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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1874-05-19 · Heft 21 (19.5.1874) · p. Seite 352

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
38 (1874)
Issue
Heft 21 (19.5.1874)
Date
1874-05-19
Page
Seite 352 (sequence 6)
Language
German
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durch v^2 in -n dieses 'n aber dann wieder durch p"*K;;tn!'?a umgeschaffen. Und auf diese Weise 'gehl es weiter biszum Schlüsse der ersten 22 Buchstaben^ d'es Priestersegens, bald^ eine einfache Buchstabenversetzung, bald ein künstliches Gemisch verschiedener Verfahrungsweisen; ja , es sind im Ganzen nur 7 Buchstaben durch einfache Mutation,-alle'übrigen' durch das gekünstelte System entstanden, und selbst die 7 " einfachen Mutationen sind nicht etwa durch ein und dasselbe Alphabet, sondern abwechselnd bald durch dieses,' bald durch-ein anderes Alphabet bewirkt worden. Man sieht leicht, daß man durch ein so willkürliches und künstlich combinirtes Verfahren fast jeden beliebigen; Rauten aus dem Priestersegen hätte hervorgehen lassen können, und also seinen guten Grund haben mußte, daß man gerade diesen Namen (und gerade nur von 22 Buchstaben, da doch der Priestersegen deren 6 0 zählt). gewählt hat. Ohne daher auf die Stteitfrage, ' ob, wie Herr vr. Perles meint, dieser Name myth olo g isch e!n- oder wie Andere - meinen, echt kabbalistischen Ursprungs sei, hier näher einzugehen, kann doch, meines Dafürhaltens, das Eine mit ^Bestimmtheit angenommen werden, daß dieser Gottesname selbst bereits aus älterer Zeit traditionell gewesen sein muß, was die Mühe erklären würde, ■j 'hki . r ' ' ■: i- '■■■'' / :; i;--m ■ '■ "M- - ' die man sich gegeben hat/ ihn durch ein'so künstliches Verfahren!aus dem- 'PneMetzeN -'hervürtzehewDenn' daß Mau Zweiter nichts beabsichtigt haben soll, als nur-ein Gebet'zu verfassen,- welches einige Wortspiele, resp/ gewisse Anspielungen, wie jon np:ct,' ferner bTiV ' nos;, dann a-vrr endlich enthalten und auf jenen Gottesnamen sich stützen; könnte, ist doch schwerlich vorauszüsetzen, zumal ja diese Anspielungen selbst mehr'beliebiger Natur Und 'nicht;als nothwendiges Product aus -dem Inhalte des Priestersegens *) anzusehen sind. j , Herr Rabbiner D. Oppenheim wird mir also hoffentlich zugeben, daß aus dem Alter dieses Gebetes weder f ü r noch gegen einen der-'beiden oben erwähnten Ansichten über Nett Ursprung des darin angedeuteten Gottesnamen irgend ein Beweis herzuleiten sei, da, wentt auch das Gebet selbst nicht alt, doch den darin vorkommenden Anspielungen auf jenen Göttesnämen eine ältere Tradition zu Gründe liegen muß. -; .. - -! . Rabbiner str. Joel. ' '' ' Aus welchem weit eher bas Gebet um '71^10, ferner und'in - endlich wiv und -^freilich Alles in kabbalistischer" Manier gearbeitet — resultiren müßte. - Deutschland. Berlin, 5. Mai. Am 29. April' fand die diesjährige statutenmäßige G e n e r a l v e rs a m m l u n g der Gese kl fch a f t jüd. Handwerker und Künstler zur gegenseitigen Unterstützung in Krankheitsfällen und des damit verbundenen H ü l f svereins für Wittwen und Waisen statt. Nach dem Jahresbericht war auch in dem abgelaufenen Jahre die Wirksamkeit der Gesellschaft eine segensreich fönschreilende, da nicht allein allen Anforderungen vollkommen genügt werden konnte, sondern auch die Vermögenslage sich gebessert hat. ' Nach dem demnächst' vorgetragenen. Caffenberichthatte die Krankencasse im abgelaufenen Jahre eine Einnahme von 1966 Thlr. 15 Sgr. 6 Pst, dagegen mit Einschluß von 368 Thlr. 24 Sgr. 6 Pf. für awgekaufte Staatspapiere eine Ausgabe von 1847 Thlr. 23 Sgr. 3 Pf. und sonach am Jahresschluß einen Baarbestand von 118 Thlr. 22 Sgr. 3 Pf. Das Vermögen der Krankencasse an eisernem und Reservefonds betrug 6825 Thlr. > Der Jubelfonds dieser Casse war bis zum Jahresschluß auf 2675 Thlr. angewachsen und wird, wenn das statutenmäßige Capital von 3000 Thlr. erreicht ist, seine Wirksamkeit beginnen. Durch die in der Versammlung stattgehabten Zeichnungen für denselben wird dies schon m dem nächsten Tagen geschehen können.. . Die.Hülfsanstalt. für Wittwen und Waisen hatteeine Einnahme von; 10.55 Thlr.- 6 Pf. und mit Einschluß von 740 Thlr. für angekaufte Staatspapiere eine Ausgabe von -1043 Thlr. 1 Sgr.,-so daß ein Baarbestand von 11 Thlr. 29 Sgr: 6 Pf. verblieb. Das Vermögen der Anstalt beträgt 10,225 Thlr. — Auf den Antrag des Vorstandes wurden demselben auch für das' gegenwärtige Jahr 300 Thlr. für Badereisen hülfsbedürftiger Mitglieder zur Disposition gestellt. Ebenso ermächtigte die Versammlung den Vorstand für das laufende, die statutenmäßig wöchentliche Krankenünterstützung von 2'1/3 Thlr. auf 3 Thlr. erhöhen zu dürfen. - . '---u Berlin, 8. Mai. Der Verein der Hochschule für die Wissenschaft des Judenthums hat am 6. eine von Herren und Damen zahlreich besuchte Generalversammlung abgehalien, in welcher Herr Prof. Lazarus über, den Stand des Instituts Bericht erstattete. Danach hat die vor 2 Jahren eröffnet Anstalt sich schnell in die Gunst: der jüdischen! Bevölkerung von Nah und Fern zu setzen verstanden und stießen ihr'deshalb die Mittel zur Existenz und Weiterentwickelung in reichem Maße zu. Das Verzeichniß der Fundatoren zeigt ■ folgende Namen: Stadtrach Moritz Meyer eine Stiftung von 10,000 Thlr., Dr\ Ricßer 1000 Thlr., Dr. B. Ginsberg 1000 Thlr.,Alb.Salomon 1000 Thlr., Eltzbächer in Köln 1000uThlr.'ff.., Der Verein besitzt ferner 26/ immerwährende Mitglieder in Berlin, Brüffel, Frankfurt, Köln, Wien, . Leipzig mit Beiträgen von 200 Thlr., außerdem an beitragenden Mitgliedern 54 außerhalb und 52 in Berlin. -- Bei der iEWnungder- Hochschüle war ein

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