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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1872-12-24 · Heft 52 (24.12.1872) · p. Seite 1034

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
36 (1872)
Issue
Heft 52 (24.12.1872)
Date
1872-12-24
Page
Seite 1034 (sequence 12)
Language
German
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■ ~ f *? mu 5W^/<K eM aus drei CWen heftchhUdeMdpH tziyertz Hqrsenhquft verbundene Schale Warme Msche Suaden hier in's Wen. zu rufen. ,M EiMeWng dWlbW Wd NW MM vorigen Monats unter zahlreicher AWesenheil eiyes gewäWen jüdischen und nichtjüdischen Publicums in Gegenwart des ehemaligen Stadtpräsidenten Fürsten Tscherkaski, des Feftungseommandanten Generals KxyderikS^ des Pdltzeivirectors, be# wirklichen Staatsraths Devitd, TuratorS des moskauer Lehrbezirks, und des Redakteurs der „Russischen Nachrichten" in allseitig erhebender und bleibende- Eindrücke hinterlaffender Weise statt. Nachdem sich die Eingeladenen in dem festlich geschmückten Saale, cm dessen Hauptwand das mitGuirlanden umrahmte Bild des Kaisers Alexander hing, versammelthattenund vom Sängerchore Psalm 30 gesungen- Wörden war , hielt Rabbiner Minor eine Rede irr russischer Sprache, von der alle Anwesenden cmsis Tiefste ergriffen waren. Auf die 22 Waisenknaben' hinweisend, die-in der Anstatt bereits Ausnahme gefunden, erörterteder Redner, daß die theilnahmvoA Fürsorge für' die Kinder der Armen, für die vovlaffenen Mternlosen nicht nur eine religiöse und allgemein menschliche, sondern auch eine specifisch staatsbürgerliche Pflichtsei. Denn es gelte, nachdem durch die Hochherzigkeit des Kaisersdurch die Weisheit feiner Regierung und durch den freieren humaneren Geist der Gegenwart auch die Juden Rußlands an dem Staatsünd Gesellschaftsleben in entsprechender Weise participiren könnengerade den unteren Ekassen der jüdischen Bevölkerung die sich nichtselbst' helfen können, denen es oft soyar an dem nöthigen Berständniß für die neue Zeit fehles alle möglichen Mittel und Wege an die Hand zu geben, um sich zu Bürgern des Staats im vollstetr Sinne des Wortes zu erziehen: Dazu möge nnd werde auch die neu eröffnete Schule- und Waifenanstalk das Ihrige beitragen!'• — Nach einem Schlrchgesange und dem durch den Rechtscandidaten Herrn Kupernik vorgetragenen Berichte über die Entstehung der: Anftatti begäb,- sich die FeftversamMluM % einen »«MnzMen SM zu ej&twt Banftt, hei welchem TqaK aus d-n.KMer,,hP kaiserliche FMiltz, dM,W W»algMveWE urch die. anderen hohen Gäste ,, dp dM- Feier hchKöhNtzY, WsgMacht wurden. Nachmih-- tags erschien noch dep GKMralgouverneM Fürst. Kol-, gyrMw,, nahm ihM WuMchkeften und tzmrichtungM ftft* iyHMNscheM,, Mechiest sich M dm,MiNW.in MMter Weise und. drückte dem Korstandesürsein eiftMs, menschenfreundliches, und patriotisches Streben und Schaffen den Kank und die Anerkennung der 'Regierung aus, die M,pM Weihen der. Anstatt den vollsten Ancheil nehme. — Zu erwähnen bleibt nur noch, daß mehrere unserer vornehmsten Damen sich freiwillig verpflichtet haben, abwechselnd die Aufsicht über den wirthschaftlichen Theil der Anstalt, über die Wege der Kinder rc. zu führen, — Ich. nannte Eingangs Miner. Mttcheilung die Feierlichkeit eine Epoche machende,, du sie^ ah^- gesehen von den segensreichen Folgen, aus einen Y?Aen Kreis unserer Glaubensgenossen, auch nicht. verfchlen wird,, einen wohlthätigen Einfluß, aus die Gesinnungen und Gefühle, der russischen Bevölkerung der höheren Beamtenwett zu unseren Gunsten zu üben. Denn sie zeigte» welcher Opfer der Jude fähig ist, wenn, es gilt, den Anforderungen der. Zeit und des Patriotismus gerecht zu werden. Kiew, im Nov. (Privatmitth.) Die verheerende Seuche, die Cholera, die in früheren Jahren so viele Opfer verlangt wd so viel Elend in ihrem Gefolge ghabt hat, ist in diesem Gommer, Dank der energischen Fürsorge der Regierung, die es. rechtzeitig nicht an den nöthigen Vorsichtsmaßregeln fehlen ließ,, unseren Gouvernements weniger verderblich gewesen; namentlich aber sind unsere Glaubensgenossen verhyltnißmäßig von ihr verschont geblieben. Dies hat nun, den. ofstciellen Berichten der Behörden zufolge, in Folgendem, seinen Grund: während nämlich die Hauern in ihrem unbesiegbaren dummen Aberglauben alle ihr von der, Regierung dm eindringlichen. Belehrungen derselben ihr Ohr verschließend, zur, Verfügung gestellten ärztlichen Dienstleistungen.,, Medikamente rc, beharrlich zurückwiesen und,, von einem verhängnisvollen Fatalismus geherrscht, lieber dem sicheren Tode verfielen, als von jenen. Gebrauch, machten,, haben die. Mischen Bewohner besonders des platten Landes die ihnen regjerunSfettig dargebotene Hülfe dankbarst, benutzt und sich dadurch. selbsiMMdlich erheblich vor dey drohende^ Gefahren geschützt,. Leider haben, wir aber vyn einem anderen AhMaubev, der hier noch immer unter unseren Glaubensgenossen, herrscht und auch. dieses. Wal wiederum thatsächlich in verschiedenen Gemeinden sich geltend gemacht hat,, zu. berichten. Die niedrig stehende Msche Masse glaubt nämlich,^ durch eine, auf dem

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