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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1873-04-22 · Heft 17 (22.4.1873) · p. Seite 277

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
37 (1873)
Issue
Heft 17 (22.4.1873)
Date
1873-04-22
Page
Seite 277 (sequence 8)
Language
German
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277 2) einem desgleichen, daß derselbe seine Studien auf einer deutschen Akademie gemacht hat; 3) einem kurzen Lebenslaufe, aus welchem der Gang seiner Studien hervorgehl; 1) einer schriftlichen Versicherung an Eidesstatt, das; die eingereichten Arbeiten von ihm ohne fremde Beihülse entworfen und außgeführt sind. Der Preis besteht in einem Stipendium von 7.'»>« Thlrn. zu einer Studienreise nach Italien unter der Bedingung, daß der Prämiirte sich acht Monate in Rom aushalten, und unter Beifügung einiger Arbeiten über seine Studien halbjährlich an die königliche Akademie Bericht erstatten muß. Die Zuerkennung des Preises erfolgt in der öffentlichen Sitzung der Akademie am 3. August d. I." Bekanntlich hat Michel-Beer auch ein gleiches Stipendinm für Künstler ohne Berücksichtigung der Eonfession gestiftet, worüber das Eoncurrenzausschreiben dem obigen gleich folgt. Aus Ostfrieöland, 0. April. «Privalmitth.) Des Kaisers und Königes Majestät haben dem 82-jährigen Kaufmanne Sanmel Calmer Heymann zu Aurich, anläßlich feines fünfzigjährigen Amtsjubiläums als Borsteher der dortigen israelitischen Gemeinde, den königlichen Kronenorden vierter Elasse zu verleihen geruht, und zwar, wie es in den Gratulationsschreiben des k. Oberpräsidiums der Provinz Hannover, der k. Landdrostei und des Magistrates zu Aurich heißt, für die während jenes langen Zeitramnes der Gemeinde, und somit der Stadt und dem Staate, geleisteten treuen Dienste. 6. F. Frankfurt an der Oder, im April. tPrivatmittheil.) Am 30. v. M. verstarb hier — gerade an seinem siebzigsten Geburtstage — der Kaufmann und Stadtralh Herr Jakob Baswitz, in welchem unsere Synagogengemeinde einen um so größeren Verlust erlitten hat, als der Verewigte, der seit sechszehn Jahren das Ehrenamt ihres ersten Vorstehers bekleidete, um die Verwaltung ihrer inneren und äußeren Angelegenheiten unausgesetzt, mit ebenso uneigennütziger Treue, als höchst nachahmungswerthem Eifer, bemüht gewesen ist. Sämmtliche Gemeindeinstitnte hatten seiner unermüdlichen Sorgfalt gar Vieles zu danken. Namentlich aber hat ihm auch die Armenpflege stets sehr nahe am Herzen gelegen. — Seit länger denn einem Jahrzehnte hat der Verstorbene auch dem hiesigen Magistratseollegium als tüchtiges und thätiges Mitglied angehört.. Endlich ist er noch durch eine Reihe von Jahren ein sehr wirksames Mitglied unserer Handelskammer gewesen. —Bei so vielen Verdiensten um das öffentliche Wohl, war es daher natürlich nicht zu verwundern, daß der Leiche, die am 2. d. M. zur Erde bestattet wurde, ein ungernein langanSgetehmer Eonduct bis zum Grabe folgte. An letzterem wurde durch Herrn Rabbiner Di*. Löwen m eher dem Schmerze über den Verlust des Heimgegangenen in beredtester Weife Ausdruck gegeben. Münster in Wcstphalcn. lPrivatmitlh.) Am 0. April c. wurde vom Euratorium der Marks-Haindorfschen Stiftung Herr Dr. H. Zirndorf einstimmig zum Direetor des hiesigen i s r a e l i t i f ch e n L e h r e r s e m i n a r e s erwählt. Herr I)r. Zirndorf, zur Zeit in Manchester, ist durch mehrere literarische Arbeiten als Mann der Wissenschaft und als tüchtiger Lehrer in weiteren Kreisen rühmlichst bekannt, mit' die glänzendsten Zeugnisse anerkannter Autoritäten stehen ihm zur Seite. Wir dürfen uns daher der Hoffnung hingeben, daß diese Wahl eine recht glückliche sein, und die Anstalt unter der Leitung eines solchen Mannes einer recht schönen Zukunft entgegengehen wird. Oestreichisch-umM'We Monarchie. Pest, 8. April. Se. Epeellenz der k. ungarische Minister für Cultns und Unterricht hat an den Präsidenten der israelitischen Landeseanzlei folgenden Erlaß gerichtet: Das buda-pester k. k. Militärobereommando hat mir mittelst Zuschrift vom 20. März d. I. Z. 30.', l die'Mitthcilung gemacht, daß sämmtliche Truppeneommaudanteu und Vorsteher der Militärallstalten die Weisung erhielten: es seien die Soldaten israelitischer Eonfession vom l l. bis l!>. April aus Anlaß der Ostcrfeicrtage zu beurlauben. Bezüglich des Localdienstes wird ihnen gegenüber mit derselben Rücksicht vorzugehen sein, welche bei Soldaten anderer Eonfession an ihren Feiertagen beobachtet wird, und es ist jenen außerdem noch gestattet,, während der genannten Festtage sich außerhalb der Easernen ihrem Rituale gemäß zu verköstigen. BrÜNN, 20. März. Unter dem Vorsitze des Obmannes des Euratorinms, Herrn Julius Gomperz, fand gestern Vormittags l 0 Uhr in den Localitäten der israelitischen Eultusgemeinde die Generalversammlung der Dclegirten für die Verwaltung des mährisch-jüdischen Landesmassafvnds statt. Nachdem die geschäftlichen Arbeiten abgethan waren, besonders mit großer Anerkennung für die Gebarung mit den Geldern des Fonds, und die musterhafte Führung der Bücher, dem Euratorium das Absolntcrimn ertheilt worden war, wurde der Voranschlag pro 187 3, die Einnahmen mit 12,-1-Hi fl., die Auslagen mit 38,300 st. genehmigt. . Es resultirt demnach ein der statutenmäßigen Verwendung zuzuführender Ueberschnß von 3<>77 fl. 80 kr. Die vom Telcgirten Bram er (U nga risch-Bl od>, anläßlich der Post „Personalnnterstützungen", erhobenen Bedenken gegen die Unterstützung rer Lehrer, und der daran geknüpfte Wunsch, das Interesse der Gemeinde höher gelten zu lassen, als das von Personen, giebl Anlaß zu einer längeren Debatte. Der Herr Vorsitzende und der Eurator Mandl weisen zur Beruhigung deS Vorredners auf die, nur in reu berücksichtigungswürdigsten Fällen, eintretende Unterstützung der Lehrer hin. Zu dem nächsten Gegenstände der Tagesordnung, „Anträge der Dclegirten", nimmt Teteginer!)r. Placzek das Wort:

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