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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1873-01-01 · Heft 1 (1.1.1873) · p. Seite 2

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
37 (1873)
Issue
Heft 1 (1.1.1873)
Date
1873-01-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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2 die zu bekämpfen sind. Auswüchse an dem lebendig treibenden! des Tages, um ihren Verth vom Standpuncle dieser Principien Stamme, wie sie im Gange der menschlichen Entwickelung nie! zu erkennen. Sie steht hierbei fest auf dem Fundamente des ausbleiben. Venn wir zu großer Befriedigung wiederholt aus?Mosaismus und der Prophetie. Tie gewaltigen Kämpfe , die der Statistik der Schulen nachgewiesen haben, daß eie jüdische Inim Leben des Staates und der Gesellschaft sich erhoben haben, gend die höheren Lehranstalten in einem außerordentlich günstigen! und bei denen allerdings die -Jndcnheit ganz speeiell in Mit- Precentsatze besucht, also eine gründliche Schulbildung in den! leidenschast gezogen wird, können sie nicht gleichgültig lassen, answachsenden Generationen sich stark verbreitet, so kann doch sondern nöthigen, die Augen stets offen zu halten. Hier ist es nicht gelängnet werden, das; andererseits die religiöse Belebung nun, wo sich leider eine Erscheinung herausgestaltet, welche uns im gegenwärtigen und im answachsenden Geschleckte in Abnahme begriffen ist. Tie Symptome thätigen AnthcilS an den Interessen der Iueenheit und des Iudenihums dürfen uns hierbei nicht täuschen; denn es ist selbst innerhalb dieser Tharsachc nicht immer drohender entgegentrilt. Vir meinen nämlich, daß sich das alte Borurtheil, der alte Haß gegen die Juden, wieder in einer neuen Form als öffentliche Meinung gegen uns herausbildet, die der nachtheiligen Folgert nicht entbehren wird. Vir inmier gerade die religiöse Ueberzeugnng, welche die Männer an-' haben schon wiederholt darauf aufmerksam gemacht, müssen cs treibt, und man hat dabei mehr äußere Tinge als die Stei-faber auch an dieser Stelle mit einigen Worten thun. geruug des inneren, des religiösen Lebens im Auge. Ter fac- Es wäre von vornherein sehr thöricht. wenn man glauben tische Beweis hierfür liegt schon darin, daß Anstalten, welche wollte, daß die der Gegenwart angchörige Durchführung der die Hebung des Geistes im Indenthmne bezwecken, sich der Gleichberechtigung der Juden, und der sich immer mehr verwirk- Gunst des PublicmnS noch immer nicht erfreuen, und wentg Förderung genießen. Der religiöse Unterricht der Jugend liegt noch immer in vielen Gegenden, und namentlich in den großen lickende Eintritt der ganzen Masse des jütischen Stammes in das Enlturleben, von allen Seilen mit Befriedigung und ohne alle Kämpfe für die Zukunft vor sich gehen werde. Wo hat Gemeinden, im Argen, und zahllose Familien lassen ihre Kinder denn der Kamps unter den Menschen aufgehört? Stehen Staaten ganz ohne denselben, oder lim* mit einem sehr kärglichen Maße! und Böller nicht immer noch auf dem Qui vive einander ge genanfwachscn. Ter verbesserte Gottesdienst zieht die Theilnahme ■ iil'crV Ringen nicht die Nationalitäten in den Staaten gemischter an demselben nur uneinigen Orten mehr an, als es der her-^ Bevölkerung nach ihrer specifischen Autonomie, und hassen sich kömmliche in seinem stabilen Zustande thut. Tie jüdische Presse in einem Maße wie kaum früher? Sind nicht der Uktramonnnd Literatur erweitert ihre bisherigen Kreise nur sehr langsam, tanismus und der Staat in einem Kampfe aus Leben und Tod und muß sich schon zufrieden geben, an Auskehnnng nicht zu! begriffen? Hadern nicht die Eonsessionen unter einander, nnv verlieren. — Ein anderer Uebclstant , den sich der aufrichtige die Parteien in jeder Eonfesston? Stürmt nicht der Socialismus Freund der Enltnrbewegung nicht verbergen wird, ist der, daß gegen die ganze bestehende. Gesellschaft an? Wir dürfen uns an den großen Weltmärkten der ungeheuere Aufschwung des Fi- ■! also kaum beklagen, wenn wir immerfort der Gegenstand neuer nanzwesens durch die rascher zu erreichenden Erfolge die Jugend | Anklagen und Angriffe sind. Deutschland und Frankreich sind viel zu viel verleitet, sich Diesem znznwenden und zu widmendes gegenwärtig vorzugsweise, wo man die öffentliche Meinung so daß die erlangte größere Schulbildung dadurch, daß sic nach j gegen die Juden von 9u'uciit auszurufen strebt. Wir berichteten dieser Richtung hin eine größere Befähigung verleiht, nicht gcvor Kurzem über die Anschuldigungen der Juden in dem radirade die erwünsckte Wirkung thut. Ter Geist, der sich hierdurch ealen Blatte In re publique fmnraise; wir haben abermalige in der gegenwärtigen und answacksenden Generation entfaltet,! Jnvectiven in dem gemäßigten Eonstitntionnel von einem gedie Anschauung vom Leben, von Dem, was zu erzielen, was wissen Richard vorliegen; nicht weniger einschneidend ist ein Aussatz wüuschens- und lobenswerth ist, die sich hierdurch verbreitet,! im „Ausland" l 1 ST 2, Rr. 201, und was ein solches geachtetes gleicht wenig Dem, was vor drei oder vier Jahrzehnten uns Alle bewegte und beseelte, ist schädlich für die Einzelnen und für die Gesammlheit. Daß diese Zeitung überall für die Gleichberechtigung der Juden und deS Iudenihums nrit aller Kraft strebt und wirkt, ist selbstverständlick. Sie achtet sorgfältig aus jeden Sckritt vorwärts oder rückwärts, aut jedes Faeuim von größerer oder geringerer Bedeutung; sie freut sich jedes Fortschritts; sie bekämpft jeden Gegner, sie beschränkt sich hierbei nicht auf Das, was speeiell die Juden betrisfl; sie hat die Berwirklichnng der großen Principien des Rechts >md der gesetzlicken Freiheit unablässig im Auge. Sie unlerfncht die großen Ereignisse und Erscheinnngen und scheinbar objeclivcs Blatt bringt, das dient hernach hundert kleinen Blättern zur willkontmenen Nahrung, indem sie die pikantesten Stellen abdrncken. Man sieht also, daß wir cs hier nicht mit den Sudeleien ullramontaner und socialistischer Blättchen zu thun haben, sondern mit Zeitschriften, welche die öffentliche Meinung repräsentiren und tragen. Indem sie den Auslassungen unserer Gegner ihre Spalten öffnen, geben sie die Regionen zu erkennen, in welchen eine derartige Meinung gäng und gäbe, rmd willkommen ist. Tie Methode, die man einschlägt, ist überall folgende. Man will eine Eharakterisirung der jütischen Racc geben, und dabei ganz ethnographisch verfahren. Man lobt daher eine gewisse Befähigung, besonders die geistige Regsamkeit

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