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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1874-04-28 · Heft 18 (28.4.1874) · p. Seite 295

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
38 (1874)
Issue
Heft 18 (28.4.1874)
Date
1874-04-28
Page
Seite 295 (sequence 3)
Language
German
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295 .; Personificationen; ^atiScft/.berilefciquodideüsv'inimUtabilis.p/,2.77>: ,/Der. .Schöpfer.'i-aüch/ der?Zeit/ist^Gött./.Er -ist"nämlich der Malern von, ihrem Male»; der t-Vater/ der Zeit/ -ist das/Weltall, ändem:;seine -Bewegung .ihr lEntstehen'/Hervorrust, - sd daß die Zeit, im-BerhältniHj-szmMottn als: Enkelin/ erscheint.!:. / Das). Weltall. ÄLrigens /ist her/süngereWohn Gottes/-da;/es: sinnlich (warhnehmbarl-ist/ der/ ältere wird ^nirgends/«»gegeben;' esüst' aber" jenes -ideelle All,.das.erdes - Vorzugs als Erstgebornen 'würdigts und chei /ihml/zü verbleiben bestimmt hat/!-; Der - jüngere Söhn / -der sinnliche, -hat-durch/seine Bewegung das Wesen-, der/- Zeit auf- .leuchten-und/bestehen -machen." ' Wir haben: also hier -eine ganze allegorische Familie: die Welt der Ideen d. i. der Logos ist der /ältere Sohn-/! dasrsinnliche' Weltall der jüngere-Sohn und die Zeit! .die, Enkelin-Gottes/- weil?: die: Zeit nur mm -sinnlichen! Weltall ist. Wie-der . Logos , v. i. die; göttliche-. Venunft zum / „Worte" wird" lagt; uns -das,» .dritte -.Buch .derZlllegorien (p! 121! f.):;:: „Die Vernunft Gottes M/,,das Höchste in der Welt. und' das - Älteste undcallgemeinster-aller Dinge/. - Gott/-will nun/der Seeleverkünden," daß - der - ebenbildlich.. geschaffene/ Mensch nichtnur . von Brot lebt,- .sondern von: .ftoem Wortedas aus Mottes Münde Hetzt/- d:?i. von! der ganzen-göttlichen-Vernunft undjedem Theile derselben: denn der.'-Mund ./ist/ das Symbol- < der/sich / offenbarenden Vernunft/ das- Wort'- aberist ein Theil/derselben. tDie Seele.der Vollkommenen! wird/durch/ die-/-ganze Vernunftoffenbarung, ernährt;. roir aber wären schon zufrieden, wenn.-wir/ durch einen; Theil derselben -erfährt. ^würden." Das „W.ort" ist alsockeine btsondere'Existenz, steine; schaffenderKraft, wird-nicht'zum guq% „Fleisch"- -—sondern/ ist -'einfachdien Offenbarung,' / die '/ Worte /i dev'--Offenbarung, deren Mussprüche,' .Lehren. und.. Vorschriftenin - allen' Theilen' und iStufen.'i 7nn 5i:r - ' - : ■r>?^sWir> müffen / daher jeden; Versucht zurückweisen.-/den Logos /bei Philo/zuis' einer göttlichen Persönlichkeit- oder gar zü' einer. rIncarnatiou-zu stempeln/; -Ddr Philonische?Logos' Hirt --nicht-ein-. nnal/oeinen/! Anklang naül-vder/einen;-Anknüpfungspunkt ffür-rrgend tÄnkjspeeifisch - christliches; rD'ogma/ll und die vPhilvmfche Lehre' kann -deshalb-nicht: für ^einea eigentliche Quelle: des Urchristenthums^ rgeltenr/llWiv wölleni'izun^diesem Zwecke tnbch einige-Blicke--auf „ die/besonderen Bel/atlptungeni Bauers werfen/ -vö -/Bruno Bauermüht sich sehr;! r.-Philo-- im -'Bruche 'Minder jüdischen/ /Nationalität M zeigen. /'Er soll -so; Vorbild.''des /ApvstÄ PaukuSi:sem/'!/Aber: worauf er-,/sich-- hierbei stützt; -hat geringe Festigkeit: .Er/führt -an, ,daß .Philo> das' wahre "Jerusalem' und dem wahren Tempel , in?-der -^friedlichem-und sehkräftigen/ inder wohlzuberMteni.Seele"/ .findet/>' Man- - begreift--rti'cht; '-wiei- Dies ein /Bruch mit-' dem MationaljudeNthume sein soll: ' Auch bet den Propheten^und PsalmLstenlwirw:Go1tyrbei.dem/zerknischteniund -gebdugteq./G'emüthe, chri^dem/ welcher Gott aufrichtig'sucht///Hesundeuck'-: Esi:konnte--Dies^auch von-/dem -rrigorosesten /Judengei-;strgduwerderrrmld.:man.lest nür>; wie- Philo/vom/ II/Bücheder M.onarchiö/run^weitläustg; übev/Aempel?// Priester '>tinv-Opfer- -thiero handelt,: um .zu-sehen-,-' wie: wenig/ ermit den.-Nationalinstituten r gebrochen - hat/ - wie -zweifellos fest ^er-- am- Gesetze - -hält, ohne darumfeiner-Auslegüngssuchteine - Schranke -'zu?:ziehen. Uebrigens ist vom seelischen - Jerusalem bis' zum -^-Himmlischen /Jerusalem noch ein -sehr weiter Weg! - Eben dahinrechnet B- /. B., wenn Philo den. Verständigen-und Gerechten -adelig nennt und > die 'Schlechten: trotz//ihrer- Ahnen, 'nicht/- unter die Adeligeü zählt///'' Er vergißt,- daß ' fchon> - die- Propheten Priester des -Herrn selbst aus - Bastarden-- erstehen - und/ Fremde - int' Tempel' dereinst dienen /sahen, - sobald - sie - 'von - wahrer Frömmigkeit w erfüllt/sind. Haben sie/-darum - etwa mit; dem Iudenchum--gebrochen?; Philo preist.'zu. oft die--Juden, ihre-Sitten-und Weisen weit-über die Griechen/-und Römer,. als - daß.erj-nicht - auch /in- -dieserBeziehung alsein vollgesinnter Jude igelten muß.' - Daß er - häufig. - auf die Seite der- Geringen -gegenüber -den -Vornehmen und Privilezirten tritt, ist: dem -Geiste- 'der -H. Schriff-vollständig-gemäß/ die von vem.'ganzen Kram-'der;Stände und ihrer Unterschiede-nirgends etwas -'wissenwill/ / > Der Hemeoye-v ijg gegenüber ist eben;nur ein an Stand-Geringer.' - ' -S. 72 -sagt' B./ .'däß:-.nach:Philo die reine und lautere Freude/, Heiterkeit undWohlgestimmcheit - dem-Frommen-zukomme, >.und::'der: Gott/ derrsich /- früher: in - 'vernichtendem -'Gewittersturm .offenbartet unddas- Volksheer^-dtzv - Wüste -zur Venichlung änderet Völker '-'aussandte, zu - -einem-' lachenden Gotte.: geworden."' 'Es werfteht^sich/ daß.diese'Morte^nicht-pon Philo/-sondern von Bauet herrühren-- - /und - - echt - christlichtheologische -sind.-J In .der - großen - Vision beiuMoses'.offenbart--sich Gott als. //barmherziger/ -gnädiger und-voll unendlicher Huld-und^Wahrheit;"" ist dasein-vernich- -tender- -Gewittersturm-? -In/ der- Vision 'bei-Elias ist Gott /-nicht -im'-Sturm- -und-/ imErdbeben^/' sondern - - „im - sanften^- stillen ^Säuseln-°ves5Fr-i'edensr"drk'^Se1bst':^eneS.':Bol-kshee'r^ wurde - nicht ausgesLNdt-! um andere Völker -'zu vernichten/! sondern' nur-um das /verheißene' Land "einzurtehmen ' und ' darin-'eine- Statte chet Anbetung des-einzigen; Gottes zu'gründen. Will---übrigens--B-. rdieo wahre; Meinnug/Philv^s titiren--' so?^efe;-er; die-große Stelle im-dem Buche -(jttoävoüs/sit; imififüt'.-fp.. 282-f.-:-Er frag't hier, wavunrnMoses .Gott - gegen'- die-Feinde-züm 'Kampf'mit-Schwert, >Geschoß/l tddtbringendöm^Feüer - -und'-D'onnek sich -waffüen^läßt und seinen;'Zorn/--Grimm' und Häß- '-wie" beieinem Menschen schildert?/b Grantwortet: - //O-- 'sehet'/ .'einemtrefflichen - Gesetzgeber Muß'-' e i nZiel-: vorschweben/ - daß Alle',' zw ^riett'' das - Gesetz' g'e- -langt/.i-aus.- demselben -Nutzen /ziehen!«Hierausentwickelt'er; daß - Denjenigen/ -welche die'Wahrheit zn'/faffen -vermögen , --vön Moses.ndie reine, höchste: Gotteslehrwertheilt wE Fürünfähigc're' Menschen:aber-Müßwn-:anb'ere? Heilmitlel/-g'efünden:-werdeN/-/-Um -diese -, zu -zügeln. -in--ihrer- - Anvetnunft-- sie /vordem -Böseu-''A schrecken,::stellt' devMesetzgebbr r'den-Schöpfer als>drohend^ zürnestv, imit-tSMitwuffen.zunt/Kampfe^geg'en -did U-ngerechteu yüv/ü-'-Er saßt': /v/Ich fch'eallMuffordbruügen-'in Wüstem!-GöMbuche:zür Frömmigkeit^rdbraüs übdzogen^ Entweder'-' idä'ß höchste'^Weseü;;-ztt - .18*-. - -

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