Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 38 (1874)
- Issue
- Heft 25 (16.6.1874)
- Date
- 1874-06-16
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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; ha*) vh ..$]!... ... . emettie LL»LM:. .«WE . »FU Hin uicharteWes Organ für alles Wische Interesse. ' Diese Zeitung erscheint wöchentlich - einmal in 2 biS 2'/L-Bogeu. Preis. 'Biertckcihria 1 Thlr.- Inserate werden mit.2 Ngr.Mr.die Petitzeile.oder deren. Raum berechnet.' Alle BuchhitNLlungeu,' Postämter - und ZeituugS - Expeditionen - ' nehmen Bestellungen am' - HerauSgegeben-voni 'it'Y»' Rabbiner Dr. Ludwig Philippen in Bony. Verlag/von Baumgärtner's Buchhandlung, in Leipzig. In redactionellen Angelegenheiten wende man.sich anDr. L.Philippson in Bonn-; hinsichtlich - drS Bezngtz und - der > Inserate an Scmmgärtner's Luchiiandlang.. inLeipzig. Inserate, welchebis'vonutr-- tag eingehen, finden-inder earanffolgeu--. ' .den Nummer Berücksichtigung: ' - ' 38? Jahrgäng " - -^Leipzig, dm 1S«-.3M 1874. . .. - JSP IS.' - '‘"3n|)olti Leitende Artikel: Utier die jiiugste' Verhaiidluug^ im"hre-iß-schei:Abgeordneienhailse. II. — Der Bericht in Angelegenheit-cheS ungarisch-?israelitiichen-Schulfonds:r^ Zeitungsnachrichten: -Deutschland: Bonn/Meslau,?Speyer, r Fürth, Stuttgart. — Oesterr.- u ng ar.. M o u a r ch.i ePest.,—,F rank reich:, Paris. — G roß britanni e n.:London. —.Rum ä n i e n: Bottnschan. — R,n ß l an d: Lyck.--7 Feuilletons''Wis demGerichtssaale. ' ‘ |? Fif . fr '1 t-1 , f « ' ' ^ymiviva- ■<:: ■;'/> /‘v-; _ u;„ fbi] " vJ -1 f £eileud&; - „ oi|wi* « . U> LU 3, , ■ . ■ .... . «« . .. jyt;-f. ■fihini.r Bonn, den 10. Juni.,.. . siiWe^Dachandimy im preußischen v--, ÄbgroOnetenhWse. Is. ‘ **'"• Mil -dem Gesetze vom 'l4: Mai 1873'Mer' den Austritt aus der Kirche und durch die in § 8 desselben ausgesprochene Anwiridüng' dieses Gesetzes' auch ' auf die Juden Mr deni' Jndibibllüm^die Fteiheit gegeben, aus - jeberi der bestehenden Religions- -MWüschäften^LÜSzütreten/^öhne ' eiilkr änderen sich anschließen! zu müssen:- Dahingegen ÄWes aufrecht erhallen, daß/ so Mges Jemand einem' bestimmten'Religionsbekenntnisse' cingehört-cer auch; 6^bezüglichen"MigiiPn Msgememde angehören müsse:' mit! -eKW'MöEdet^AüMtkÄuS einW'^eligionsbekenntnisse^'wurde! ^elgestM/^^'-Päröchialzwäng beibehälten:'. Gegen jenes Gesetz; selbst ' 'erhob sich keine einzige'-Stimme aus der-Mitte der Juden. Dagegen war es dem' Abg:' vr.? Lasker Vorbehalten/ 'gerade;für^ die"'Juden die' äusnäMsweise Aufhebung"des Paröchialzwangs^ M'einer MsÄükwn - zu!MWage'n/ welcher' 'äuf die- Autorität! -LaHrs'/ hin/'Ms des -dmzigW'Abgeörbneten, *' 6er' Jude ist,' das H'äüs zustimtnW ' Lasker'^stiitzke sich 'chierbei' '^auf eine '^juristische SMfiMgkeit^^velche 'die gälnze' Sachlage umdrehte."^-Er' °be-. Haüpke'te/ bas' Gesetz ^He^ändOchie'Juden' ckicht mach' der gejicrMndM^MMi^-LM'.Än^ChM"'Wnnk^LÜS'''sem«Mtche^'au^ öhnK^äüfzühöten, 'Chris^u seln/' ein Jude abe'^'m Väus dem Jubenthume austreten' -därum 'müsse er - aus der Ort'sgememde ' austreten' dürfen/ um doch Jude bleiben können-:'' Die einfache Antwort' läutet:'''^wenn ' silrfe$'J Krröhdnder Parochiälzwang bleibt, für vie^Synagog'e'ngemeinden'aber aufgehoben wird, so ist' jedenfalls' die' Parität - bielntehr' verletzt als^ irn ersteren Fälle: Denn dieser' erst^re Fall 'liegt'lU' der Natur'des Judenfthums, das keine getrennten Secten'' oder' Kirchen Hat, der' zweite Fäll jedoch berührt ein Berhältnrß, das gleicher Weise' rm Judenthum wie' im Ehristenthnme besteht- Da nun zugleich die Aufhebung' des' Parochialzwangs den Bestand 'der Gemeinden völlig in' Frage''stellt, so ist öffenbar durch''■ den Antrag' Laskers eine viel größere'' Ungleichheiteine 'durch ' die erstere durchaus' nicht gerechtfertigte geschaffen, zugleich eine Ungleichheit/ welche' dem altjüdifchen ^Gesetz 'geradezu widerspricht! Auf ' Essen Seite hakte sich -hiermit der Abg? Lasker gestellt? 41 Die- Petitionen /'' welche die Wiederholung dieser Resolution'''veranläß1est-"glNgen-aüD 'ööü den^'sg. orthodoxen Separatgefellschafien zu' Frankfürk am''Main und' Wiesbaden! einem * „Cultusverein": zlt' Schrimm/^dem-'Börsteher' der Synägogengemeind'e zu Wunstörf (Hannover) und zu Bierstädt bei ' Wiesbaden, sowie von dem 'Privatmanne Isaak lHirsch'lin'Hannöver.'-'' Dagegen petitiödirte'n,' also um die Ev- Haltung des'Pa^ochi'alzwangeS, die 'Vorstände'nnd Repräsentanten > dbn nahe 'si-e'b-enhund'ert Gemeinden/ einige'hundert 'jüdische Eultusbeamten!' -und 'mehrere Privätpersonen. :^(sf8v isb> hiernach nicht zweifelhaft/' daßj die ungehe'üre'Mehrzahl"- der preußischen. Juden die^Orgämsä'tionj ivekche' 'sie bürch das bisherige?>G^fetz nicht-ohne große-Mühewältüng' ^erwörbWchaben/- sich erhalten Mllen/ und' -in ^ddr 'Laskerssche'ss.MesolütM-6ie ßrößte-Schabigüng