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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1873-10-21 · Heft 43 (21.10.1873) · p. Seite 699

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
37 (1873)
Issue
Heft 43 (21.10.1873)
Date
1873-10-21
Page
Seite 699 (sequence 7)
Language
German
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sSg ein würdiges Denkmal setzte. 3. Munk übertrug auch in seiner gründlichen Monographie die Borrede des „WurzelbucheS" in's Französische, und verbreitete sich aussührlich über das Leben und die Schriften des R. 2. Kur; darauf erfolgte durch Goldberg und Kirchheim die Veröffentlichung der Grammatik des R. Jona, nach der bebr. Uebers. des Iben Tibbon: r, n ->sc, Frankfurt a. M. 1Sr>(*, welche den ersten Theil des n-^:p'7rr zrrpz bildet. Je mehr diese Schätze nach und nach erschlossen wurden, desto mehr lernte man, deren Werth würdigen, und um so gerechter war das allgemeine Bedauern, daß gerade das Hauptwerk, welches den zweiten Theil des n-p:.-78 23P2, nämlich „das Wurzelbuch", bisher weder in arabischer Sprache, noch in der hebr. Uebersetzung, die im Batican aufbewahrt wird, durch den Druck zugänglich gemacht wurde. Tie Universität zu Oxford hat nun mit gewohnter Liberalität die längst ersehnte Edition des „Wurzelbuches", — woraus Gesenius in seinem Thesaurus Auszüge mitgetheilt, — unternominen, und dieselbe Herrn Adolf Neubauer, einem gelehrten Arabisten und Hebraisten, anvertraut. Es liegt uns bereits fast die Hälfte des Werkes, fs», in prachtvoller, höchst correeter Ausstattung vor, die von dem unermüdlichen Fleiße des Herrn Neubauer, wie von der rühmlichen Munifieirung der oxsorder Uitiversität ein glänzendes Zeugnis; ablegt. Wahrlich, ohne die reichen Mittel der berühmten Universität wäre das in arabischer Sprache geschriebene Werk schwerlich je edirt worden, — ein Umstand, der zumal bei einem jüdischen Arltc-r'nicht genug dankbar hervorgehoben werden kann. Herr Oieubaner, dessen Vorwort wahrscheinlich dem zweiten Theil beigegek'm werden In\L nebst dem Mannscripte der Bodleiana noch eine andere Handschrift von der Bibliothek zu Rouen, sowie die hebr. Uebers. von Iben Tibbon benutzt, und die verschiedenen Lesarten und Varianten unter der Linie angegeben, überhaupt alle Sorgfalt angewendet, um einen correcten Text herzustellen. Wohl läßt sich aus der vorliegenden Hälfte des „Wurzelbuches" schon ein Urtheil über das Ganze fällen, indem uns hier über alle Erwartung eine immense Fülle von vortrefflichen Worterklärungen und sinnigen Exegesen dargeboten wird. Ja, trotz der reichen Ausbeute der Epitomatoren und Bearbeiter desselben, Parchon und K'imchi, darf man da immer noch aus eine ergiebige Nachlese rechnen, die als eine wahre Bereicherung der Wortforschung und Schrifterklärung betrachtet zu werden verdient. Die Herausgabe des „Wurzelbuches" kann daher mit Recht als eine der bedeutendsten Erscheinungen des hebr. Sprachstudituns in der Gegenwart begrüßt werden. R. Jona zieht stets das Arabische, Aramäische, Targum, und die Sprache der Mischna lind des Talmud zu Rathe, und verfolgt wahrhaft kritisch die Entwickelung der Sprache in allen Phasen. Die Sprache der Mischna und des Talmud wird vom R. Jona mit besonderer Vorliebe und im ausgedehntesten Maße in das Bereich seiner Forschungen einbezogen, wie Dies vor und nach ihm noch Keiner gethan, und er scheint hierin sein Thema völlig erschöpft zu haben. — Schade, das; Herr Neubauer den Stellennachweis aus Mischna und Talnmd nicht angegeben, da gerade hierin das „Wurzelbuch" am Lehrreichsten ist. Viele dieser Stellen werden von R. Nathan b. Iechicl im Aruch, Kimchi und Parchon citirt und sind leicht aufznsinden; denn hat wohl R. Nathan daö „Wurzelbuch" nicht gelaunt, so sind ihm dennoch die Quellen deffelben, die Eommentare deS R. Scherira und Hai Gaon, zugänglich gewesen. Als Ergänzung wollen wir hier einige wenige, wichtige Stellennachweise angeben. Col. 15. s. v. nämlich: 2*2K en Kilaim V. 7.: <'<»!. f>5 s. v. zs das (Sitat: nn’inn 2-822 Vw Pea 111. 1; Col. 57 s. v. -y:s, wo der Commentar des Scherira ,“-2;, 5lim Trakt. Sabbat erwähnt wird: 77"! 27.p Vr ist daselbst 105;i zu lesen. Vergl. Aruch s. V. <.'«.>!. f» 1 s. v. VzN eine Stelle aus Rösch Haschana 8 n: -,2-:2 z-.p-r xpVene T^VrVs. Die Col. 120 s. v. töis angeführten Belegstellen mit den Erklärungen des R. Scherira Gaon finden sich alle gleichmäßig bei Aruch angegeben. DaS Eitat aus dem Teen des Scherira Gaon 8. v. -n-a, Col. 108 ist Gittin 70 a: s. v. 282 Col. 320: mVam *,*!pi*rr, nach Hai Gaon Kelim 23, 5 entnommen. Außer Mischna und Talmud werden die Uebersetzungcn der Bibel von Sadias Gaon nebst dessen Iezira-Eonuneutar, die Erklärungen des R. Scherira und Hai Gaon; die Masiora und das massoretische "Werk 7772^' n'72X, t'nl. 228; Ben Ascher und Ben Nasthali; sdic auch im Rikmah S. 28 genannt werden, was Herr Kirchhvi.ner in der Vorrede übersehen hati.^Menachen b. Saruck und N. Iehuda Ehajng: Samuel b. Ehofni und Iizchak b. Schanl benützt und erwähnt. Ein besonderes Gewicht legt R. Jona auf die Partikeln, die er mit vieler Ausführlichkeit behandelt, und wo sich viele scharfsinnige Bemerkungen sinden. So erklärt er recht treffend das in Ko.heleth 8, lo und Esther 10 vorkommende pzn als eine aramäische Partikel, gleich rrr im Hebräischen. ^22^ iOZN ■,22'' n,7n’:'i tni c^-r in -N21 2':*2-! "p’'«*! .-zhvn 8rr Herr l)i. Grätz tnühete sich in seinem Eommentar zu Koheseth S. 180 vergebens ab, dieses Wort zu deuten, obschon er im Aruch des Parchon das Nichtige hätte sinden können. Ueberhaupt hat R. Jona die schwierige Stelle Koheleth 8, l<» am Besten erklärt, und den wahren Sinn derselben, ohne im Geringsten zu waghalsigen Einendationen seine Zuflucht zu nehmen, wirklich errathen. Doch Dies würde und zu weit führen, denn wir müssen den gesch. Leser aus das „Wurzelbuch" Col. 80 und 323 verweisen.^ Jedenfalls ist der Gebrauch des aramäischen

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