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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1873-01-22 · Heft 4 (22.1.1873) · p. Seite 51

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
37 (1873)
Issue
Heft 4 (22.1.1873)
Date
1873-01-22
Page
Seite 51 (sequence 3)
Language
German
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outtetc für das (citeittc Israel, und wie Beite zn Rettung und Ueberwindnng kommen. Dies sind die Feste des Indenthmns; wir haben an ihnen 2üchts gedeutet und Nichts verstellt; und so wird Niemand von ihnen aussagen kennen, was Strauß von dem christlichen Fest eye ln s knndgiebt. Auch rer wissenschaflliche und vernunftgemäß gebildete Israelit kann sich ihrer Feier mit ganzem Herzen hingeben und erfreuen. fifcnirifdjcr Wochenbericht. B a d Ems, im Deeember. Biblische Geschichte für die Miltel.lasteu der israelitischen Belksschnlen. bearbeitet von I. 29eil, Lehrer in Stuttgart. Berlag von Paul Ress daselbst. Neeensiv von Vr. Hechstädter, Bezirlsrabbiner. Der erste in deutsch'!- Sprache nach den Grundsätzen der Pädagogik bearbeitete Auszug ans den beschichten der heiligen Schriften allen Testanents erschien im ersten Biene! unseres Jahrhunderts von dem gmüthlichen rkinderschriftsteller Christoph Schmid in Baiern, nubei der Berfasser sogar hinter jeder Erzählung die moralischen tut religiösen Vehren, welche daraus folgen, umständlich hinzusügte, seuit dem Vehrer gleichsam in den Mund legte, was bei dem Veichy rügen und Faulen gar leicht zur Schablone werden kamt. — Ans iüd. (Gebiete veranstaltete der geistreiche David S amosc Y’> '.ine biblische (^eschicht e in hebräischer Sprache mit de-tscher Uebersetznng in hebräischen Vettern, und setzte hinter jeder rrzählnng in gleicher Weise a) Fragen zur Beantwortung Sei-ns der Schnljngend, 1.,, nützliche Vehren zum Bortrage für on Vehrer, und <*) dichterische Berse zur Aufbewahrung für ds Gedächtniß. Seitdem sind it gleicher und ähnlicher Weise viele biblische Geschichtsauszüge erschenen. die mehr oder weniger für israelitische Schulen empsehl-iowerth waren. Namentlich haben sich die betressenden Werke des seligen Büdinger. wegen der biblischen Sprccharl.rie er bei den Erzählungen uachahmie. und die des Herrn F lehi-gcr, welcher, gleich dem znerstgenannlen Ehristoph Schmid, der minderten zu treffen verstand, einer größeren Berbrcitnn. zu erfreuen. In neuester Zeit hat Herr Dr. A u e r b a ch in'Frankfurt am Main einen größeren biblischen Geschickusauszng uwr dem Titel „H lerne Bibel s ü r Israeliten" versag, weü-r auch die wichtigsten Bestaudtheile aus den poetischen Schrien rer Propheten i und H'^Ziegraphen entlw, und allem halben der biblischen Sprechart folgt. Dieselbe ijt'uuächsi für die obere Elaste der Schuljugend und, in weiterer -'ziehung, für jeden Erwachsenen bestimmt, der die heiligen Schrstn nicht im Urtexte lesen kann, oder überhaupt nur das Wicht sie, Geist und Ge milch Ansprechendste daraus in der Mütterliche lesen will. Herr Flehinger hat noch neben seinem größeren Anszuge eine kleine biblische Geschichte für Anfänger, resp. für die untere Elaste der Schul fügend, geschrieben, in welcher er aber in beschränkter Weise Erzählungen ans der ganzen beiligen Schrift anfgenonunen hat, was für diese Elaste einerseits zu viel, und - andererseits zu lückenhaft rfr, Vetzteres besonders aus der Nichterzeit. Ein Iahreseyekus von .v> gemülhlichen Erzählungen aus rem Pentatenche wäre meines Erachtens für diese Elaste vollkommen genug. Was jedoch seine größere biblische Geschichte, sowie die deS seligen Büdinger anlangt, so geben sie für den gewöhnlichen Vehrer der Miitelelasse zn wenig Anleitung zur Erörterung der moralischreligiösen Vehren, welche daraus folgert, und sind für die obere Elaste nicht umfassend genug, für welche letztere die kleine Bibel von l»r. Auerbach wohl am Zweckdienlichsten ist. Dagegen dürste die rubrieirte neueste Erscheinung ans diesem Gebiete dem angedenteten pädagogischen Zwecke am Besten entsprechen, indem Weils biblische Geschichte, abgesehen von ihrem billigeren Preise und der splendiden Ansstallung, folgende Borzüge besitzt: 1. dieselbe läßt sich in ihren ersten .'»2 Erzählungen auch Seitens des Vehrers der unteren Elaste für seine Vorbereitung zum mündlichen Beiträge biblischer Erzählungen aus dem Pentatenche benutzen, denn ans andere Weise seilen die Geschichtsanszüge in dieser, den Inhalt des blos Gelesenen selten begreifenden Elaste nicht mitgetheilt werden. 2. Tie giebt dem Vehrer durch die in Anmerkungen stehenren passenden B i b e l s p r ü ch e, welche die aus den Erzählungen resultirenren moralischen und religiösen Vehreu, wozu ein einzelner Bibelspruch in der Ueberschrist selten ausreichen würde, kernhast andeuten, die beste 'Anleitung zur 2 t u tz a n w e n d n n g des Erzählten und Gelesenen, ohne daß setre Sprüche ihm schablonenartig in den M'unv gelegt würden. Der Ton, in welchem erzählt wird, ist der kindlichen Fassungskraft angemessen, und folgt der biblischen Sprechweise, wodurch diese Tchrist zugleich auf den Gebrauch der ,,kleinen Bibel" in der oberen Elaste zweckmäßig vorbereitet. Ueberdies fiur bei den Hauplepechen der biblischen Geschichte cie Zeiten der Ereignisse in runden Falcken angegeben und zwar nach der chronologische» Tabelle der biblischen (beschichte von Znnz, welche übrigens nicht überall zuverlässig ist.*) Wenn ich oben von den ersten .'»2 Erzählungen dieser biblischen Geschichte ans rein Pentatenche sprach, während sie doch bis zn Ä'osis Toee Erzählungen enthält, so that ich dies deshalb, weil die l-i. Erzählung, die eine specielle Belehrung über den ehemaligen T pserd iensi giebt. in einer solchen Iugendschrisi ') Bgl. 5. B. meine At'b.uidlmig über dao Buck, Ester im Tynedal blatte Mit t>72 Ar. S—11.

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