Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 38 (1874)
- Issue
- Heft 15 (7.4.1874)
- Date
- 1874-04-07
- Page
- Seite 247 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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247 AuslafsünM der Nr. 11der - „Neuest : Evangelischen KirchestzÄMg" entnommen,die-sLüch einen Weitest- Artikel in Nr. 12, vom'2!v Marz, ^-Schlüß-'-rächtt.'-'Mn"Even'^M-MM< Leser erinnern, daß wir erst -in- Nr. 38 des vorigen Jährgäntzs, Mm-16^ September 1873, einen ähnlichen "Äufsätz -derselben Kirchenzeitung besprachen und charakterisirten. Die Verfährungsweise^dieses Blättes mit aus-dein Zusammenhänge heräüsgerissenen Stellen, m's -Extrem' zugespitzter Beürtheilung der Vorgänge und mit "unwahren Behauptungen haben wir genügsam gekennzeichnet. Wir fordertendas Blatt damals sogar auf, einige seiner von uns als Unwahr gebrandmarkten Behauptungen zu erweisen — es hat aber dazu stillgeschwiegen. Wir glauben deshalb in eine abermalige ausführliche Besprechung des genannten Blattes und seiner Artikel nicht eingehen -zu müssen- und weder uns die Bemühung, noch unseren Lesern die Geduld, immer wieder mit derartigen Expektorationen und ihrer Wiederlegungbehelligt zu sein, auferlegen zu sollen. Wir beschränken uns daher auf einige Bemerkungen. Das haben wir wenigstens durch unsere vorjährigen Artikel bewirkt, daß uns das genannte Blatt nicht wieder mit seinen Missionszielen, in welchen seine eigentliche Tendenz enthalten liegt, behelligt; während wir freilich seine specielle Antipathie wider uns nur geschärft haben: Diese giebt sich mit--Bitterkeit''-nicht' blös - in'-'-der Beürtheilung unserer An-- sichten, sondern auch in Nebendingen, und da erst recht, kund. Die Kirchenzeitung kann es ' z. nicht über sich gewinnen, ün-, fere Zeitung bei ihrem Namen zu citiren; sondern immer Nur: „Reformzeitung für das allgemeine Jüdenthüm" oder ,-Zeitung für das allgemeine Jüdenthüm", ohne sich -des - damit gegebenen Unsinns zu schaMen. Sie geräth außer sich über den Erfolg unserer Schrift 'gegen Strauß, und daß selbst christliche Theologen derselben einiges Verdienst zusprechen, wobei sie wiederum in echt sefüitischer Weise, statt Freude an unseren Äusfprüchest über das Gebet, stellt: Freude an unseren Gebeten. Dies klingt freilich Nicht nach Feindesliebe, söndern dem Feinde nicht einmal Gerechtigkeit wiederfahren zu lassen: Herrn Dr. Lasket muß' es doch sonderbar zu Muthe werden, wenn er sich in den jüdischen Fragen mit den UltramoUtänen, Pietisten, Mit Hirsch, LehMäNn und -Hildesheimer, auch von der genannten Kirchenzeitüng in der engsten Verbindung anerkannt -sieht. Wir lassen nun der „Neuen EvMMscheNMvchett^eitUng" ihre ganze'Freude ÄN dem Häher im jüdischen Lageh Me- Witthschätzuüg E'jülst NeNokthöbopie, ihre Hoffnungen, die sie darauf baut! In dem Zwiespalte, in -welchem sich bieses Missionsblatt mit der gäNzen -Eniwickelüng der -Meiifchheit Uüd'mit wem 'Geiste, der darin weht/ befindet, käM esüntz nur als ein Beweis für die Richtigkeit unserer M- PDÄ gÄten>' MeM sie sich^ ist WeiürfölWl Zwiespalte Mit Mi besistdÄ ÜNd llnftre AnsichM äuf söphiftischest ÄüsWeM b'estrdM. Wir wolKst wur' äUf Mig'e'Widersprüche' äuftttbÄsam' Mächens' m WHe -sie l-Mit'-sich Msi Vetfällst ^Btt-MMikek M NÄHMüd^ M des Judenthüists für den MMökheismüs, ber M'dtzn'Christen' W allen Zeiten dochschon feine-Bertreter! pfände — wobei sie freilich 'Dö»-keN-'Ebi'MtiO.-N»d' Mänern gleich zu- Mn'Rätiönälisten überspringen muß/Mfb die Kleinigkeit WW "12 ' Jahrhünderten übergeht — sagt aber später-, - daß alle - Christen• ^welche: den dreieinigen Gott - verlassen- Habenimmer wieder zu Wsöstr -gürückkehren oder den -' einigen Gott 'Mch verlieren. Damit hat ffe denn doch die Unentbehrlichkeit M Judenthums für Mr Monotheismus selbst erwiesen. Sie rühnrt die neüorthodoxe Partei unter den JMn, weil diese den Talmud - als vom'göttlichen Geiste dictirt 'anerkennt, schÜW MLr,l:Wß --/M - alte tälmüdrfche 'Burg, welche -lediglich der Jsölirüng der Juden von den Andern ihren Bestand verdankt, in sich selbst zusammenbricht", und sägt der Neuorthodoxie Nach, u daß sie Ver früheren Orthodoxie Mt Noch herzlich wenig gleicht." Sie will dem JstdenthuMe dessen Fundamentälprincip der Gleichheit nicht zugestehen, weil die gegenwärtigen Juden in socialer Beziehung noch immer an den Folgen einer anderthalbjährtaüsendjährigrn Ausschließung leiden, und erkennt doch an, daß die Juden in - alle'Richtungen des großen Culturlebenseingegangew sind;- sie meint dem ersieren gegenüber, wenn plötzlich jetzt alle Pr'eüß'en das würden, was die Juden sind/so Würde die Nation todt sein. Nun! wir glauben auch, -daß wenü - Älke - Preußen-plötzlich -setzt Männer der Neuen Evänrgelischest Kirchenzeitung' würden, die - Nation noch mehr-i todt sein würde:-:- Mit-solchen Sophismen ist 'das/ was sich nurin ddr längen- und langsamen - Entwickelung des Menschengeschlechtes Verwirklichen kann und soll, nicht für todt erklärt. Wir gehen Noch' weiM - und sagend wenn - die Menschen zur Zeit, da die Bücher des Neuen Testamentes äbgefäßt wurden, kn der Arbeit, dem Rechte und der Gesellschaft, alle so geworden wären, öder wennsie Plötzlich jetzt sowürdenwie jene Bücher es principiell Dorschreiben, so wären damals und würden jetzt die Nationen dem Tode verfallen sein — und doch stehen die Bücher des Neuen Testamentes Weit über der Evangelischen Kirchenzeitüng, wie diese selbst'-zugöstehm WM' Wir' begnütz'eÜ -uns mit dw'sen wenigen BemWküngen! öbschön jeste Artikel stoch einen übMüs wichest-'Slöss-Mbn-.-üttb-MMü-MMgemeiMn^wür'Möch-''-Mgendes tzistzufützen. Die beiden UMW dbr° Kirchenzeitüng -bewegen sich -hauptsächlich unr die jetzt schwebende'• Fräge W jüb. Gemeistdeberfässüng in Preußen!' -VöMg b'er WährM'MMr ist-es nun, wdntt sie dieselbe zü eistein Streite zwischen - RkM- Mern und Orthodoxenmacht, während - sie nuv zWifchM' eistißen neüörchövchew Separatisten, deü'en es nach l^gitlmirwnÄeMeind^en gelüstet' üstv der Masse - der ' jüdischen Geckeinben ^spielt. - Der sMschij''BeMS'lW^bärikt,^bÄß-"-fiiD alld preußischen-Gemeinben -W-'GünstWM^ParöHlLlMWS^MMikM'ünd^bÄuntev'-M selbstvdrstäüdlich ölM'GdnleiüM-' vönanerkannter -DrthodW. -WksisÜ'-Äjüväh^'P-M^Ä^n'Üdie- KircheAzeitüng - 'bkhaüW: -'Wir MMuAHagt/ Haß-4eri -'-JWWhVms-'E MNg-Wir wLEMieMM'^o ' ihöricht>'Dtes zü sägest^söÜbM ^sprachen -imMkr Nüb vow dem