diese confessionellen i Aedenken ganzaus-dem Spiele zu bringen, fo5>em; diese Pest-:■ tionen, daß denjenigen, welche,innerhalb.ejnerOrtsgemeiybeeinen besonderen Cultus - sich..errichten, wollen, der.Theil ihrer Steuern,; welcher für..-den Cirltus.dex Gemeinde verausgabt wird, zurück-! erstattet -werde.-, j-Hiermit>,wäre ,jepem--.billigen,. Verlangen ..der' SeparatgQneinden Genüge -geschehe^,. -Meshalb.verblieb denn grenzung haben. Hier, wo es sich um das Interesse von 320,000 ^Individuen handelt, und zwar um^ ein Hitereff e,' das in keiner Weise mit dem des Staates, oder irgend einer änderest Cläffe von StaatÄürgerN. concurrirt, das in keiner Weise materieller Natur .ist und lediglichaus ihren..eigenen Verhältnissen beurtheilt sein will, hier, glauben -wir-, ist dem Abgeordneten nicht die vollkommene Freiheit gegeben^ über das? Schicksal dieser ganzen Masse wider deren eigenen Willen, und; deren, massenhafte Kundgebung zu entscheiden; er ist vielmehr moral.is.ch verpflichtet, .aujs: diese Aeußerungen, einzugehen. Auch. kann ma^uicht sagen, vaß Laster der schädlichen Wirkung seiner-Resolution/mnbewußt sei. Denn da et':fetbflr tn bem;: @^5 beantragte, daß. den Gemeinden die Möglichkeit verbleibe,, den Schuldverpflichtungen, die sie b is -jetzt eingegangen, zu genügen, erweist er, wie er doch voraussetze, daß seine Resolution die Gemeinden außer Stand brlNgt.'dlesenriBerpflichtungen an sich zu genügen und weiterhin irgend welche neue Verpflichtungen einzugehen.' Hierin liegt ein Geständniß Lasters, das schwer wiegt, und..zugleicheine^ Selbstverurtheilung^ .-.vom, Standpunkts der Sache aus. ' r - f Man fragt sich ' dcchet / wie- 'lommi Herr Laster hierzu? Diese Frage , ist . durchaus keine-persönliche, sondern die. Sache selbst nöthigt,; sie aufzuwerfen. m t,., ,, Dr. Eduard Lasker wurde am. 14^..October 4829 U-Jaxocyn in, der Provinz Posen^geboren.^„An..fMe.m Lebensjahreckgm - nach . Preslau,, -.um, sich;. für. d»as.Gymnasium. - vorzubWten, gesuchte dieses ein;.Jahr-lang, herestete sich^dann. selbstständig für die, Maturitätsprüfung vor..-und; bestand diese Ostern- L,84.7.^;Er studirte- Mathematikin Breslau, und Wien,: ,vom^ Herbste, an - Iura. äNsAerliu., - - Nachdeyz;,:er :-Die --StaLtsexamina,? gemach^ ging -er^. 1852 .nach London,wo .er. bis;.:1Btz6:.veichkeb^.,.-5lLLK' bestand-exdas dritte Staatsexamen, beschäftigte sich mit-llterap. Arbeiten über.juristische Wd...staatSrechEche..Gegenstä«de,,..»ahm Mmälig;an den damaligen.Volksbewegungen-Antheil^ und^wurde am.. 14^ März 1.865 >zum Abgeordneten -für deuMM Wahlbezirk-,gewählt.^.... Seine, glänzende parlamezttarische Laufbahn ist bekannt.. Er war.mnes bex .'eifrigstenMitglieder., cher Jortschrsttspartei,. auch npch^im letzten Stadium,.per »:Honflictszeit, schied aber, >pon id.ersöiLeN;Mit).de^MdtzmnitätHrage, unh^half die ^national-liberale,-- Parttzi;.childpn,-; .in. welcher er^dald^ einender Drporrageiiden Führex.waM .^Er^rktzrle, erp-^j§ EWeit

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