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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1874-04-28 · Heft 18 (28.4.1874) · p. Seite 301

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
38 (1874)
Issue
Heft 18 (28.4.1874)
Date
1874-04-28
Page
Seite 301 (sequence 9)
Language
German
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^te^emembeBjJBUot^c!' totrb, »om]^nä^ftm ,^onniagi iinge=i fangen,, dreimalinrber, Woche, Sonntag, Dienstag- und> Donnerstag, von 10—1» Uhr geöffnetfein..: Die Berichte über eine bereits> erfolgte Eröffnung und die Anstellung. von Lectorenreihen sich würdig den.anderen. Lügen an, welche von? hiev aM M größerer Anzahl, ajlß von irgeudM sonstm .;die Welt-chivaus-- geschickt werden. , / Die Wiener liberalen Blätter üben - wie/bekannt beim jedesmaligen - Eintritt Zeines,-jüdischen Festesjhren Witz (?) andemselben? Jüngstens; geschah dies sogar in - dem. Berichte, über einem daselbst? an s Frau Bondi am Wsttage^uyki Peßachseste verübten schauderhasten Morde, in welchem: Berichte von . „Chamez ballen" die Rede, war. Wahrscheinlich, ithun. bte; Wiener Blätter iw i der Absicht, um dadurch zu zeigen , , daß. die Behauptung. der klerikalen und feudalen Blätter, sie. seien „Judenblätter^, eine falsche sei, vergessenaber, daß gera.de? eine derartige Scribelei am. besten die jüdische Abstammung des Scrihenten-beweist.. UebrigenS möchten, wir. diese Blätter, welche höchst , salbungsvolle Artikel über das schöne Osterfest oder, das - Auferstehungsfest i zu. schreiben wissen und welche bei. jeder Gelegenheit;; aus ihren Liberalismus oder gar ihr Demokratenthum Hinweisen, fragen, waswohl würdiger.^st, durch einen Gedenktag gefeiert zu werden, die Mythe vonder, Auferstehung eines Tobten? oder die welthistorische Thalsache. W./BefreiungrieMS/-gstnzen-B.olkLS.;;nön..Druck:--ündMechi-. schast! (Gestehen wollen wirdaß.der Schwindel, welcher namentlich in; großen Städten mit ,-Osterwaaren" getrieben wird,, viel , dazu beiträgt, unser schönes und. bedeutungsvolles Fest in ^den Augen von Nichtjuden herabzusetzen. Ueber diesen-Schwindel. ließe sich manches, ergötzliche Geschichtchen. erzählen, wie z. B. hier. in einer Restauration, deren Inhaber ein getaufter Jude ist und natürlich. das ganze Jahr trefeh., gespeist wird, am. Peßach ein besonderes „jomtewiges" Zimmer für die jüdischen Stammgäste hergerichtet wurde, wie ein, Jude, der bei einem christlichen - Restaurateur die Aufsicht über die rituelle Zubereitung des Kaffees während des Peßachfestes übernehmenwollte, an letzteren--die Forderung stellte, ihm . während dieser Zeit - die Kost ausseiner Küche zu verabreichen und deshalb vyy demselben als ein ungeeignetes. Mufsichtsorgan fortgeschickt,, wurde., Wenn wir auch! die Wahrheit des letztem Gefchichtchens : nicht verbürgen > so ist -doch schoy „der .Umstand, daß?es allgemein -erzählt und geglaubt-wird charakteristisch für. unsere Zustände.. Daß . hier christliche Kaufleutei .Osterwein ausschenken- „Magronen" verkaufen -u. s. w. fannn nicht Wunder nehmen , da doch--jüdische Fleischhauer hier öffentlich um Sabbath.. koscher Fleisch, ausschroten.) " Frankreich. Paris, 15. .März;. Wir, haben -schon erwähnt,- welche? heftige. Debatte, in der; /Commissionder?Nationalversammlung, über, die -Frage stattgesuudezvhatob die Naturalisation, der ein-r geborenen Israelitenin Algier wiederausgehoben werden^ solle-, und daß ' die A'lgier'schen- Deputirten sich nachdrücklich, für diel Äufrechterhaltung derselbenerhoben - haben/ In l Folge? dessen'^ circülirte? unter!-den Israeliten in-Algier" eine? Dankadreffe an? diese--Deputirten, welche in wärmen Worten die Liebe für,Frank-- reich. ausspricht. Wie die Arch. isr. berichten-- hat dieseAdreffe' unter der israelitischen ' Jugend zahlreiche Unterschriften und - nt* der Algier'schen Presse großen Anklang - geftmden; abersiever-- hehlen» auch nicht, daßeine starke, den-alten Zuständen zugeneigte - Partei-unter den - eingeborenen Isrgeliten' sichder» Adresse- -fürn-/' ja gegnerisch' gesinnt gehalten habe. Holland. Amsterdam, 15. April. (Pridatmitth.) Die Agitation für die Verbrennung der Leichen hat ihre Fühlfäden auch hierher, ausgestreckt. Es wird Ihnen nicht entgangen fein, daß jüngst im; Jew. Chron, hie Meinung ausgesprochen worden, das Iud'enthum, widerstrebe dem Verbrennen der Leichen nichtdenn, iir Gibraltar pflegten die Juden ihre Leichen in ungelöschtem Kalk zu begraben , und es sei dies auch schon einige Male in London geschehen. Die hiesigen Zeitungen theilten diese.-Notiz? mit. Aber in Holland giebt man sich bei aller Toleranz doch nicht'schnell jeder auftauchenden Neuerung hin. Es fand daher , Ihr. gründlicher und ausführlicher Leitartikel über diese Frage in Nr. 14 allgemeine Beachtung, und das Ällgemeen Händelsblad, und nach ihm ändere Blätter brachten eine nachdrückliche Empfehlung dieses Artikels. In der That muß man sich über die Leichtfertigkeit des Jew. Chron^ wundern. Leichen in ungelöschtem Kalk bestatten, ist noch länge kein Verbrennen, und was eine Anzahl Juden auf dem nackten Felsen von Gibraltar bei furchtbar stechender Sonne und aus Mängel an Raum und Erde thun muffenoder -was in einzelnen Fällen gefährlicher Epidemien geschieht, kann nicht als dem Charakter, den Tendenzen und Vorschriften des Judenthums entsprechend, angesehen werden. Man kann daher hierauf gar kein Gewicht legen und die Notiz des Jew. Chron. kann nur denen als ein Argument erscheinen, die ein folches durchaus finden wollen. i. .?■■■ ,?? I ' Rumänien. i Wien, 18. April.! Die - nunmehr, bevorstehende Ausführung des-!berüchtigten Spirituosengesetzes.-mit dem. »in-chm^enthaltenen?" Gewaltacte- und-den? traurigen -Folgen/ die"es' für Hunderte "vonrjüdischen Familien ..haben wird, ohne, daß i-diese Ausschließung! dem-- - Staate oder dem. Volke? irgend?einen Nutzen schaffen wirdbringt?; die „N. fr. Pr.", in einem. Leitartikel, vom 16. April "zum AÜ8-- druck.?Sie zeigt',gusouderL,. wie - dieses Gesetz? durchäusgegen -den?^ -Pariser . Tractat? von -1856"der den Rumänischen ' Staat-! ge--' - -schaffen hat- - verstößt-^da r,derselbe den Bekennern!-allev!christlichen» Conßessionon -gleiche politische-den jüdischem.vorerst mindestens-Me-

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