Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 38 (1874)
- Issue
- Heft 18 (28.4.1874)
- Date
- 1874-04-28
- Page
- Seite 300 (sequence 8)
- Language
- German
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fE eine cheilige Pflicht' hätte/ 'diesen ^'schmächdöllen'-Vorgängen entgegenzutreten.*) - ^"-T r'eu-tch a üu^ " " 'Dresden, 14'. April) ^(Privätülitth.)' -Did' Nachricht von dem-am^lO. MLrzd--J. 'eingetrete^nen'-Ableben des Rev. J?Ä.'- -B'o«b-i/ Redact/- und'? Heräusg. des Hebrew'Leaderin Mwi-Nörk yal-m'der' hiesigen israel.-Gemeindegroße''Theilnahme' erw'eckt/ Derselbeeiner^ hochachtbaren Familie -angchörendwelcher unsere Gemeinde manche Celebrität auf dem Gebiete der jüd. Literatur' öerdankt, wurde 1804 in Dresden tzbboren ' und" hat in '-seiner Äugend sich in - Prag auf der -Talmudschule- -unter der Leitung bewährter Autoritäten zum jüdischen Gelehrten - herangebildet, zugleich aber auch''sich eine--schätzenswerthe.-moderne Bildung'-angeeignet,- -die ihm'- sowohl' 'in seinem Wirkungskreise -als Banquier, als auch in seiner gesellschaftlichen Stellung zu Statten, kam und ihm die Hochachtung seiner Mitbürger-gewann., Sein Herz -schlug warm für seinen. Glauben und' seine? Glaubensgenoffen und -sein reget Geist wandte -sich? trotz 'seinermerkantilischen- Thätigkeit mit großer Theilnahme allenz-wissenschaftlichen und socialen - Fragen ju; welche Juden und - Judenthum -betrefftzn. Besonders aber wirkte-er eine lange 'Reihe vonJahren segensreich als Vorsteher unserer Gemeinde und--mehrerer wohlthätiger Vereine. -' Wer - es weiß,^' mit: welchem Kränkungen « damals? die- Kämpfe - - nicht um Emancipation, - sondern " nurum? einige Erleichterung? und' Verbesserung - der Stellungder israel? Gemeinde -verbunden waren, der'-kann'die-Hingebung" ermessen, welche' öäs Vorsteheramt zu jener "Zeit forderte.- Er -hat wacker - gerungen ünb" gearbeitet für. seine Gemeinde und u.- A. auch' hervorragenden Antheil an der Schaffung des Statuts im Jahre 1854. 'Aber auch die einzelnen Glieder der Gemeinde/die sich an ihn in Noch und Verlegenheit wandten, fanden bei ihm ein offenes Ohr und eins offene Hand; und gar Mancher erinnert sich noch dankbar feines Beistandes mit Rath und That/ den er oft mit Opfern- und Hintansetzung seiner Person den Rach- und Hülfsbedürftigen entgegentrug. ' ' ' . Nachdem inr Jahre 1858 die Ungunstdes Geschickes ihn bewögen seine Heimath mit New-^ork zu vertauschen, verwerthete er dort seine tüchtigen theologischen Kenntnisse und wirkte als Rabbiner, wie als Redacteur unermüdet für den besonnenen Fort-!' schritt. -Unter -Andern gab er auch eine tief - eingehende Abhandlung' in hebräischer Sprache überdas Thema heraus, "ob "das jüdische' Gesetz - die' Errichtung von Statuen zu Ehren'verdienter Männer gestatte.- Er nahm aber in Amerika nicht-nur in theologischen Kreisen^ eine hervorragende Stellung ein, sondern auch in geselligem Vereinen, wie - namentlich in den Logen Bene-Beriß und'Kescher schel Barsel. - - - - ' - Das solenne Leichenbegängniß/' un dem die ganze - jüdische -L_ , - - *) Es lliegt Uns -eine--sehr interessante? wahrheitsgetreue Schilderung solcher - Pilgerfahrten nach .Grätz .vor,, die., chir in. roßt-,, der nächsten Nummern in unserm 'Feuilleton' geben werden) W'i'r ' /.j RLvattion/ Intelligenz:voü New.-VövkusSwiel die/Rabbiner--aller Richtungen iden «regstenÄntheik nahmen r-irndrÄobei.2Röür-uv^'r. HALschneme ^ergreifende Grabrede hielt, gab Zeugniß von ider'großen "Hochachtung, deren'^ev sich' auch dort "erfreute.- 'Sein -Andenken in :Ehren! - , - - v ' ' /• \\ »i 1 * •> «> / Öesterreichisch-ungarische Monarchie., , I Aus Ungarnim- April. - MaÄ liestin ^den öffentlichen ■ Blättern': ' „Jär * Stuhlweißenburg besindet-sich/ - wie aus- Nagy-?Szoköly' geschrieben 'wird/ ein sogenannter^„Jüdenhof", vor welchem -zwei MalimJahre, im Herbst -und Frühjahr, sichjunge Leute, ^gewöhnlich 18 'bis' ^20 - Jahre alt,' aufstellen, um' sich während des -Jahrmarktes den aus der ganzen Gegend zugereisten - israel) - Familienhäuptern als ^Lehrer anzubiete'n. Keine Schulbehörde \ conrrölirt, ' ob 'die auf - diesem Markt - ausgestellten Individuen wirklich im Stande sind/ das Lehramt auszuüben, und nicht mit - Unrecht plaidirt der Einsender dafür, die oberste Schulbehörde solle diesem Skandal ^.ein Ende machen, vor Allem' -aber dafür Sorge tr'a'gen,' daß der Lehrermarkt aus offener Straße für immer -aufgehoben-werde." ' . . . ' - ' . . .(Uns bedünkt, daß, bevor die' Regierung nicht' eine voll^ - ständige Organisationdes Schulwesens und besonders des Lehrerbildungswesens durchgeführt hat, sie auch nicht das Recht" hat, dem Volke die Mittel, seine Bedürfnisse zu befriedigen, zu beschränken. Nicht dem Volke', sondern den' gesetzgeberischen Fäctoren eines Landes gereichen solche Zustände zur-Unehre!) Prag/.40. April. (Privatmitth.)' Der Privat-Frauen- :Verein-/ zur-Erziehung .armer israelitischer .Waisenmädchen - hielt am-5> -d. seine -Generalversammlung -.ab.'Aus - dem .hierbei von der. Vorsitzenden Frau-Karotine Stark gehaltenen Vortrage. über den Stand -der vom Vereinegegründeten Waisenanstalt istzu entnehmen, daß im Jahre 1873 die Zahl der Zöglinge 15betrug, von welchen zwei in Folge erhaltener Anstellungen die Anstalt verließen. An Stelle dieser Beiden wurden zwei Andere ausgenommen, so daß auch gegenwärtig 15 Zöglinge in der An-, statt sich befinden. Obschon in den letzten zwei drei Jahren eine „Uebergründung" von .Vereinen hier, stattgefunden hat, wird doch das Wirken dieses Vereines wegen seines für Jedermann offen liegenden höchst humaUen Zweckesund wegen seiner vortrefflichen Leitung allgemein anerkannt und, was die Hauptsache ist, unterstützt. Das beweisen die stetige Zunahme der Mitglieder, und die stetig sich mehrenden Spenden und'Schenkungen, welche dem Vereine..gemacht werden. So steht der Gesammtausgaöe von 4477 fl. 29 kr. im abgelaufenen Jahre eine Gesammtdinnahme. von 7074 fl. 53 kr. gegenüber, wodurch das Vereinsvermogen, auf . 31,314 fl. 7.7 kr.angewachfenist.? Unter solchen-Verhältnissen halten wir eine Aufforderung/? den Verein auch in Zukunft zu.unterstützen und-dessen Zwecke zu fördern,: für.'überflüssig,